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Diese Frage solltest du dir bei jedem Konflikt im Job stellen 

Konflikte im Job lassen sich nicht immer vermeiden. Ein Business-Coach hat nun aber verraten, welche Frage du dir stellen solltest, bevor die Wut auf der Arbeit Überhand nimmt. 

Konflikt Job
Konflikte im Job mit einer einzigen Frage lösen? Foto: Getty Images/ Jay Yuno

Beim Treffen mit meinen Freundinnen spielt neben dem Privatleben auch immer der Job eine große Rolle. Zu wenig Geld, zu viel Arbeit oder nervige Arbeitskolleg:innen: Die Gespräche über den Job sind meist negativer Natur. Höre ich mir die Geschichten aufmerksam an, bin ich froh darüber einen Job zu haben, wo mein einziger Konflikt darin besteht, nach einer durchzechten Nacht um 6 Uhr morgens vor dem Laptop zu sitzen. Auch du hattest in letzter Zeit viele Konflikte im Job? Wie eine Frage all deine Probleme lösen kann, erfährst du in diesem Artikel. 

Konflikte im Job: Wie eine Frage helfen kann 

Andrea Huss ist Business-Coach und hilft vielen Klient:innen, die im Privat- und Arbeitsleben weder glücklich noch zufrieden sind. Wie sie der Frauenzeitschrift Brigitte verraten hat, reicht eine einzige Frage, um bei einem Konflikt im Job nicht komplett die Fassung zu verlieren. So ist es laut Huss enorm wichtig zu wissen, wann man einen Konflikt anspricht und wann man die Dinge einfach hinnimmt. Um einen Fall aus der Praxis zu nennen, beschreibt sie die Situation einer Klientin.  

Selbstsabotage Job Frau Mauer
Konflikte im Job können unglücklich und unzufrieden machen. Foto: IMAGO/Westend61

Diese hatte sich in mehreren Sitzungen, über ihren Chef beschwert. Zwar war er immer nett, jedoch alles andere als kompetent. Sie erzählte, dass er auf die falschen Themen setze und Entscheidungen nicht im Team, sondern alleine traf.

Klärende Gespräche verliefen im Sand und führten dazu, dass die Klientin immer unzufriedener in ihrem Job wurde. Andrea Huss war bereits beim Zuhören klar geworden, dass ihre Klientin ihren Chef zwar nicht ändern konnte, jedoch die Haltung zu ihm – mit einer einzigen Frage: „Willst du recht haben, oder glücklich sein?“ 

Warum hilft diese Frage bei Konflikten im Job? 

In dem Moment, in der sich die Klientin bewusst wurde, dass sie ihren Chef nicht ändern konnte, entwickelte sie eine „So ist es nun mal“-Einstellung und ging dadurch viel entspannter zur Arbeit. Der Stress fiel von ihr ab und sie konzentrierte sich nicht mehr auf die Erziehung ihres Chefs, sondern auf ihre Arbeit. Infolgedessen wurde sie so effektiv, dass ihr Vorgesetzter ihr sogar größere Projekte übertrug. Und das alles nur, weil sie nicht auf ihr Recht, sondern auf ihr Glück bestanden hatte. 

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Sich über den Chef aufregen oder mit den Kolleg:innen über seine neuen Entscheidungen lästern? Das gehört inzwischen der Vergangenheit an. Statt den Fokus auf eine Person zu legen, die sie sowieso nicht ändern kann, konzentrierte sich die Klientin von Andrea Huss auf sich selbst und bemerkte, wie sie die freigewordene Energie auf sich und ihre Ziele richten konnte.  

Diese drei Fragen können dir bei Stress auf der Arbeit auch helfen

Natürlich sollte man nicht alles in sich hineinfressen. Für sich einzustehen, ist immer noch wichtig und richtig. Die Frage, ob man auf sein Recht oder sein Glück besteht, ist eher für den Extremfall vorgesehen. Du selbst musst dir die Frage stellen, ob du deinen Frieden opfern möchtest, um mit allen Mitteln auf dein Recht zu bestehen? Oder ob nicht doch dein Glück am Ende wichtiger ist.  

Neben der einen Frage gibt es auch weitere, die du dir stellen kannst, wenn dich eine Situation so richtig nervt. Andrea Huss hat drei weitere verraten: 

• Kann ich die Situation selbst beeinflussen? 

• Wenn ja, wie? Und: Ist es den Aufwand wert? 

• Wenn nein, versuch, es hinzunehmen. Gelassenheit ist eine der wichtigsten Quellen für Resilienz.