Sie präsentieren in OOTD’s ihre neusten Klamotten, lunchen in den besten Restaurants und räkeln sich am Pool an einem coolen instagrammablen Ort – da kann bei vielen schon mal der Eindruck entstehen, dass Influencer:innen viel Geld verdienen. Doch der Schein trügt. Nur ein Bruchteil der sogenannten Content Creator:innen kann von den Postings auf Insta, TikTok & Co. leben. Wie wenig es wirklich sind, hat nun eine Studie enthüllt.

So wenig Influencer:innen verdienen gutes Geld

Unglaubliche 86 Prozent der jungen Amerikaner:innen wollen laut dem Influencer Report, der vom Marktforschungsinstitut Morning Consult in Auftrag gegeben wurde, Influencer:in werden. Das Interesse dürfte wohl auch hierzulande ähnlich ausfallen. Doch so lukrativ der Job durch den Filter wirkt – in der Realität ist er es gar nicht. Gerade einmal vier Prozent der Influencer:innen verdienen genug Geld mit ihren Account, um davon zu leben. Das ergab jetzt eine Umfrage der KI-Analyseplattform HypeAuditor. Für die weltweite Studie wurden über 1.800 Influencer:innen mit mehr als 1.000 Follower:innen befragt.

Demnach profitieren zwar 49 Prozent der befragten Influencer:innen finanziell von ihrem Instagram-Account, doch nur jede:r 25. Influencer:in ist durch seine oder ihre geposteten Inhalten auf der Social Media-Plattform rentabel.

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Pamela Reif hat fast 8 Millionen Follower:innen auf Instagram.Sie gilt als Mega-Influencerin und dürfte gutes Geld verdienen. Credit: Jens Schlueter / getty

Das bekommen Micro-Influencer:innen im Vergleich zu Mega-Influencer:innen

Doch was verdient denn ein:e Influncer:in überhaupt? Laut der Studie haben Micro-Influencer:innen, die zwischen 1.000 und 10.000 Follower:innen haben, im Monat durchschnittlich 1.420 US-Dollar raus. Bei Mega-Influencer:innen mit über einer Million Follower:innen sieht das schon ganz anders aus. Sie streichen im Durchschnitt monatlich 15.356 US-Dollar ein. Die besagten vier Prozent der Content Creator:innen, die angaben, von ihren Postings leben zu können, verdienen durchschnittlich 5.912 US-Dollar im Monat.

Und für was geht die meiste Zeit drauf? Laut HypeAuditor investieren Influencer:innen durchschnittlich 24 Stunden in der Woche in ihre Instagram-Accounts. Dabei geht der Großteil der Stunden für Postings, Stories und die Kommunikation mit Follower:innen drauf. Die geringste Zeit wenden sie für das Teammanagement, die Marketingstrategie und die Kommunikation mit Partner:innenn auf.

Wirklich Geld verdient wird bei den Influencer:innen durch Markenwerbung. 40 Prozent macht das bei den Content Creator:innen aus. Allerdings handelt es sich dabei oft um Tauschgeschäfte oder Geschenke. Und die müssen Influencer:innen bei der Steuer angeben, sodass sie letztlich nicht wirklich viel von den Giftings haben.

Fazit: Nicht alle Influencer:in verdienen das große Geld

Wenn du Influencer:in werden willst, um mit wenig Aufwand viel Geld zu verdienen, solltest du dich nach einem anderen Beruf umsehen. Denn hinter den Social Media-Accounts steckt viel Arbeit, die gerade zu Beginn oft unbezahlt bleibt. Wer hier nicht mit viel Leidenschaft Content kreiert und eine Marke aufbauen will, wird langfristig keinen Erfolg haben.

Und selbst wenn der Rubel endlich rollt, schadet es nicht, sich weitere Standbeine aufzubauen. Denn nur selten verdienen Influencer:innen ihr Geld ausschließlich mit Instagram & Co., sondern gründen eigene Labels, bringen Bücher heraus oder investieren ihren Verdienst in Immobilien. Denn obwohl die Branche noch immer boomt, kann es nicht schaden, auch als Influencer:in für schlechte Zeiten vorzusorgen.

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