Große Discounter werden nach und nach vom Onlinehandel überrollt und in ‚Gefahr‘ gebracht. Gerade deshalb suchen Edeka, Rewe und Co. nach dem perfekten Supermarkt der Zukunft. Geschäfte ohne Personal, ohne Kassen oder selbst fahrende Kiosks könnten schon bald unser neuer Alltag sein.

Supermarkt der Zukunft oder: der fahrende Kiosk

In Köln wird von Rewe und Vodafon eine neue Form des Supermarkts getestet. Hierbei soll es sich um den „europaweit ersten autonom fahrenden Kiosk“ handeln. Ohne Verkäufer:in oder Fahrer:in soll das kleine Snackmobil im Kölner Gewerbecampus Carlswerk Menschen auf Zuruf einen Snack oder ein Getränk bringen. Ein einfaches Winken lotst das Mobil von seiner Dauerschleife durch das Gelände direkt zum Kunden oder zur Kundin und versorgt diese mit allem, was das Herz begehrt. Die Bezahlung erfolgt hierbei kontaktlos.

Momentan wird der fahrende Kiosk noch von einem menschlichen Betreuer begleitet, doch dies soll auch schon bald der Vergangenheit angehören. Der Kiosk soll ohne menschliche Hilfe auskommen und seine Kund:innen mobil versorgen.

Supermarkt der Zukunft oder: die „Pick & Go“ Variante

Ein andere Variante des Supermarktes der Zukunft erschafft Rewe mit dem Konzept des „Pick & Go“. Die kleine Filiale kommt komplett ohne Kassen aus. Die Kund:innen müssen sich per App bei Betreten des Discounters einchecken, packen die gesuchte Ware ein und gehen wieder. Kameras, Sensoren und Computer überprüfen, ob alles mit rechten Dingen zugeht. Die neuste Technologie erkennt, welche Produkte von den Kund:innen eingepackt wird, eine Rechnung wird erstellt und das Geld abgebucht. So einfach kann Einkaufen sein.

Bis September soll dieses Konzept als Test über die Bühne laufen. Allerdings müssen sich die, die gerne Menschenkontakt haben, nicht fürchten: Es gibt auch die Möglichkeit, ganz normal einzukaufen mit Bezahlung an der Kasse inklusive.

Supermarkt der Zukunft oder: der ‚Geistersupermarkt‘

Edeka treibt das Konzept von Rewe noch ein Stück weiter. Denn in einem Bahnhof im baden-württembergischen Renningen wird ein hochautomatisierter Tiny-Sore getestet. Dieser kommt ganz ohne Personal aus und ist rund um die Uhr geöffnet. Die Ware lässt sich per App oder Touchscreen bestellen und ein Greifroboter erledigt dann den Rest. Die gewünschten Produkte werden hinter dem Verkaufsraum zusammengestellt und dann zu einem Abholschalter transportiert. Auch hier wird wieder per Karte oder online per App bezahlt.

Die Digitalisierung ist also definitiv in den Supermärkten der Zukunft angekommen. Durch den Druck der Onlinehändler:innen wird es immer schwieriger für die Discounter, zu überleben. Gerade in der Corona-Zeit ist der Online-Handel extrem in die Höhe geschossen. Die 24-stündige Erreichbarkeit von Websites ist ein großer Vorteil, den das Internet gegenüber den handelsüblichen Supermärkten hat. Mit dem Konzept des „Tiny Stores“ von Edeka oder dem „Pick & Go“ von Rewe wird in die Richtung dieses Onlinehandels gelenkt. Man fragt sich nur, wie die beruflichen Aussichten für Mitarbeiter:innen dieser Supermärkte aussehen, wenn man zukünftig gänzlich ohne Personal auskommt.

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