FFP2-Maskenpflicht im Bahnverkehr, Homeoffice-Pflicht, deutliche Kontaktbeschränkungen und eine nächtliche Ausgangsperre – das sind laut mehreren Medienberichten die Maßnahmen die beim nächstemn Corona-Gipfel von Bund und Ländern beschlossen werden könnten.

Gerade die nächtliche Ausgangsperre gilt als umstritten. wmn erklärt, was hinter dieser Maßnahme steckt. 

Die nächtliche Ausgangsperre kommt

In den letzten Tagen hatte sich immer mehr herauskristallisiert, dass Deutschland aufgrund der hohen Zahlen an Corona-Neuinfektionen deutlich härtere Maßnahmen ergreifen muss. 

So wurde der Corona-Gipfel kurzerhand auf den morgigen Dienstag vorverlegt und im Vorfeld mehrere Maßnahmen diskutiert. Sicher scheint laut  der Tagesschau und Business Insider eine nächtliche Ausgangssperre. Dem hätten die Länder bereits zugestimmt. Es sei nur noch nicht klar, von wann bis wann sie gelte und ob sie erst ab einer bestimmten Inzidenz in Kraft treten solle. 

Im Video: Diese Corona-Beschränkungen gelten gerade in Deutschland.

Sinn nächtlicher Ausgangsperren umstritten

Doch warum wird die nächtliche Ausgangssperre tatsächlich verhängt? Laut SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach sprach sei eine Ausgangsperre ab 20 Uhr aus seiner Sicht für drei Wochen vertretbar. Das Wachstum der Mutation müsse unbedingt verhindert werden, sonst verbreite sie sich „schneller, als wir impfen können“.

Allerdings ist die Wirkung einer nächtlichen Ausgangssperre umstritten. So zweifelte der Medizinstatistiker Gerd Antes schon im Dezember den Sinn der Maßnahme im Interview mit dem SWR stark an, als in Hotspot-Regionen Baden-Württembergs bereits nächtliche Ausgangsperren galten. So würden seiner Meinung nach die Maßnahmen einfach verschärft werden, ohne zu unetrsuchen, woran es läge, dass die Infektionszahlen trotz Lockdown nicht sinken. Zu der nächtlichen Ausgangssperre sagte er: „Ich habe größten Zweifel, dass die überhaupt einen Effekt haben.“

Die nächtliche Ausgangsperre wird in anderen Ländern immer wieder zur Eindämmung des Virus eingesetzt. So gilt beispielsweise in unserem Nachbarstaat Frankreich die Maßnahme Regelung für die nächsten zwei Wochen.

Wie lange geht der Lockdown wirklich noch? Laut Kanzlerin Merkel ist bis Ostern mit großen Einschränkungen zu rechnen.