Deutschland hat seinen Corona-Impfplan festgezurrt!

Demnach sollen zuerst die Älteren bevorzugt werden. Das liegt auch daran, dass „jeder zweite Todesfall ein über 80-Jähriger ist„, erklärt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Doch es gibt auch ganz andere Meinungen zu dem Thema. So plädieren einige Experten dafür, zuerst die Jüngeren gegen Corona zu impfen. Ein Land, das sich für diesen gänzlich anderen Weg entschieden hat, ist das beliebte Urlaubsziel Indonesien. 

Doch: Wie sinnvoll ist der Impfplan von Indonesien wirklich? Wie aussichtsreich ist es, zuerst die Jüngeren zu impfen? wmn klärt auf.

Impfplan von Indonesien: Zuerst die Jüngeren impfen

In Großbritannien, dem westeuropäischen Land, das als erstes mit den Corona-Impfungen begonnen hat, wurde zuerst eine 91-jährige Frau geimpft. Und auch in den USA wurde der Impfstoff bereits zugelassen und das Vakzin zuerst den älteren Menschen verabreicht. Anders hingegen sieht es in Indonesien aus. 

Kanzlerin Merkel erklärt im Video, was passiert, wenn sich die Mehrheit der Deutschen nicht impfen lässt.

Vor ein paar Tagen kam in dem asiatischen Land der Impfstoff der chinesischen Firma Sinovac an und soll nicht an die älteren sondern zuerst an die jüngeren Menschen verabreicht werden. Und damit auch an diejenigen, die mitten im Arbeitsleben stehen. An die, die somit am mobilsten und aktivsten sind.  „Wenn die aktivste und exponierteste Bevölkerungsgruppe – die 18- bis 59-Jährigen – geimpft ist, bildet diese  eine Festung, die dann auch die anderen Gruppen schützt„, erklärt Amin Subandrio, der Direktor am  Eijkman-Institut für molekulare Biologie in Jakarta der  Nachrichtenagentur Bloomberg. 

Da Indonesien nur eine begrenzte Anzahl an Impfstoffen zur Verfügung stehen, sei es aus seiner Sicht nicht so effektiv, zuerst die älteren Menschen zu impfen. Das liegt unter anderem auch daran, dass die Älteren nicht mit so vielen anderen Menschen in Kontakt kommen wie die Jüngeren. In Indonesien sollen deshalb auch Pflegekräfte und medizinisches Personal schnellstmöglich die Vakzine erhalten. Geimpft werden, das soll vor allem dort passieren, wo es bisher die meisten Corona-Infektionen gab: Auf den Inseln Java und Bali. Anschließend sollen andere Regionen und andere Berufsgruppen an der Reihe sein.

Indonesiens Impfplan: Ein Plan für andere Länder?

Laut der indonesischen Regierung reicht es für eine Herdenimmunität, wenn sich zwei Drittel der 18- bis 59-Jährigen impfen lassen. Da die Corona-Impfstoffe für ärmere Länder wie Indonesien eine „erhebliche finanzielle Belastung“ darstellen, geht es Indonesien nicht um den besten Weg, wie die Zeitung Welt schreibt, sondern um den am wenigsten schlechten Weg. Also das kleinere Übel. Denn es sollen nur diejenigen geimpft werden, die am ehesten andere Menschen mit dem Coronavirus anstecken.

Damit könnte der indonesische Ansatz eine Art Vorbild für ähnliche Länder werden. Einzige Voraussetzung dafür ist nur, dass der Plan aufgeht.

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