Seit dem 17. März wurde wegen der Corona-Pandemie eine weltweite Reisewarnung ausgesprochen. Zum 15. Juni wird diese nun für rund 30 europäische Staaten aufgehoben. Das hat jetzt das Bundeskabinett für alle EU-Staaten beschlossen. Auch für Großbritannien, die Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein gilt keine Reisewarnung mehr. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) sagte dazu in einer Pressekonferenz: “Wir haben es uns mit dieser Entscheidung nicht einfach gemacht.”

Auf Twitter informierte Außenminister Heiko Maas ebenfalls über die Aufhebung.

Generelles Einreisen nicht möglich

So unbeschwert wie vor dem Corona-Ausbruch wird das Reisen in Europa aber nicht sein. Statt einer Reisewarnung wird es für jedes Land aktuelle Reisehinweise geben, die über die jeweiligen Risiken informieren.

„Wir haben auch beschlossen, dass wir die Aufhebung der Reisewarnung auch zukünftig davon abhängig machen, wie sich die Lage vor Ort entwickelt“, erklärte der Außenminister weiter über Twitter. Eines müsse laut Maas klar sein: Eine weitere Rückholaktion wird es nicht geben.

Ein Urlaub ist weiterhin nicht möglich, wenn es noch Einreiseverbote oder großflächige Ausgangssperren gibt. „Spanien und Norwegen werden die touristische Einreise voraussichtlich erst etwas später erlauben“, verkündete Maas über Twitter. Spaniens Regierung plant das Einreiseverbot bis zum 1. Juli aufrecht zu erhalten, Norwegen sogar bis zum 20. August. 

Stewardess sitzt an einen Koffer gelehnt
So bald wird es noch nichts mit den Fernreisen.

Normalität noch lange nicht in Sicht

Für Reisen in Staaten außerhalb Europas bleiben die Reisewarnungen des Auswärtigen Amts weiterhin bestehen. Und auch für das Reisen innerhalb der EU gilt es vorsichtig und umsichtig zu sein. „Wir dürfen uns aber nicht in falscher Sicherheit wiegen. Covid-19 ist noch längst nicht vorbei“, warnt Maas auf Twitter. „Wir müssen gemeinsam verhindern, dass eine Wiederaufnahme des Tourismus zu einer 2. Welle führt, bei uns oder anderswo. Es kommt auf die Eigenverantwortung jedes Einzelnen an.“

Auf der Homepage des Auswärtigen Amts kannst du dich über die aktuellen Entwicklungen informieren. 

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