Die Grillzeit hat begonnen. Im Sommer wird eigentlich alles auf den Grill geworfen, was nicht niet- und nagelfest ist: Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch und immer wieder Würstchen. Doch gerade Grill-Bratwürstchen sind vielen Menschen sehr wenig bekömmlich: Sie sind sehr fettig, hochkalorisch und nicht zählen nicht unbedingt zu den gesündesten Lebensmitteln. Es gibt aber eine gesunde Alternative zu Bratwürstchen – echt lecker und fast ohne Kalorien.

Grillen mit Bratwurst: Das ist so ungesund, das glaubt man kaum

Bratwürste sind so ziemlich der Antichrist für alle Gesundheitsfanatiker:innen. Nicht nur, dass die Würste aus Schwein oder Rind bis zu 400 kcal pro Stück haben – je nach Größe. Sie sind außerdem sehr fettig. Bis zu 30 % der Wurst ist pures Fett.

Krebsrisiko Bratwurst: Nicht nur der schlanken Linie wegen achten viele Menschen derzeit darauf, sich beim Grillen mit Freund:innen nicht mit Bratwürstchen vollzustopfen. Die so harmlos aussehende Wurst kann nämlich durchaus krebserregend sein. Der Grund dafür ist, dass das Fett in der Wurst mit der Hitze des Grills reagiert. Sobald die Wurst auf dem Grill liegt, tropft nämlich ein Teil des Fettes in die Glut. Die Stoffe, die dabei entstehen, setzen sich wiederum auf der Wurst ab. Man nennt sie polyzyklische Aromastoffe (PAK) und gelten als sehr krebserregend.

Eine Bratwurst kann also genauso krebserregend sein wie eine Zigarette. Die WHO hat Bratwürste deswegen auf die Liste der krebserregenden Konsumgüter gesetzt – auf eine Stufe mit Zigaretten.

Grillen Freunde Park Spaß Sommer
Grillen wird dieses Jahr richtig schön gesund. Credit: Foto: istock/alvarez /

Die Lösung: Unfassbar gesunde Grill-Bratwürstchen

Es gibt zum Glück eine Lösung für das Bratwurstproblem: Sie ist vegan, gesund, günstig und zudem auch noch ziemlich köstlich. Eine einfache Möhre kann (mit der richtigen Zubereitung) die Bratwurst ersetzen.

Möhren sind supergesund: Sie enthalten wichtige Ballaststoffe und Mineralien und kommen mit nur 33 kcal pro 100 Gramm daher. Wir zeigen dir, wie du die Möhren-Bratwurst herstellst.

Benötigte Zeit: 1 Tag.

Möhren-Bratwurst

  1. Vortag: Möhren vorbereiten

    Je nachdem wie viele Bratwürste du brauchst, schälst du deine Möhren am Vortag. Danach packst du sie in die Gefriertruhe.
    Das Wasser in den Zwischenräumen der Zellen tritt während des Gefrierprozesses heraus. Die Möhre bekommt eine neue Struktur.

  2. Möhren auftauen

    Hole die Möhren ein paar Stunden vor dem Grillen aus dem Gerfrierschrank. Beim Auftauen sollten sie ganz weich und gummiartig sein.

  3. Marinieren

    Um das richtige Aroma zu bekommen, solltest du deine Möhren richtig würzen. Dafür brauchst du viel Salz, Pfeffer, Paprikapulver und vielleicht ein wenig Bratwurstgewürz. Mische alles zusammen, gib Öl hinzu und lege die Möhren darin ein.

  4. Grillen

    Die marinierten Möhren kannst du nun auf den Grill legen und warten, bis sie braun gebraten sind.

  5. Servieren

    Die fertigen „Bratwürste“ lassen sich sehr gut mit Kartoffelsalat, Coleslaw oder einfach in einem Brötchen verspeisen. Wie echte Bratwürste eben.

Geschmack & Konsistenz sind nicht das Gleiche

Diejenigen, die geglaubt haben, dass Grillwürstchen aus Möhren ganz ähnlich schmecken wie Grillwürstchen aus Fleisch, müssen wir schwer enttäuschen: Eine Möhre ist geschmacklich einfach anders als eine Fleischwurst. Auch die Konsistenz ist aners. Allerdings kann man mit dem richtigen Gewürz auch vegane Speisen so zubereiten, dass sie fast wie echtes Fleisch schmecken! Beispielsweise gibt es ein vegane Alternative zu Eiern: Mit ein wenig Tofu und schwarzem Salz schmeckt dein veganes Ei beinahe wie echtes Ei.