Es ist ein Fehler, der eigentlich nicht hätte passieren dürfen. In Augsburg wurde eine Ausflugssperre erlassen – weil das Robert Koch-Institut einen Inzidenzwert von 200,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche bekannt gegeben hatte. 

Doch dann zeigte sich: Die Zahlen stimmen nicht.

Falscher Inzidenzwert führt zu Ausgangssperre

In Corona-Hotspots dürfen ab einem Inzididenzwert von 200 Ausgangssperren verhängt werden. Das bedeutet, dass sich die BürgerInnen für eine bestimmte Zeit nur noch in einem Radius von 15 Kilometern bewegen dürfen. Die Wirkung und Umsetzung dieser Regel ist jedoch höchst umstritten.

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Nachdem das RKI am 14. Januar die Corona-Zahlen bekannt gegeben hatte, wurde die Ausgangssperre in Augsburg erlassen. Doch bereits am 15. Januar klingelten die Alarmglocken und es wurde klar, dass der Inzidenzwert nicht stimmen kann. Das Ausflugsverbot wurde jedoch noch am Wochenende und damit insgesamt für drei Tage aufrecht erhalten. Und das, obwohl der Inzidenzwert nie die 200er-Marke überschritten hatte.

Was für eine „Pannenserie“ 

Martin Sailer, der Landrat erklärte, dass es sich dabei um ein „Zusammenspiel verschiedener unglücklicher Faktoren“ handele. Die Regierung erlaubte dann am Mittag des 17. Januars die sofortige Aufhebung der Ausgangssperre.

Der Landtagsabgeordnete Fabian Mehring hingegen äußerte sich etwas kritischer und sprach von einer „Pannenserie“ beim Testen, Impfen und Zählen im Zusammenhang mit den Corona-Regeln. Dass die Ausgangssperre vorzeitig zurückgenommen wurde, sei eine „überfällige Entscheidung“ gewesen, damit das Vertrauen in die Politik nicht erodiert.

Was hinter all dem Chaos steckt: Das Robert-Koch-Institut meldete am Montag (18.01.), dass es falsche Corona-Zahlen veröffentlicht hatte. Auch in anderen Bundesländern wie Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz sorgten die falschen Zahlen für Stirnrunzeln.

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