Ex-Raucherinnen schaden auch ihrem Baby
Trotz Aufhören: Wer vor der Schwangerschaft geraucht hat, kann dem Baby schaden. (Photo: Unsplash/Alicia Petresc)

Studie: Auch Rauchen VOR der Schwangerschaft kann dem Baby schaden

Nicht nur Raucherinnen schädigen ihr Ungeborenes. Eine neue Studie zeigt, dass auch die Frauen ihr Baby schädigen können, die mit dem Rauchen aufgehört haben.

Für viele Frauen steht beim Blick auf den positiven Schwangerschaftstest fest, dass sie sofort mit dem Glimmstängel aufhören. Immerhin kann Rauchen dem Baby immense Schäden davontragen.

Auch viele Frauen mit Kinderwunsch schwören dem Rauchen ab – in der Annahme, ihr Baby dann keiner gesundheitlichen Gefahr auszusetzen. Doch nach neuesten Erkenntnissen reicht auch das nicht aus: Eine französische Studie zeigt: Selbst Frauen, die vor der Schwangerschaft aufhören zu rauchen, können ihr Baby schädigen.

Rauchen schadet dem Baby nachhaltig

Französische WissenschaftlerInnen der Forschungseinrichtungen Inserm, Centre national de la recherche scientifique sowie der Universität Grenoble fanden heraus, dass der Körper den früheren Nikotinkonsum sozusagen abspeichert und sich an ihn erinnert. Für ihre Untersuchungen analysierten die ForscherInnen die DNA der Plazenta von 568 Frauen.

Kaum überraschend: Bei Raucherinnen wurden in fast 180 Genom-Bereichen sogenannte epigenetische Veränderungen festgestellt, die die "Verpackung" der DNA betreffen.

Allerdings: Auch bei Frauen, die bis zu drei Monate vor der Schwangerschaft mit dem Rauchen aufgehört hatten war ein ähnlicher Effekt zu beobachten, jedoch in schwächerer Form als bei aktiven Raucherinnen. Eine Veränderung der Plazenta wurde nur an 26 Bereichen festgestellt. Trotzdem sind es genau diese, die sich auf die Entwicklung des Kindes auswirken können. 

Frau Zigarette
Rauchen ist für die Durchblutung alles anderes als förderlich – auch beim Baby.(Photo: shutterstock, ViDI Studio)

Die fatalen Folgen des Nikotinkonsums

Das Rauchen während Schwangerschaft stellt eines der größten vermeidbaren Risikofaktoren für das Baby dar. Der Nikotinkonsum hat sowohl kurz- als auch langfristige Auswirkungen auf den Nachwuchs.

Dazu zählt unter anderem das erhöhte Risiko einer Frühgeburt und ein geringes Geburtsgewicht. Außerdem wird das Rauchen in der Schwangerschaft mit einem erhöhten Risiko für Atemwegserkrankungen, für die Beeinträchtigung von neurologischen Entwicklungen und dem plötzlichen Kindstod in Verbindung gebracht.

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