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Warum du niemals Haare mit dem Handtuch „trocken rubbeln“ darfst

Nach dem waschen rubbeln viele von uns unsere Haare mit einem Handtuch trocken. Aber ist das richtig, oder doch schädlich?

Frau mit Handtuch um Kopf
Ist es schädlich für die Haare, sie mit einem Handtuch zu trocknen? Foto: katleho Seisa via Getty

Für die meisten von uns ist es vollkommen normal, die Haare nach dem Waschen mit dem Handtuch zu trocknen. Aber ist das wirklich die richtige Art und Weise, die Haare zu trocknen? Auf keinen Fall! Denn, das trocken rubbeln macht deine Haare kaputt. Hier erfährst du mehr darüber.

Frau Haare
Was tun mit den nassen Haaren? Auf keinen Fall trocken rubbeln! Foto: Getty Images / Peter Cade

Rubbelverbot für die Haare

Nasse Haare dürfen nicht mit dem Handtuch trocken gerubbelt werden. Das Rubbeln schädigt die Haare. Besonders dann, wenn es sich um lange Haare handelt und diese eventuell auch noch fein und deshalb extrem empfindlich sind. Die Schuppenschicht der Haare wird durch das starke Rubbeln aufgeraut und zum Teil sogar zerstört.

Das Haar wirke stumpf und so, als ob es Spliss habe. Das liegt daran, dass sich das Licht in diesen herausgerissenen Löchern und Kratern bricht. Wenn dazu noch für die Haarpflege Produkte verwendet werden, die einen ungeeigneten hohen alkalischen pH-Wert haben, können durch das Rubbeln das geschwächte Haar sogar brechen.

Haare entweder mit Föhn oder Lufttrocknen lassen?

Im Allgemeinen sollten die Haare mit so wenig Hitze wie möglich behandelt werden. Sie nur an der Luft zu trocknen, ist allerdings auch schädlich, da den Haaren Feuchtigkeit entzogen wird. Was macht man also? Am besten sprühst du deine Haare mit einem Hitzeschutz ein und föhnst sie auf der mittleren Stufe.

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Das wichtigste ist, auf die Struktur deiner Haare zu achten. Foto: gettyimages/ Iuliia Isaieva

Mit dem Handtuch die Haare trocknen – so geht es richtig

So machst du es richtig: Bringe deine Haare über den Kopf und gehe langsam mit einem flauschigen Handtuch, sanft drückend, zu den Spitzen. Damit entfernst du direkt nach der Wäsche die übermäßige Feuchtigkeit aus den Fasern.

Besser als mit dem Handtuch geht es übrigens mit einem Mikrofasertuch, oder einfach einem Baumwollshirt. Die Struktur ist sanfter zu den Haaren, wodurch Haarbruch, Spliss oder Frizz vermieden werden. Nicht zu vergessen, dass die saugfähige Mikrofaser das Trocknen der Haare beschleunigt.

Damit kannst du dann das Wasser aus den Fasern wringen, indem du die Feuchtigkeit sanft von oben nach unten aus den Strähnen herausdrückst. Der Friseurmeister Shan Rahimkhan aus Berlin rät, dann mit mittlerer Föhn-Luft den Ansatz zu trocken. „Um die offene Struktur der feuchten Haaroberfläche zu vermeiden, sollte man sie bei mittlerer Hitze mit genügend Abstand und einer Natur-Bürste sanft trocken föhnen, denn so wird die Schuppenschicht der Haare geschlossen. Das versiegelte Haar ist dann weniger anfällig für Schäden und Brüche.“

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Auch wenn es verlockend ist, solltest du nicht mit nassen Haaren ins Bett gehen. Foto: Getty Images/ Westend61

Darf man mit nassen Haaren ins Bett?

Natürlich spart es unheimlich viel Zeit. Dennoch solltest du nicht mit nassen Haaren zu Bett gehen. Dies ist einer der häufigsten Fehler beim Haare trocknen. Denn wie bereits erwähnt: Nasse Haare sind sehr anfällig für Schäden und Spliss.

Besonders die Bewegungen im Schlaf strapaziert die Haare. Die nassen Strähnen reiben an dem Bettbezug und werden so ordentlich zerzaust. Das Ergebnis mag am nächsten Morgen zu bändigen sein, aber langfristig ist das keine gute Lösung für schöne Haare. Deswegen: Es ergibt Sinn, mit einem Handtuch die Haare zu trocknen.