Wenn wir daran denken, wie wir das Klima schützen wollen, denken wir oftmals ans Fliegen, Autofahren oder an Ökostrom. Viele vergessen dabei jedoch, dass auch die Auswahl der Lebensmittel einen Einfluss aufs Klima hat. Nur: Welche Lebensmittel sind am klimaschädlichsten? wmn erklärt es dir.

Was sind die klimaschädlichsten Lebensmittel?

Tatsächlich denken viele direkt an Rindfleisch, wenn es um klimaschädliche Treibhausgase geht. Zwar ist die Co2-Bilanz von Rindfleisch wirklich nicht gut. Aber es gibt ein Lebensmittel, das noch klimaschädlicher ist als Rindfleisch. Nämlich die Butter.

1. Butter

Butter gehört für viele Menschen einfach zur Ernährung dazu.. Das zeigen auch Statistiken. Demnach verbraucht jeder Deutsche ungefähr 6 Kilogramm Butter pro Jahr. Doch was macht Butter eigentlich zum klimaschädlichen Lebensmittel? 

Tatsächlich ist es die Herstellung, denn für ein Kilogramm Butter werden 18 Liter Kuhmilch benötigt, die aufwendig verarbeitet werden müssen und deshalb viel Energie verbrauchen. Hinzu kommt, dass für die Milch natürlich viele Kühe gehalten werden müssen, die das klimaschädliche Methangas ausstoßen. Hinzu kommen noch weitere Emissionen, etwa durch den Transport und vor allem die notwendige Kühlung Insgesamt werden laut Öko-Test pro Kilogramm Butter 24 Kilogramm Co2 Äquivalente ausgestoßen.

2. Rindfleisch

Auf Platz zwei der klimaschädlichen Lebensmittel steht das Rindfleisch, das wahrscheinlich viele von uns mit dem Klimawandel in Verbindung bringen. Kein Wunder, denn für ein Kilogramm des Fleisches werden 13 Kilogramm Co2 verbraucht. Hinzu kommt, dass Rindfleisch Unmengen an Wasser verbraucht.

Klimaschädliche Lebensmittel
Rindfleisch ist eines der klimaschädlichsten Lebensmittel(Photo: Dmitriev Mikhail/ Shutterstock)

3. Käse

Auch Käse ist ein klimaschädliches Lebensmittel. Denn ähnlich wie bei der Butter verbraucht die Herstellung auch viel Milch. Pro Kilogramm Käse werden circa acht Kilogramm Co2-Äquivalente ausgestoßen. Wer seine Klimabilanz verbessern will, sollte zu fettarmen Käsesorten greifen, denn für diese wird weniger Milch gebraucht. Eine andere Alternative ist der Umstieg auf veganen Käse

4. Tiefgekühlte Pommes

Auf Platz vier der klimaschädlichen Lebensmittel stehen Tiefkühl-Pommes. Zwar werden für die Pommes keine Tiere aufgezogen, die klimaschädliche Gase ausstoßen. Dennoch verbraucht die Verarbeitung von Pommes viel Energie. So werden beim Frittieren und Tiefkühlen 5,7 Kilogramm Co2Äquivalente produziert.

dunkle Schokolade
Schokolade ein echter Klimasünder.(Photo: YelenaYemchuk, i stock)

5. Schokolade

Unsere heiß geliebte Schokolade hat es leider auf den fünften Platz geschafft. Wieso? Weil Kakao extrem viel Wasser verbraucht und in der Schokolade natürlich auch viel Milch steckt. Hinzu kommt aber auch, dass für die Herstellung oftmals Palmöl genutzt wird – und dafür werden Regenwälder abgeholzt. Die Gesamtbilanz von Schokolade: Circa 3,5 Kilogramm Co2 Äquivalente pro Kilogramm. 

Übrigens: Der Klimawandel bedroht auch den Kakaoanbau! Denn steigende Temperaturen könnten in den nächsten Jahren zu trockeneren Feldern und damit Ernteausfällen führen. Mit verheerenden Folgen für die Kakaobauern.

6. Schweinefleisch & Geflügel

Und zu guter Letzt gehören aber auch Schwein und Geflügel zu den Klimasünden. Zwar stoßen Hühner kein Methangas aus, dennoch verbrauchen sie mit ihrer Haltung sehr viel Platz und Futter. Für den Futteranbau werden viele große Flächen genutzt, zudem wird das Futter auch oft importiert.

Unterm Strich verbrauchen die beiden Fleischsorten circa 3,4 Kilogramm Co2 Äquivalente pro Kilogramm.

Fazit: Klimaschädliche Lebensmittel meiden

Auch wenn der Klimawandel auf politischer Ebene bekämpft werden muss, etwa indem nachhaltiger gebaut oder die Mobilität klimafreundlicher werden muss, können wir mit unserer Ernährung auch aktiv etwas für den Klimaschutz tun. Denn laut der Verbraucherzentrale Bayern entstehen 15 % unserer Emissionen pro Kopf durch unsere Ernährung.

Sei dir im Alltag darüber bewusst, dass manche Lebensmittel klimaschädlicher sind als andere. Wenn du deine eigene Klimabilanz verbessern möchtest, kannst du es ja mal mit einigen veganen Alternativen probieren. Diese Apps unterstützen dich dabei, vegan einzukaufen.

Aber auch bei der Ernährung muss nicht der Grundsatz gelten: ganz oder gar nicht. Denn Babyschritte sind immer noch besser als gar keine Schritte. Ein Anfang könnte ja zum Beispiel sein, kein Rindfleisch mehr zu essen und stattdessen zu Schwein und Geflügel umzusteigen. 

Zudem solltest du saisonales Obst und Gemüse bevorzugen und möglichst regionale Produkte kaufen, um die langen Transportwege und damit klimaschädliche Emissionen zu vermeiden.

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