Hast du jemals über dein Verhalten im Supermarkt nachgedacht? Wir von wmn mussten uns auf die Zunge beißen, denn einige der folgenden Verhaltensweisen kommen uns sehr bekannt vor. Leider. Denn Mitarbeiter:innen wie Kund:innen finden dieses Verhalten im Supermarkt unglaublich anstrengend und nervig.

Seit der Coronapandemie müssen wir einige Regeln im Supermarkt befolgen, die uns vor gut 1,5 Jahren noch total fremd waren. Mit diesen Regeln haben wir uns weitgehend angefreundet. Wir zeigen dir in diesem Artikel aber ein Verhaltensmuster, das noch immer viele Menschen an den Tag legen, das bei Supermärkten wie Aldi und Co. aber herzlich ungern gesehen ist.

Corona Einkaufen
Noch kurz vor Feierabend in den Supermarkt? Keine gute Idee! Credit: Finn Hafemann / getty via canva

Im Supermarkt können wir uns eigentlich so verhalten wie wir wollen und wir dürfen auch noch aussehen wie Gott uns schuf: Slipper und Jogginghose anziehen, ein altes fleckiges Shirt überwerfen und schon bist du bereit für einen Besuch bei Aldi, Penny und Co. Hier verurteilt dich niemand, denn hier sitzen irgendwie alle im selben Boot.

Diese Regeln müssen wir im Supermarkt ohnehin einhalten

Neben den offensichtlichen Regeln wie „an der Kasse bezahlen“ und „sich nicht ins Kühlregal hineinlegen“ sind im Supermarkt noch einige andere Dinge vorgeschrieben. Diese Verhaltensweise sollte man im Supermarkt lieber nicht an den Tag legen:

  • Die Maske unter die Nase ziehen, um tief durchzuatmen.
  • Den Einkaufswagen einfach irgendwo im Gang stehenlassen, sodass jede:r Kund:in darüber stolpert.
  • Zu wenig Abstand zu den Kassierenden und den anderen Einkaufenden halten.

Statistiken: Dieses Verhalten ist im Supermarkt am nervigsten

Das Magazin myMarktforschung.de hat überdies herausgefunden, welche Verhaltensweisen die Menschen in den Märkten am meisten nerven. Es wurden 1.058 Personen von 18 bis 70 Jahren im Jahr 2016 befragt. Hier sind die Zahlen und Fakten auf einen Blick:

  • 75,5 % der Kund:innen fühlen sich gestört, wenn Andere die Gänge blockieren, um sich zu unterhalten.
  • 82,8% stört es, wenn sich andere an der Kasse vordrängeln.
  • Gut 50 % der Menschen stört es, wenn die Kassierenden nicht „Guten Tag“ oder „Auf Wiedersehen“ sagen.
  • 51% stört es, wenn die Kassierenden langsam arbeiten. Bei Frauen sind es nur 44%.
  • 40% der Männer stört es, wenn die Kassierenden zu schnell arbeiten. Bei Frauen sind es 49 %.

Dieses Verhaltensweise macht Mitarbeitende sauer

Problematisch wird es erst dann, wenn die Mitarbeitenden bei Aldi und Co. durch das Verhalten der Kund:innen behindert oder verschlechtert wird. So wie beispielsweise bei dieser Verhaltensweisen:

„Nur noch eben kurz…“

Viele Kund:innen kommen erst kurz vor Ladenschluss in den Supermarkt gehetzt, um „nur noch ganz schnell“ ein paar Sachen einzukaufen. Wer drei Minuten vor 21 Uhr eine Aldi-Filiale betritt, der kann sich aber sicher sein, dass dies den Arbeitstag der Mitarbeitenden verlängert. Denn obwohl sie dazu aufgefordert sind, Kund:innen aus dem Laden zu komplementieren, wenn die Öffnungszeiten überschritten sind, schiebt sich der Feierabend der Mitarbeitenden immer weiter nach hinten. Das ist auch für dich unangenehm, wenn du der oder die Kund:in bist, der oder die das verursacht hat.

„Ich bin doch nicht krank…“

In den Supermarkt zu stürmen ist seit der Corona-Pandemie nur noch mit Maske möglich. Eigentlich müssten wir uns so langsam daran gewöhnt haben. Manche Menschen sträuben sich aber noch immer hartnäckig dagegen, ihren Mund-Naen-Schutz aufzusetzen. Mitarbeitende im Supermarkt reagieren darauf meist einfach nur noch genervt und nicht allzu sauer. Doch es ist einfach anstrengend den Unbelehrbaren immer wieder erklären zu müssen, warum das Tragen einer Maske so wichtig ist.

„Das haben Sie sicher hinten versteckt …“

Sonderangebote können der eine und einzige Grund für einige Menschen sein, um überhaupt etwas einzukaufen. Gerade deswegen sind besonders gute Angebote oft sehr schnell ausverkauft. Viele Kund:innen wollen das aber wohl nicht wahr haben, sondern versuchen trotzdem immer wieder, die Mitarbeiter dazu überreden, noch einmal im Lager nachzuschauen, ob es nicht doch noch ein Exemplar dort gibt.

An der Kasse wird dieses Verhalten besonders schlimm

Es ist die eine Sache kurz vor der Sperrstunde noch in den Supermarkt zu kommen und dort ein Laib Brot und ein Kilo Tomaten zu kaufen. Eine ganz andere Sache ist es, wenn du versuchst einen Großeinkauf in die paar restlichen Minuten zu quetschen. Menschen, die nach Ladenschluss noch mit einem besonders vollen Einkaufswagen um die Ecke kommen, sollten sich wirklich was schämen.

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