Jede Woche laufe ich fast euphorisch zum Supermarkt und durchstöbere die Prospekte von Aldi, Lidl und Co. nach günstigen und limitierten Angeboten. Schnäppchen zu schlagen gehört beim Einkaufen für mich einfach dazu und wenn ich dann eins gemacht habe, bin ich mehr als zufrieden. Doch wusstest du, dass all das und noch viel mehr zur Marketing-Strategie der Supermärkte gehört und das nur aus einem Grund: Uns das Geld aus der Tasche zu ziehen. Mit welchen 5 Tricks du in die Irre geführt wirst, haben wir für dich recherchiert.

Diese Tricks ziehen dir das Geld aus der Tasche

Hast du dich zum Beispiel schon einmal gefragt, warum die Musik sich schnell und impulsiv ändert, wenn der Laden immer voller wird? Damit will der Einkaufsladen erreichen, dass der oder die Kund:in angetrieben wird, schneller den Laden zu verlassen. Aber auch andere fiese Maschen spielen dem Unternehmen in die Tasche. Lies hier, warum diese Verkaufsstrategien den Geldbeutel der Kundschaft schmälert.

1. Spontankäufe in der Warteschlange

Was gibt es Nervigeres als in der Schlange darauf zu warten, dass man endlich seine Einkäufe auf das Band legen kann? Zum Glück stehen an der Kasse eine Menge Produkte, mit denen man sich den lieben langen Tag ablenken kann. Egal ob Süßigkeiten, Zeitschriften oder Sonderangebote, die Auswahl hier ist meist riesig. Auch hierbei handelt es sich um eine Marketing-Strategie, da der Supermarkt genau weiß, dass Langeweile meist zu Spontankäufen führt.

Wenn du zu langer an der Kasse wartest, kann sich dein Einkaufswagen noch einmal mehr füllen. Credit: Getty Images/ Kelvin Murray

2. Produkte die gut riechen

Du kommst in den Supermarkt hinein und der Eingang begrüßt dich bereits mit wohlriechenden Düften von frischen Brötchen und anderen Backwaren? Mit diesem Trick möchten die Läden erreichen, dass dein Appetit gesteigert wird und du bereits jetzt schon deinen Einkaufswagen mit Leckereien füllst.

3. Teure Produkte immer auf Augenhöhe

Ein Trick, der einfach, aber effektiv ist, ist die sogenannte Bückware. Produkte, die günstig sind, stehen im Regal meist tief unten, während teurere Produkte immer auf Augenhöhe sind. Kund:innen greifen dementsprechend natürlich zur bequemeren Alternative, um sich das Bücken zu ersparen, was dem Supermarkt natürlich ordentlich Gewinn einräumt.

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Im Supermarkt-Regal befinden sich die günstigen Produkte meist ganz unten. Credit: IMAGO / ITAR-TASS

4. Kleingedrucktes verraten Schwindel

Du kaufst seit Jahren deinen Kaffee in deinem Lieblings-Supermarkt und bist total froh darüber, dass sich der Preis bisher noch nicht verändert hat? Dann schau dir beim nächsten Mal auf jeden Fall das kleingedruckte an. Denn auch wenn sich der Preis scheinbar niemals ändert, kann das bei der Mengenangabe schon wieder anders aussehen. Die Folge: Du bezahlst zwar immer den gleichen Preis, bekommst dafür aber weniger Produkt. Da dies meist ganz klein auf der Verpackung steht, fällt das der Kundschaft oftmals nicht auf.

5. Fensterloser Supermarkt

Dass viele Supermärkte keine Fenster haben, ist nicht etwa Zufall, sondern totale Absicht. Nicht nur, dass fensterlose Läden einem das Gefühl geben, an einem sicheren und gemütlichen Ort zu sein, den man so schnell nicht mehr verlassen möchte. Es wird einem durch fehlende Fenster auch das Zeitgefühl genommen. Die Folge: Der oder die Kund:in bleibt länger im Supermarkt und gibt dementsprechend auch mehr Geld aus.

Doch nicht nur die Gewinnmaximierung ist Grund für die fehlenden Fenster im Supermarkt, auch Produkte können durch das Sonnenlicht zu Schaden kommen, wenn bei großer Hitze zum Beispiel die Schokolade schmilzt. Durch die Sonneneinwirkung können aber auch Verpackungen ausgeblichen wirken und werden von den Kund:innen dann meist nicht in den Einkaufswagen gepackt. 

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Durch fehlende Fenster im Supermarkt gibt die Kundschaft meist mehr Geld aus. Credit: Getty Images/ FangXiaNuo

Logistisch gesehen sind Fensterfronten im Supermarkt ebenfalls sehr schwierig umzusetzen. Gerade in Großstädten ist Verkaufsraum sehr teuer. Ein Supermarkt, der auf natürliches Licht durch Fenster setzen möchte, müsste demnach mehr Fläche anmieten, damit neben Fensterfronten auch die Regale mit den entsprechenden Waren Platz finden. Ein Vorhaben, welches extrem teuer ist und sich meist nicht rentiert.

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