Wusstest du, wie sehr sich deine Vulva verändert, je älter du wirst? Und was ist eigentlich an dem Mythos rundum eine ausleiernde Vulva dran? Eines ist klar: Unser Körper verändert sich, wenn wir älter werden.  Hier erfährst du, wie genau sich deine Vulva mit der Zeit verändert und was an einzelnen Faktoren der Veränderung der Scheide im Alter eigentlich dran ist. 

Veränderung der Scheide im Alter: Die Timeline deiner Vulva  

Einige Studien belegen: Unsere Vulva und Vagina durchleben mit uns verschiedene Phasen und bleibt nicht immer ganz die Alte. Abgesehen davon, dass sich in der Vergangenheit sowieso schon viel zu wenig mit der Vulva und Vagina beschäftigt wurde, haben wir einiges an Forschung über unsere Vulva aufzuholen. 

So kann es nicht schaden, wenn du dir neben dem Aufbau deiner Vulva auch einmal anschaust, welche Entwicklung sie in den Jahren durchmacht. Denn auch wenn keine Vulva der anderen gleicht, durchleben sie die gleichen Veränderungen im Laufe der Jahre. Angefangen mit der ersten Regelblutung im Teenager-Alter. Aber was passiert eigentlich danach? 

Frau mit halber Grapefruit
In den 20ern ist die Vulva anders als in den 40ern. Foto: Pexels / Kseniya Buraya

Die Vulva in den 20ern 

Du hast das Gefühl nichts hat sich bisher verändert? Das ist völlig normal. Im Alter von 20 Jahren hat sich unsere Vulva komplett ausgebildet. In diesem Alter ist unser Körper besonders straff und elastisch, – so auch unsere Vulva. 

Die Vulva in den 30ern 

In unseren 30ern kann es zu ersten Veränderungen der Vulva kommen. So können beispielsweise Hormonschübe, denen wir immer wieder im Leben ausgesetzt sind, oder auch eine Schwangerschaft dazu führen, dass unsere Schamlippen farblich dunkler werden. Auch nimmt die Elastizität der Vulva ab. 

Die stärksten Veränderungen macht die Vulva allerdings durch, wenn eine Person mit Vulva schwanger ist. So werden Vagina und Vulva stärker durchblutet und auch stark gedehnt. Die Durchblutung kann ebenfalls dazu führen, dass sich die Vulva etwas blau oder lila färbt. 

Der Mythos, dass die Vulva nach einer Geburt ausgeleiert ist, kann allerdings widerlegt werden. Sie zieht sich in der Regel danach wieder zusammen. Es empfiehlt sich allerdings, die Vulva durch ein Beckenbodentraining zu unterstützen. 

Die Vulva in den 40ern  

Auch wenn der Eisprung ab 40 immer seltener wird, stößt der Körper noch immer Eizellen aus und die Periode bleibt zunächst. Die Zyklen sind allerdings kürzer und laufen ungefähr ab dem 51. Lebensjahr aus. Ab diesem Alter beginnt laut einiger Studien die Menopause. 

Auch kann es zu einer nachlassenden Elastizität kommen und die Schamlippen können schlaffer als vorher wirken. Auch kann unser Beckenboden im Alter durch verschiedene Faktoren in Mitleidenschaft gezogen werden. So kann es sein, dass deine Organe, wenn du älter wirst, etwas mehr belastet werden. Dagegen empfiehlt sich ebenfalls ein regelmäßiges Beckenbodentraining. 

Frau mit Blume vor dem Schritt
Veränderungen des Körpers kommen zwangsläufig. Foto: Pexels / Cliff Booth

Die Vulva in den Wechseljahren 

In den Wechseljahren lässt die Durchblutung von Vagina und Klitoris nach und die Produktion von Scheidensekret verringert sich, weshalb es sein kann, dass die Vagina nicht mehr richtig feucht wird.  Aufgrund des geringen Östrogenspiegels wird in dieser Lebensphase auch die Schambehaarung weniger und dünner. Durch den niedrigen Östrogenspiegel in den Wechseljahren wird der Säure-Basen-Haushalt durcheinandergebracht, was zu einer Austrocknung der Scheidenwände führen kann. 

Veränderung der Scheide im Alter: Mit der Zeit gehen

Du brauchst vor der Veränderung deiner Scheide keine Angst zu haben, das ist völlig normal. Auch wenn sich unser Körper im Alter durch die verschiedensten Einflüsse verändert, muss das nicht zwingend schlecht sein. Wichtig ist, dass du dir darüber im Klaren bist, dass und wie sich dein Körper verändert und was du tun kannst, um deinen Körper bei seiner Veränderung zu unterstützen. Das Stichwort, welches wir nicht genug nennen können, ist dabei: Beckenbodentraining. 

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