Nach der Entdeckung von statistischen Auffälligkeiten, wendet sich das Gesundheitsministerium mit einem überraschenden Appell an Jüngere.

Die Impfreihenfolge ist eigentlich klar: Zuerst sollen Ältere, Menschen mit Vorerkrankungen und bestimmte Berufsgruppen geimpft werden. Und erst sehr viel später kommen junge, gesunde Menschen an die Reihe.

Doch: Anscheinend versuchen momentan auch viele Personen unter 80 Jahren, eine Corona-Impfung zu ergattern.

Corona-Impfung: Mit allen Mitteln ans Ziel kommen

So erklärt das Bayerische Gesundheitsministerium, dass von knapp 1,75 Millionen Impfwilligen nicht einmal 382.000 Menschen über 80 Jahre alt sind. Deswegen richtet sich eine Sprecherin des Ministeriums direkt an die Jüngeren:Falsche Angaben führen nicht zu einer Impfung. Denn es wird vor Ort überprüft, ob die Impfwilligen tatsächlich die Kriterien erfüllen“.

Zudem zeigt sie auf, dass die vorzeitige Anmeldung nicht bedeutet, auch schnell einen Impftermin zu bekommen: „Wer sich dennoch anmeldet, verursacht vermeidbaren Aufwand, da jeder Fall geprüft wird“. 

Ausnahmen gelten bislang nur für Jüngere mit Vorerkrankungen oder für diejenigen, die in medizinischen Berufen arbeiten.

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Bald können auch die Menschen geimpft werden, die nicht höchste Priorität haben

Doch auch für jüngere Menschen ohne höchste Impfpriorität gibt es Hoffnung auf eine baldige Impfung. Denn: Im Gegensatz zu den anderen Impfstoffen soll der neue von Astrazeneca zuerst an Personen unter 65 Jahren verabreicht werden. 

Die Vakzine des Herstellers sorgte zuletzt immer wieder für Schlagzeilen. So hieß es erst, dass aussagekräftige Daten zur Wirksamkeit des Impfstoffs bei älteren Menschen fehlen. Nun aber spricht sich die WHO auch dafür aus, ihn an ältere Menschen zu verimpfen und ihn vor allem dort einzusetzen, wo es viele Mutationen gibt.

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