Eine Brustmassage ist vor allem eines: Eine Aufmerksamkeit und Liebeserklärung an den eigenen Körper. Denn sie entspannt nicht nur das Brustgewebe und fördert die Durchblutung, sie kann auch Schmerzen und Krankheiten vorbeugen. Wenn das keine Gründe sind, öfter mal Hand anzulegen.

Eine Brustmassage sollte sich jede Frau gönnen

Während einige von euch eine Brustmassage vielleicht mit einem sexy Vorspiel verbinden, kann es für andere Frauen eine echte Entlastung sein. Brustmassagen lockern das Brustgewebe und können bei vielen Beschwerden helfen.

Frauen, die etwa während der Periode zu starken Brustschmerzen, Verhärtungen oder Spannungsgefühl neigen, kann eine Brustmassage helfen zu entspannen. Diese zyklischen Burstbeschwerden nennt man übrigens Mastodynie. 

Wenn deine Bürste unabhängig vom Zyklus schmerzen, dann kann das an einer Fibrozistischen Mastodynie, kleinen Zysten oder einem Fibroadenom (gutartige Knoten in der Brust) liegen, auch hier kann Massieren helfen. 

Wer viel Sport treibt und besonders den Brustbereich trainiert, kann Muskelverhärtungen lösen und vorbeugen durch regelmäßige Massagen.

Brüste
Brustkrebs zu erkennen ist nicht nur Aufgabe deiner Ärzte, sondern sollte auch durch eine Brustmassage von dir selbst gecheckt werden.

Achtung: Um bei Verhärtungen Brustkrebs auszuschließen, solltest du unbedingt regelmäßig deine Brüste abtasten und Verhärtungen beim Arzt abklären lassen.

Auch Schwangere in stillende Frauen können ihre Beschwerden durch schmerzende Brüste mit einer Massage lindern oder sogar den Milchfluss anregen oder Milch ausstreichen. Diese Massagen werde ich in diesem Artikel allerdings nicht behandeln.

Wann eine Burstmassage nicht die Lösung ist

Ein paar Wunderheiler erklären, dass ihre Brustmassage Brüste vergrößern oder verkleinern kann. Das ist wissenschaftlich nicht bewiesen. Sie können aber durch eine bessere Durchblutung möglicherweise die Brustform, Farbe und Straffheit positiv beeinflussen.

Bei Verdacht auf Brustkrebs, großen Zysten oder einer Burstentzündung solltest du nicht einfach wild drauflos massieren, sondern unbedingt vorher mit deinem Arzt besprechen, ob eine Massage ratsam ist und eine Entlastung bringen könnte.

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Eine Brustmassage ist Zeit für dich selbst.

Anleitung für eine Selbst-Brustmassage

So, jetzt kommen wir zum spannenden Teil: Wie massierst du deine Brüste am besten selbst? Nimm dir dafür etwas Zeit und mach es dir gemütlich. Du kannst dir auch ein Massageöl daneben stellen, damit deine Hände besser über die Haut gleiten. 

  • Ein beruhigendes Massageöl von Giya 🛒 ist perfekt für entspannende Selbstmassaen.

Ich stelle dir hier verschiedene Handgriffe vor, du musst natürlich nicht alle machen. Du kannst sie im Stehen oder Liegen ausführen.

  1. Beginne mit sanften Streichbewegungen, um deinen Brüsten „aufzuwecken“. Streich deinen gesamten Brustbereich aus.
  2. Lege dann deine Hände auf deine Brüste (rechte auf rechts, linke auf links) und kreise deine Brüste sanft, ohne dass deine Hände die Berührung nicht verlassen. Mach diese Bewegung ein beide Richtungen gleichermaßen.
  3. Lass die Hände auf den Brüsten und mach schnellere Bewegungen, sodass du sie schüttelst, statt langsam kreist.
  4. Anschließend startest du mit einer Hand und legst sie auf das Brustbein und startest kleine Kreisbewegungen. Diese führst du einmal um die gesamte Burst herum aus, bis du wieder beim Brustbein bist. Dann ist die andere Brust dran. Gehe hier auch gern höher zu den Lymphen (Richtung Achseln).
  5. Anschließend kannst du diese kleinen kreisenden Bewegungen auf der Brust fortsetzen. Hier solltest du nur wenig Druck ausüben. Es sind die gleichen Bewegungen wie wenn du deine Brust abtastest, also kleine Kreise, die immer näher Richtung Nippel wandern.
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Plane jede Woche ein wenig metime für deine Brüste ein.(Photo: imago images / Westend61)

Brustmassage mit Massageball oder Faszienrolle

Wenn die Beschwerden nicht aus der Brust kommen, sondern eher von Muskeln oder Verspannungen darunter, dann kannst du mir den Hilfsmitteln Massageball oder Faszienrolle das Gewebe entspannen. Hier gilt: Je kleiner der Durchmesser ist, desto intensiver ist der Druck. Wer große Brüste hat, sollte einen etwas größeren Ball (um die 10 cm) nehmen. 

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Da das Brustgewebe selbst keinen groben Druck erfahren sollte, werden eher die Zonen um die Brust massiert:

  1. Nimm dir den Ball oder eine kleine Faszienrolle und kreise ihn sanft über die obere Brustmuskulatur.
  2. Du kannst auch deinen Arm heben, um besonders die Lymphe gut zu erreichen.
  3. Kreise weiter um die Brust herum, sobald es schmerzt, bist du zu nah am Brustfettgewebe dran, bleibe immer beim Muskelgewebe.
  4. Du kannst auch zwischen den Brüsten entlang rollen und leicht an den Brusthügel herangehen. Immer soweit es sich noch angenehm anfühlt.
Paar Nackt
Eine erotische Brustmassage kannst du allein oder mit deinem Partner machen.(Photo: istock, jacoblund)

Erotische Brustmassage

Bei der erotischen Brustmassage kannst du weitere Elemente einbauen, die aber immer angenehm für dich sein sollten. Hier ist jede Frau anders empfindlich.

  • Kneten: Nimm eine Brust in die Hand, mit gespreizten Fingern und knete sie richtig durch.
  • Nippel-Twists: Die Nippel werden in vielen normalen Massagen nicht angefasst. Streiche sie, nimm sie in zwei Finger oder ziehe leicht an ihnen. Diese kleinen Übungen können dich sogar zum Nippelorgasmus bringen.
  • Heiß & kalt: Spiele gern auch mit Wärme, zum Beispiel mit einem Eiswürfel oder Wachs.

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Nimm dir öfter Zeit für deine Brüste

Eine Brustmassage tut immer gut und muss nicht nur bei schmerzenden Brüsten oder dem Liebesspiel eingesetzt werden. Immer wenn du in einer hormonellen Umstellung bist, kann Massieren sogar Knoten in der Brust vorbeugen. Gerade noch wachsende Brüste profitieren also davon.

Auch Frauen mit Silikonimplantaten können und sollten ihre Brüste regelmäßig massieren, allerdings sind nicht alle Übungen geeignet. Hier berät dich dein Chirurg am besten.