Nun steht es fest: Der Gesundheits-Experte aus der SPD Karl Lauterbach wird unser neuer Gesundheitsminister. Auf Twitter und Co. findet man eine Menge Zuspruch, jedoch sind die Fehler seines Vorgängers Jens Spahn ziemlich verheerend. Kann er diese Fehler wirklich alle wettmachen?

Karl Lauterbach: So sind die überparteilichen Meinungen

Von Parteimitglied und dem künftigen SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert heißt es auf Twitter: „Nikolaus ist, wenn Wünsche erfüllt werden. Ihr wolltet ihn – ihr kriegt ihn. Gesundheitsminister Karl Lauterbach.“

Auch überparteilich freut man sich über die Wahl. CDU-Vorsitzkandidat Norbert Röttgen freue sich für Lauterbach, denn er habe „sich aus seiner Persönlichkeit, seinem Intellekt und Engagement heraus ein unglaubliches Vertrauen in der Gesellschaft erarbeitet“ und würde zu Recht belohnt, schreibt er auf Twitter. Röttgen wünsche ihm bei seiner „neuen Aufgabe als Gesundheitsminister viel Erfolg“.

Vorgänger Jens Spahn (CDU), drückte ebenfalls seine Glückwünsche „zu dieser schwierigen, aber auch schönen Aufgabe“ aus. „Ich wünsche Ihnen dabei viel Erfolg und eine glückliche Hand. Denn es geht um unser Land. Die Bewältigung dieser Pandemie bleibt eine Gemeinschaftsaufgabe.“ so Spahn via Twitter.

Kann er die Fehler seines Vorgängers ausmerzen?

Die Maskenaffäre, der verspätete Start der Impfkampagne, oder die Menge der Impfdosen: Bis zuletzt gab es immer wieder Kritik an dem scheidenden Gesundheitsminister, obwohl seine Beliebtheitswerte noch im Winter sehr gut waren. Wird Karl Lauterbach seine Fehler ausgleichen können oder begeht er eventuell sogar die gleichen? Das zweifeln nun einige an. Das spricht dafür und dagegen:

  • Wenn es um den Hintergrund der beiden Männer geht, ist es auf jeden Fall klar, wer kompetenter für den Job ist: Jens Spahn ist ausgebildeter Bankkaufmann, Karl Lauterbach hat sogar  Epidemiologie und Gesundheitsökonomie in Harvard studiert. Er ist also ein echter Gesundheits-Experte.
  • Wie ihr vielleicht schon wisst, hat Lauterbach schon vor Amtsantritt immer wieder die Regierung beraten.
  • Komplett ausmerzen kann Lauterbach aber die Fehler wahrscheinlich nicht. Die Bestellungen für die Impfungen ja schlecht rückgängig machen.
  • Die Kontaktbeschränkungen und anderen Maßnahmen entscheidet der künftige Gesundheitsminister ebenfalls nicht alleine.

Zwar kann Karl Lauterbach mit seinem Hintergrund überzeugen, jedoch kommt auf ihn eine große Aufgabe hinzu. Wir sind gespannt, wie er die Aufgabe meistern wird.

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