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Diese 8 Dinge gab es früher gratis – und heute nicht mehr

Bestimmte Dinge gab es früher gratis – doch davon können wir heute nur noch träumen. Wir haben uns angeschaut, was es jetzt nicht mehr für lau gibt.

Kind bekommt Eis mit Streuseln
u00a9 SolStock / getty images via canva

Mode-Wissen: Deshalb haben Unterhosen immer eine Schleife

Schaut man in die Wäscheabteilung, sieht man gefühlt überall kleine Schleifen. Doch warum sind viele Unterhosen mit einer Mini-Schlaufe ausgestattet? Kleiner Spoiler: Sie hatten früher wirklich einen wichtigen Nutzen.

Heutzutage gibt es so gut wie nichts mehr gratis. Und wenn, stürzen sich alle Menschen genau darauf. Immerhin freuen wir uns beinahe unnormal doll über kleine Häppchen an der Käse-Theke, richtig? Wo man heute für alles bezahlen muss, gab es damals einige Dinge, die nichts gekostet haben. Wir haben uns angeschaut, welche Dinge früher gratis waren und warum sie heute etwas kosten.

8 Dinge, die früher gratis waren

Die Preise steigen und damit auch die Frustration vieler Menschen. In diesem Zusammenhang sehnen sich manche nach der ‚guten, alten Zeit‘, in der es noch bestimmte Dinge gratis gab, die heute allerdings leider kostenpflichtig sind. Wir haben uns angeschaut, welche acht Dinge, die früher gratis waren, dies heutzutage bedauerlicherweise nicht mehr so sind – und warum dies so ist.

Frau mit Koffern
Zu den Dingen, die es früher gratis gab, gehört auch Aufgabegepäck beim Fliegen. Foto: IMAGO Images / Addictive Stock

1. Gepäck auf Flugreisen

Ja, es gab mal eine Zeit, in der nicht nur Getränke und Snacks mit in das Flug-Ticket integriert waren, sondern sogar die Beförderung des Gepäcks. Heutzutage ist dies gar undenkbar und man zahlt für die Koffer manchmal mehr als für den Flug an sich. Die Kosten variieren zwar zwischen den Airlines und unterscheiden sich auch demnach, ob man das Gepäckstück direkt hinzubucht oder erst am Flughafen – der Fakt, dass das Gepäck auf Flugreisen leider zu den Dingen gehört, die früher gratis waren und nicht mehr, bleibt aber bestehen.

2. Plastiktüten im Geschäft

Vielleicht erinnerst du dich, dass es vor ein paar Jahren immer eine kostenlose Plastiktüte zum Einkauf dazu gab. Auch im Supermarkt durften Obst und Gemüse kostenlos in kleine Tüten gesteckt werden. Dies ist aber seit einigen Jahren schon verboten – aufgrund der Umweltbelastung durch Plastik. Deshalb sind viele Geschäfte auf Papiertüten umgestiegen, die allerdings bezahlt werden müssen, jedoch den Plastikmüll verringern. Am besten bringt man heutzutage deshalb seinen eigenen Beutel oder seine eigene Tasche mit.

Tote Bag
Plastiktüten kosten wegen der Umwelt seit einigen Jahren auch etwas. Foto: IMAGO Images / Addictive Stock

3. Handschriftliche Überweisungen

Früher waren alle Arten von Überweisungen kostenlos. In einem digitalen Zeitalter setzen Banken aber auf Online-Überweisungen, die Zeit und Geld sparen. Aufgrund dessen ist für die Bearbeitung von handschriftlichen Überweisungen je nach Bank ein Betrag zwischen 0,99 € und bis 3,50 € fällig.

4. Toilettengang am Autobahnrastplatz

Wenn man sich auf einen Roadtrip begibt, gehört das Kleingeld in das Standard-Repertoire. Denn der Toilettengang am Autobahnrastplatz gehört zu den Dingen, die früher gratis waren und heute fast immer etwas kosten. Die meisten Toiletten an Autobahnrastplätzen, Tankstellen oder auch Bahnhöfen werden heutzutage von Unternehmen wie Sanifair, Serways und Co. betrieben und nehmen für einen Toilettengang meistens bis zu einem Euro. Gleichzeitig erhalten Kund:innen aber einen Teil davon als Gutscheinbon zurück, welchen man in einem der Läden an der Raststätte oder im Bahnhof einlösen kann.

5. Streusel & Co. in der Eisdiele

Wo es früher gang und gäbe war, die Streusel auf dem Eis einfach so dazuzubekommen, muss man heute auch dafür Geld zahlen. Heute legt man dafür selbstverständlich 10 bis 50 Cent auf den Tresen. Neben den Streuseln muss man meistens auch die zusätzliche Waffel bezahlen.

6. Luft für Autoreifen

2013 machte Shell laut Medienberichten den Anfang und viele Tankstellen zogen nach: Sie stellten Druckluftgeräte für Autofahrer:innen bereit, die den Reifendruck kostenlos messen konnten. Allerdings muss man dafür bezahlen, wenn man Luft nachfüllen möchte. Schon für einen Euro kann der Kompressor je nach Gerät circa sechs bis acht Minuten lang Luft durch den Schlauch pumpen.

7. Nachsendeauftrag

Auch Nachsendeaufträge gehören zu den Dingen, die früher gratis waren und heute etwas kosten. Je nach Umzug verlangt die Deutsche Post 23,90 Euro für einen Nachsendeauftrag, der ein halbes Jahr gültig ist. Sollte dieser Nachsendeauftrag in der Postfiliale ausgefüllt werden, zahlt man sogar drei Euro mehr. Und wer eine Dauer von 12 Monaten bevorzugt, muss 30,90 Euro auf den Tisch legen.

Was ist ein Nachsendeauftrag? Dieser sorgt dafür, dass Post bei einer Adressänderung an deine neue Anschrift weitergeleitet wird. Solltest du also umziehen, kann der Nachsendeauftrag dafür sorgen, dass du trotzdem deine Post bekommst.

8. Einzahlen von Münzgeld aufs Konto

Manche Banken lassen sich sogar das Einzahlen von Münzgeld aufs eigene Konto bezahlen. Das Einzahlen von bis zu 50 Münzen ist weiterhin kostenlos. Solltest du mehr Kleingeld auf dein Konto einzahlen wollen, verlangt die Deutsche Bank 5 Euro, die Sparkasse bis zu 10 Euro, die Targobank 7,50 Euro und die Volksbank richtet sich mit ihrem Betrag nach der Höhe des eingezahlten Betrags.

Dinge, die früher gratis waren und heute etwas kosten: Manche Kosteneinführungen ergeben auch Sinn

Bei manchen Dingen, die früher gratis waren und heute etwas kosten, kann man die Kosteneinführung verstehen. So ist der Betrag, den man für (Plastik-)Tüten zahlen muss, durchaus berechtigt, soll dieser Preis doch die Menschen davon abhalten, diese Tüten zu kaufen und dadurch noch mehr Plastikmüll zu erzeugen. Bei anderen Dingen können wir uns vielleicht nicht unbedingt zusammenreimen, warum diese nun etwas kosten. Aber wer weiß? Vielleicht werden sie in Zukunft auch wieder weniger oder gar nichts kosten.

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