Die Justizeinrichtungen unserer Welt stehen vor einer riesigen Herausforderung: Sie müssen es irgendwie hinbekommen, dass die bereits frustrierten Menschen die Coronaregeln einhalten. Und wie machen sie das? Auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Wir zeigen einen kleinen Ausblick darauf, wie kreativ man im Durchsetzen der Regeln werden kann und welche Strafen den Menschen in den verschiedenen Teilen der Welt drohen.

1. Coronastrafen in Deutschland

Deutschland ist – ihr habt es euch wahrscheinlich schon fast gedacht – nicht ganz so kreativ im Regelnausdenken. Jedes Bundesland hat hier einen Bußgeldkatalog erstellt, indem die genauen Geldstrafen für eine Nichtbeachtung der Regeln aufgeführt ist. 

In Baden-Württemberg kostet der Aufenthalt außerhalb der Wohnung oder Unterkunft ohne triftigen Grund 50 – 500 €, wobei es immer Ermessen der jeweiligen Polizist:innen liegt, welches Bußgeld anfällt. Wer die 15 Kilometer-Regel in betroffenen Gebieten nicht einhält, dem drohen ebenfalls Strafen von bis zu 500 €.

2. Coronastrafen in England

Im britischen Leeds wurden bereits erste wirklich hohe Strafen auf das Nichtbeachten der Regeln verhängt. Im Januar leisteten sich dort mehrere Hundert Personen eine Schneeballschlacht. auf einem Feld. Diese wurde von der Polizei aufgelöst und den beiden “Veranstaltern” drohen nun 10.000 Pfund Geldstrafe.

Schwächen die Coronaregeln eigentich das Immunsystem?

3. Coronastrafen in Indonesien

Auf der indonesischen Paradies Insel Bali sind die Polizisten weitaus kreativer. Hier werden im Falle eines Verstoßes gegen die Maschenregel auf der Straße 150.000 Rupien fällig. Das sind umgerechnet ungefähr 10 €. Straffällig gewordene Verkehrsteilnehmer können sich entscheiden, ob sie das Bußgeld zahlen wollen, oder 20 Liegestütze absolvieren. Die Sporteinheit erfolgt dann unter den strengen Augen der balinesischen Polizisten. 

Auf Java, einer anderen indonesischen Insel, wird davon berichtet, dass Masken Verweigerer noch weiter zu Public Shaming verdonnert werden. Es sind Fälle bekannt geworden, bei denen die Betroffenen öffentlich die Nationalhymne singen mussten. Teilweise wurden sie auch dazu verdonnert, an Beerdigungen von unbekannten Covid-19-Opfern teilzunehmen. 

Mit den meisten Coronaregeln haben wir uns bereits angefreundet. So ist es vollkommen normal geworden, dass wir uns im Supermarkt an einige Maßnahmen halten müssen. Auch nächtliche Ausgangssperren sind in vielen Ländern keine Neuerung mehr.