Seit Ende letzten Jahres hat sich der europäische Energie-Markt stark verändert. Die Strom- und Gaspreise sind in die Höhe geschlagen. Die Folge: Anbieter kündigen nun günstige Verträge, wie zum Beispiel bei Stromio oder Gas.de. So kannst du die hohen Preise umgehen oder dich gegen eine Kündigung wehren.

Strom- und Gaspreis schnellt in die Höhe: So kannst du dich wehren

Wer sich derzeit einen neuen Vertrag für Strom oder Gas suchen muss, wird blechen müssen. Seit letztem Herbst befinden wir uns nämlich mitten in einer Energiepreiskrise. An den Strombörsen gibt es Preise mit bis zu 500 Euro pro Kilowattstunde, 150 Euro pro Kilowattstunde für Gas.

Nun kapitulieren die ersten Stromdiscounter: Stromio hat Insolvenz angemeldet und allen Kund:innen gekündigt. Wer sich dann nicht rechtzeitig um einen neuen Anbieter kümmert, muss auf den meist teuren Grundversorger zurückgreifen. (Tatsächlich kann es aber durch den Markt sein, dass bei dir der Grundversorger gerade am günstigsten ist.)

Vergleichen und Widerspruch einlegen: Das sagt die Verbraucherzentrale

Stromdiscounter können sich auf dem Markt oft nicht lange halten oder versuchen, die Kund:innen mit der Kündigung von günstigen Verträgen loszuwerden. Die kommen zustande, da der Strom dort eingekauft wurde, als er noch günstiger war. Dieses Vorgehen kritisiert nun auch die Verbraucherzentrale.  „Das ist eine Politik der Stromdiscounter auf dem Rücken der Kunden, die aus unsere Sicht rechtlich auch überhaupt nicht zulässig ist.“

Wer einen neuen Strom- oder Gasanbieter braucht, sollte also nicht nur die Preise auf entsprechenden Portalen vergleichen und regelmäßig wechseln, sondern sich auch den Anbieter genau anschauen.

Kund:innen, deren Stromvertrag nun gekündigt wurde sind auch nicht komplett wehrlos. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, einen Widerspruch gegen die Kündigung einzulegen. Auch der Schadensersatz soll von den Kund:innen eingefordert werden. Hier gibt es dazu entsprechende Vorlagen.

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