Laut der britischen Gesundheitsbehörde NHS ist Endometriose eine der schmerzhaftesten Krankheiten überhaupt. Leider trifft die Krankheit auch viele Menschen: Ungefähr jede 10. Person mit weiblichen Geschlechtsorganen ist betroffen. Da die Krankheit so schmerzhaft ist und man kaum etwas dagegen tun kann, verlangen Aktivist:innen nun, dass Endometriose als Behinderung anerkannt wird.

Darum ist es durchaus sinnvoll, Endometriose als Behinderung anzuerkennen

Endometriose ist unter Menstruierenden mit dem PCO-Syndrom eine der häufigsten Krankheiten überhaupt. Hierbei wachsen in Bauchraum Ansiedlungen von Gewebe, die dem der Gebärmutter ähneln. Die können sowohl die Geschlechtsorgane betreffen als auch den Darm sowie den gesamten Bauchraum. Die Ansiedlungen nennt man Endometriose-Herde. Wenn sie die Eierstöcke befallen, kann auch die Fruchtbarkeit davon beeinflusst sein.

Einer der Symptome der Krankheit sind starke Unterleibschmerzen, auch außerhalb der Periode, weswegen die Krankheit als Behinderung anerkannt werden soll. Leider kann man die Krankheit nur durch eine Bauchspiegelung sicher erkennen, weswegen Patient:innen jahrelang auf eine Diagnose warten.

In Großbritannien wurde das Thema laut dem britischem Magazin tyla.com sogar letzte Woche im Parlament angesprochen. Der MP (Vertreter der Region Elmet und Rothwell) sprach hierbei die Unterstützung von Endometriose-Patient:innen im Arbeitsumfeld an und die Anerkennung als Behinderung.

Auch hierzulande wird über ähnliche Regelungen diskutiert, wenn auch (noch) nicht im Bundestag. Die 19-jährige Theresia Crone, die selbst an Endometriose erkrankt ist, fordert mit einer Petition einen anderen Umgang mit der Krankheit in Form eines Aktionsplans.

Die Influencerin Anna Wilken hat ebenfalls Endometriose und spricht auf ihrem Instagram-Kanal offen über ihre Krankheit. Wir haben mit ihr in unserer Weekly Heroine darüber gesprochen.

Darauf müssen sich Patient:innen einstellen

Dafür, dass so viele Menstruierende unter der Krankheit leiden ist sie leider noch sehr unerforscht. Das liegt auch daran, dass Krankheiten die Frauen bzw. Menstruierende betreffen, schlechter erforscht werden. Deswegen und weil die Krankheit so schwer festzustellen ist, warten Patient:innen bis zur Diagnose von Endometriose im Schnitt acht Jahre.

Wenn du den Verdacht auf Endometriose hast, dann scheu dich nicht das bei deinem Gynäkologen oder deiner Gynäkologin anzusprechen. Auf der Seite der Endometriose-Vereinigung findest du weitere Informationen zu behandelnden Ärzt:innen sowie zur Behandlung.

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