Besitzt du einen Organspendeausweis? Dann gehörst du zu den schätzungsweise 32 Prozent der Deutschen, die ihre Organe hergeben würden. Hier erfährst du, wie die Deutschen dazu stehen, jemandem eine Niere zu spenden.

Zahlen und Fakten: Wer würde wem eine Niere spenden? 

YouGov hat in Kooperation mit Statista die Deutschen rund um das Thema Organspende befragt. Für eine Nierenspende muss man logischerweise über zwei gesunde Nieren verfügen und sich allgemein in einem gesunden Zustand befinden. Die Befragung ergab, dass jeweils 60 Prozent der Deutschen sagen, bereit zu sein, ihren Kindern oder ihren Partner:innen eine Niere zu spenden. Davon gaben insgesamt mehr Frauen an, ihre Niere für das eigene Kind spenden zu wollen, um genau zu sein 63 Prozent vs. 56 Prozent der Männer.  

Männer wiederum erklären sich häufiger dazu bereit, für ihre Partnerin bzw. ihren Partner zu spenden, genau gesagt 62 Prozent vs. 57 Prozent der Frauen. Jeweils 40 Prozent der Deutschen könnten sich vorstellen, ihr Organ an Eltern oder Geschwister zu spenden. Jede vierte deutsche Person würde an Freund:innen spenden, das sind 25 Prozent. 12 Prozent würden an sonstige Personen, die sie kennen, spenden. 10 Prozent würden ihre Niere für eine fremde Person spenden. Weitere 6 Prozent können sich hingegen überhaupt nicht vorstellen, ihre Niere zu spenden. So bliebe eine Nierenspende in Deutschland vorrangig innerhalb der Familie. 

Organspendeausweis
Hast du einen Organspendeausweis? Foto: IMAGO Images / Fotostand

Die Mehrheit hat keinen Organspendeausweis  

Der Großteil der Befragten (61 Prozent) gab allerdings noch immer an, keinen Organspendeausweis zu besitzen. Am häufigsten geben Befragte im Alter von 25 bis 34 Jahren an, einen Organspendeausweis zu besitzen (46 Prozent). Doch auch unter den restlichen Befragten mit Organspendeausweis gibt es noch Abstufungen. Denn Hand aufs Herz: Trägst du deinen Organspendeausweis immer bei dir? In Deutschland sagen laut dieser Befragung 36 Prozent, dass sie einen Organspendeausweis haben, davon tragen ihn 25 Prozent immer bei sich, 11 Prozent tun dies nicht immer. Im Organspendeausweis erklärt die ausstellende Person, ob sie mit einer Überlassung sämtlicher oder einiger Organe und Gewebe zum Zwecke einer Spende nach dem Todesfall einverstanden ist oder eine Entnahme ablehnt.  

Nice to know: Aktuell gilt in Deutschland bei der Organspende die Entscheidungslösung. Organe und Gewebe dürfen nach dem Tod nur dann entnommen werden, wenn die verstorbene Person dem zu Lebzeiten ausdrücklich zugestimmt hat. 

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