Die morgige Dienstag ist der große Tag der Entscheidung. Dann nämlich kommen Bund und Länder wieder einmal zusammen, um über eine mögliche Verlängerung des Lockdowns zu sprechen. Schon jetzt sickert durch: Eine Verlängerung über dne 10. Januar hinaus ist mehr als wahrscheinlich.

Doch das reicht vielen Experten und Politikern nicht. So fordert SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach jetzt einen unbefristeten Lockdown bis die Inzidenz der Corona-Infektionen wieder sinken. Doch wie soll das bitteschön gehen?

„Der Lockdown sollte nicht zeitlich befristet werden“

Es ist eine unbequeme Forderung, die Karl Lauterbach da ausspricht. Der Politiker plädiert für einen „konsequenten“ und unbefristeten Lockdown. Der Passauer Neuen Presse sagte er: „Wir müssen die Neuinfektionen deutlicher reduzieren als bisher geplant.“ 

Grund für diese Maßnahme sei auch die Mutation des Virus. „Ein Inzidenzwert von 50 reicht nicht aus, weil wir es in Zukunft wahrscheinlich mit einer Virus-Variante zu tun haben werden, die wesentlich ansteckender ist als die bisher in Deutschland verbreitet“, erklärte er dem Blatt. 

Statt 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen müsse der Wert auf 25 gesenkt werden. „Der Lockdown muss weitergehen und sollte nicht zeitlich befristet werden, sondern auf den Zielwert von 25 ausgerichtet werden, sagte Lauterbach.

Karl Lauterbach Bundestag
Karl Lauterbach plädiert für einen unbefristeten Lockdown.(Photo: imago images / Stefan Zeitz)

„Wir haben die schlimmsten 3 Monate der Pandemie vor uns.“

Damit nicht genug. Gegenüber der Rheinischen Post machte der SPD-Gesundheitsexperte wenig Hoffnung auf Besserung: „Wir werden jetzt die schlimmsten drei Monate der gesamten Pandemie mit hohen Infektions- und Todeszahlen vor uns haben“. Ab April, so Lauterbach, sei aber durch Licht am Ende des Tunnels erkennbar. Die Kombination aus besserem Wetter und mehr verfügbarem Impfstoff könnte eine Entspannung bringen. 

Doch müssen wir dann auch bis April mit einem harten Lockdown rechnen? So konkret wird Karl Lauterbach nicht. Auf Twitter spricht der Politiker zumindest von einer Verlängerug der Maßnahmen bis weit in den Februar hinein. „Die Inzidenz, mit der wir aus dem jetzigen Lockdown herausgehen, entscheidet das Schicksal der nächsten 6 Monate. Lieber jetzt harte und teure 6 Wochen als dann katastrophale und noch viel teurere 6 Monate“, schrieb er in einem Tweet. 

Das würde also mindestens einen harten Lockdown bis zum 22. Februar bedeuten. Ob bis dahin die Zahlen bis dahin tatsächlich wieder sinen werden, ist fragblich. Am Sonntag lag der Inzidenzwert in Deutschland bei 139,6.

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Und wie sieht Virologe Christian Drosten die Lage? Im Interview verrät er, wovon es abhängt,  ob sich die Situation wieder entspannt. 

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crlnmyr