Corona wirkt sich so ziemlich auf jeden Bereich unseres Lebens aus – auch auf das Einkaufen. So hat eine Umfrage ergeben, dass die Menschen deutlich seltener, dafür aber deutlich mehr Produkte einkaufen als früher. Außerdem gehen sie meistens nur noch in ein Geschäft statt in zwei oder drei Läden.

Das hat Auswirkungen auf die Discounter. Warum die gerade zur Weihnachtszeit weniger besucht werden, erklären wir hier.

Corona: Warum Discounter weniger gefragt sind

Discounter haben es kurz vor Weihnachten generell schwerer, ihre Ware zu verkaufen. Das liegt daran, dass KundInnen zu dieser Zeit nicht so sehr auf den Preis achten wie im Rest des Jahres. „In diesem Jahr werden die Einbußen der Discounter aber wohl noch etwas stärker ausfallen“, prognostiziert Handelsexperte Fred Hogen vom Marktforschungsunternehmen Nielsen gegenüber der Deutschen Presseagentur.

Dieses hatte eine Umfrage unter 20.000 Haushalten durchgeführt und daraus eine interessante Prognose formuliert: „Die Konsumenten werden häufig Supermärkten und kleinen Verbrauchermärkten den Vorzug geben, weil sie dort alle Einkäufe auf einmal erledigen können, aber auch weil sie sich dort sicherer fühlen als in den eher beengten Discountern“, ist sich Hogen sicher.

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Diese Supermärkte sind jetzt besonders beliebt

Doch wer profitiert von dem schwindenden Interesse der Discounter? Es sind die größeren Supermärkte wie Edeka, Rewe und Co., die den KundInnen ein vielfältiges Angebot bieten und somit oftmals den fehlenden Besuch ins Restaurant ausgleichen, so die Meinung von Robert Kecskes, Handelsexperte der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).

Und noch ein Trend lässt sich erkennen: Der kleine Luxus gewinnt gerade in Corona-Zeiten an Bedeutung: „Premiumprodukte werden in diesem Jahr deutlich mehr gekauft werden – sowohl bei Discountern als auch bei Supermärkten.“ Denn die Leute wollen sich laut dem Experten Fred Hogen etwas gönnen, wenn sie schon zu Hause bleiben müssen.

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