Ein 66-jähriger Rentner soll die beiden Briefbomben verschickt haben, die in Neckersulm im Februar dieses Jahres für Entsetzen sorgten. In der Lidl-Zentrale waren dabei drei Mitarbeitende verletzt worden. Auch an den Babynahrungshersteller Hipp soll eine solche Briefbombe geschickt worden sein. Schreckliche Ereignisse, die noch immer in Neckersulm nachklingen. Doch warum hat dieser Mann so gehandelt?

Briefbomben an Lidl & Hipp: Wer steckt dahinter?

In Heidelberg ist Anklage gegen einen Rentner erhoben worden, der wohl heimlich, still und leise zwei Briefbomben baute und diese in die Zentralen von Aldi und Hipp zu verschickten versuchte. Schon im Februar 2021 waren die Briefbomben erkannt worden. Jetzt wird der Täter wohl endlich zur Rechenschaft gezogen.

Es wurden insgesamt drei Briefbomben verschickt: An die Lidl-Zentrale in Nackarsulm (drei Verletzte), an ADM Wild (ein Verletzter) und an den Babynahrungshersteller Hipp. Die letzte Bombe konnte zum Glück entschärft werden, bevor sie ihr Ziel erreichte.

Warum hat er die Bomben verschickt?

Der Rentner hat nach Aussagen der Polizei aus Geldnot gehandelt. Der 66-Jährige ist ehemaliger Elektriker und hat wohl nur eine kleine Rente, von der er den Rest seines Lebens bestreiten muss. Aus diesem Grund, so vermutet die Staatsanwaltschaft, wollte er von Lidl und Hipp Geld erpressen – und zwar mit Briefbomben. Im Landgericht Heidelbergs wird nun in einem Prozess entschieden, ob und wie ein Prozess gegen den älteren Herrn stattfinden soll.

Woraus bestanden die Briefbomben?

In einer Pressemitteilung erklärte die Staatsanwaltschaft Heidelberg außerdem, dass der Rentner die Briefbombe wohl aus Zündholzköpfen gemacht habe. Er habe die Köpfe abgeschabt und die daraus gewonnene explosive Masse an die Unternehmen verschickt. Der Täterhat damit willentlich in Kauf genommen, dass die Personen, die das Paket öffnen, verletzt werden. Insbesondere wird betont, dass durch eine solche Art der Briefbombe vor allem die Finger schaden nehmen. Man kann sogar eine ganze Hand verlieren.

Wie genau der Rentner durch das Verschicken der Briefbombe an eine Rentenaufstockung herankommen wollte, ist nicht klar.

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