Viele Frauen sind von Haarausfall betroffen, ohne es zu wissen. Gerade bei längeren und dunkleren Haaren kann man schlecht einschätzen, ob einem eine normale Menge von Haaren ausfallen, oder ob man unter richtigem Haarausfall leidet. In anderen Fällen ist der Haarausfall allerdings auffälliger. Wir haben uns mal angeschaut, was die Gründe für Haarausfall bei Frauen sein können.

Haarausfall bei Frauen – daran kann es liegen

Es gibt viele Gründe, warum du unter Haarausfall leiden kannst. Bevor wir uns ein paar dieser Faktoren anschauen, solltest du diese allerdings nicht als einen Ersatz für einen Arztbesuch sehen. Wenn du merkst, dass du unter Haarausfall leidest, solltest du dir auf jeden Fall eine professionelle Meinung einholen.

1. Vitamin D Mangel

Im Herbst verbringen wir weniger Zeit im Freien und können somit einen Vitamin-D-Mangel haben. Vitamin D wird in der Haut durch Keratinozyten verstoffwechselt. Wenn der Körper nicht über genügend Vitamin D verfügt, haben die Keratinozyten in den Haarfollikeln Schwierigkeiten, das Haarwachstum und den Haarausfall zu regulieren. Das kann zu Haarausfall führen.

Im Herbst und Winter solltest du dir also Vitamin D Tabletten aus der Apotheke holen. Diese sind auch nicht verschreibungspflichtig. Trotzdem gilt auch hier wieder, dass du dir am besten eine professionelle Meinung eines Arztes oder einer Ärztin einholst, um auf Nummer sicher zu gehen.

2. Stress

Stress kann in manchen Fällen zu Haarausfall führen. Fachbegrifflich nennt sich dies das telogene Effluvium. Darunter versteht man den gesteigerten Haarverlust und/ oder die Ausdünnung des Haarwuchses wegen des frühzeitigen Eintretens in die Ruhephase der Haarzelle. Sobald der Stress unter Kontrolle ist, wird sich der Haarausfall verringern und es werden wahrscheinlich keine weiteren Folgen, wie beispielsweise eine Alopezie auftreten. Auch hier solltest du dir eine professionelle Meinung von einer oder einem Dermatolog:in einholen.

Mögliches Ausfallen der Haare wegen Stress von Coronaerkrankung?

Viele Menschen haben sich ein paar Monate nach einer Coronainfektion über Haarausfall beschwert. Mir persönlich sind auch ein paar Monate nach meiner Erkrankung weitaus mehr Haare ausgefallen, als zuvor.

Hierzu muss man natürlich erwähnen, dass es bis jetzt noch keine Studien gibt, ob Covid-19 zu Haarausfall beitragen kann. Dennoch haben sich schon viele Ärzte und Ärztinnen damit beschäftigt. Diese sagen, dass auch diese Art von Haarausfall mit Stress zusammenhängen könnte.

3. Weiblicher Haarausfall durch Kombination genetischer Faktoren

Gerade im Alter kann es bei Frauen häufiger zu Haarausfall kommen. Das hat eine Studie, die im Journal of the American Academy of Dermatology veröffentlicht wurde, belegt. Laut der Studie sind etwa 40 % der Frauen im Alter von 50 Jahren von Haarausfall betroffen. Bei Frauen scheint Haarausfall auch mehr als ein Tabuthema zu gelten, der auch des Öfteren mit Stress verbunden ist.

Dieser Stress wiederum fördert natürlich dann weiteres Ausfallen der Haare. Die Ursache für diesen Haarausfall ist allerdings meistens eine Mischung aus genetischen Faktoren, an denen man selber nichts ändern kann. Bei diesem genetisch bedingtem Haarausfall lichtet sich das Haar im vorderen und oberen Bereich der Kopfhaut. Diese Art von Ausdünnung kann zusätzlich auch bei erhöhtem Hormonspiegel auftreten, wie beispielsweise beim polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS).

Welche Lösung gibt es hierfür?

Bei jeder Art von Haarausfall solltest du eine:n Dermatolog:in aufsuchen. Diese können dir bezüglich Nahrungsergänzungsmitteln oder einer anderen Art von Behandlung behilflich sein, sodass dein Haar nicht mehr in großen Mengen ausfällt.