Der Coronavirus und die damit einhergehende Wirtschaftskrise bringen viele Firmen in die Insolvenz. Nicht so diese Branchen! Während die meisten Firmen eingehen wie Primeln, erheben sich andere wie Phönix aus der Asche. 

Nicht nur Netflix und die Klopapierindustrie haben starke Umsatzzahlen. Es sind auch Branchen betroffen, von denen man nicht erwartet hätte, dass sie jetzt ein Hoch erleben.

Die Angst vor Corona ist messbar

Die Marktforschungsplattform Appinio hat am 17. und 18. März eine Umfrage unter 2.500 einer bevölkerungsrepräsentativen Gruppe deutscher Bürger durchgeführt. Dabei sind einige Erkenntnisse darüber ans Tageslicht gekommen, welche Branchen aus Coronaangst profitieren werden und welche wohl den Bach runtergehen.

So hat sich das Verhalten der Deutschen seit Corona verändert

Was natürlich als Erstes in den Sinn kommt, wenn man über die Krise nachdenkt, ist das veränderte Freizeitverhalten. Nicht nur Clubs, Bars und Restaurants werden gerade der Garaus gemacht. Selbst kleine Freuden wie ein Picknick im Park oder der samstägliche Hot Dog bei Ikea sind nicht mehr drin. Das spiegelt sich in den Zahlen wieder. 

  • 76 % der Befragten verbringen viel mehr Freizeit Zuhause.
  • 35 % wenden sich verstärkt an Mediatheken wie Netflix und andere Unterhaltungsmedien.
  • 45 % schauen viel mehr klassisches Fernsehen.
  • 33 % nutzen viel mehr Social Media.
  • 32 % haben das Telefonieren wieder für sich entdeckt.
  • 29 % kochen mehr.
  • 26 % lesen viel mehr Bücher.
  • 23 % nehmen Sportangebote Zuhause in Anspruch.

Der Gesamtkonsum geht wider erwarten nach oben

26 % der Befragten kauft generell mehr ein. Der Rest gibt an, dass ihr Konsum ungefähr gleichbleibend ist seit Corona. Wo gekauft wird? Entweder im Supermarkt oder online. Woanders geht es ja nicht. Es ist nicht besonders verwunderlich, dass selbst in einer so großen Krise wie jetzt, die Menschen noch immer konsumieren wollen.

Schließlich muss der Kopf beschäftigt bleiben und durch das Shopping werden nachweislich Glückshormone ausgestoßen. 19 % der Befragten gaben allerdings an, keine großen Anschaffungen wie Fernseher, Autos und Smartphones tätigen zu wollen.

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Corona Produkte: Das sind die Helfer gegen den Virus(Photo: istock/Elitsa Deykova)istock/Elitsa Deykova

Amazon reagiert mit Einschränkungen

Der Coronavirus bringt nicht nur das Kaufverhalten in den Supermärkten durcheinander. Auch online werden von manchen Produkten horrend viel gekauft, andere werden links liegengelassen. Deswegen wird Amazon bis zum 05. April die Lieferungen auf Waren spezialisieren, die besonders stark nachgefragt werden.

Das sind vor allem Produkte, die den täglichen Bedarf im Eigenheim abdecken. Aber auch medizinische Produkte (Stichwort: Einweghandschuhe und Mundschutz) sind der Renner unter den Amazonbestellungen. Das sind die Produkte, die bei Amazon gerade einen riesigen Zulauf bekommen:

  • Babyprodukte
  • Körperpflege & Beauty
  • Elektronische Geräte für die Körperpflege
  • Lebensmittel (frisch & haltbar)
  • Haustierbedarf
  • Produkte aus Wissenschaft & Industrie

Diese Alltagsmaßnahmen sollte sich jeder hinter die Löffel schreiben.

Wichtig: Es gibt keine Nahrungsmittelknappheit 

Auch wenn die Supermärkte noch immer leergefegt zu sein scheinen und Klopapier wie Goldbarren gehandelt werden, gibt es keinerlei Hinweise auf eine Nahrungsmittelknappheit. Das Problem der Lieferanten ist, dass viele Arbeiter in Kurzarbeit sind und den Workload einfach nicht bewältigen können. Deswegen kann es auch weiterhin passieren, dass man mal kein Salz im Rewe findet, oder Amazon das Lieblingsbuch gerade nicht liefern kann.

Expertentipp der Redaktion: Bleibt ruhig und hört verdammt nochmal auf zu hamstern.

Du steckst in der Quarantäne? Hier sind 101 Dinge, die du jetzt tun kannst.

Das sind die neuen Maßnahmen der Supermärkte.