Bei diesen Anrufen haben alle Alarmglocken geschrillt – Seit einigen Tagen klingeln die Telefone in den Apotheken. Die Anrufer geben sich als Mitarbeiter der Firma Biontech aus, wollen mit den MitarbeiterInnen über den Corona-Impfstoff sprechen und Infomaterial zur Verfügung stellen. Doch dafür, so die Anrufer, bräuchten sie erst die mündliche Einverständniserklärung, um dann weitere Dokumente per E-Mail zuzuschicken. 

Der Anrufer, so berichten es zahlreiche Apotheker, sei aber schlecht zu verstehen. Darüber hinaus spreche er sehr schnell und lege schnell wieder auf. Für viele ApothekerInnen stand deswegen schnell fest: Das ist eine Betrugsmasche und kein seriöser Anruf.

Doch stimmt das wirklich? 

Apotheker erhalten ominöse Anrufe: Was steckt dahinter?

Da die Apotheken eigentlich wenig mit dem Corona-Impfstoff von Biontech zu tun haben, wundern sich die ApothekerInnen über den Anruf des Unternehmenes. Dem Portal Apotheke Adhoc gegenüber sagte ein Pharmazeut: Am Telefon sage ich schon lange nichts mehr zu. Weshalb schickt man uns nicht einfach eine Broschüre, wenn man tatsächlich Informationen verteilen möchte? Oder nutzt den Weg über die Verbände?“

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Andere ApothekerInnen sollen sich die Nummer notiert und bei Biontech nachgeforscht haben. Doch das Unternehmen konnte zuerst keine Informationen darüber geben, ob die Anrufe aus dem eigenen Hause stammen. 

Nun aber folgte das große Aufatmen: Denn Biontech stellte jetzt klar, dass die Anrufe tatsächlich von eigenen MitarbeiterInnen getätigt werden. Das Unternehmen wolle damit die Beratungsleistung stärken und ausweiten. Dass die Anrufe als unseriös wahrgenommen wurden, bedauert der Pharmariese: „Wir haben vollstes Verständnis dafür, dass bei den Apothekern und Apothekerinnen momentan aufgrund gehäufter Betrugsfälle zu Covid-Zeiten Verunsicherung herrscht“. Dennoch wurde ein großer Informationsbedarf bei Apothekern festgestellt, dem das Unternehmen gerne nachkommen will. Es wolle frühzeitig zu allen „Belangen rund um Covid-19 und den Impfstoff aus dem Hause Biontech informieren“.

Aufgrund der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sei es nur möglich, Infomaterial zuzuschicken, wenn dem vorab zugestimmt wurde. Laut Apotheke Adhoc wolle man auch in Zukunft mithilfe von Schulungen und Projekten weiter aufklären und produktneutrale Toolkits zur Verfügung stellen oder Online-Seminare anbieten.

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