Jetzt ist es offiziell: Die weltweit größte Reisemesse, die Internationale Tourismusbörse (ITB), wurde wegen der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus abgesagt. Das verkündete die Messe Berlin am Freitagabend. ITB und Coronavirus – das passt für die Veranstalter und das Bundesgesundheitsministerium nicht zusammen.

So kam die Absage der weltweit größten Reisemesse zustande

Ursprünglich hatte die ITB wegen des Coronavirus bereits verschiedene Schutzmaßnahmen geplant, beispielsweise Desinfektionsmittelspender, Aushänge mit Schutzmaßnahmen und erhöhte Reinigungsdurchläufe in den Sanitäranlagen. Zudem sollten alle Menschen auf der Messe vor dem Einlass eine schriftliche Erklärung abgeben, ob sie in den letzten zwei Wochen in Corona-Risikogebieten waren oder Kontakt zu solchen Personen hatten. 

Aber auch vor Messebeginn hatten sich bereits die Auswirkungen des Coronavirus gezeigt: So hatten laut Messeleitung ungefähr 400 Reiseaussteller aus dem Coronarisikogebiet Italien abgesagt. Auf Twitter wurden Beschwerden über die fehlende Krisenkommunikation laut und auf der Online-Plattform Change wurde sogar ein Aufruf zur Absage der ITB wegen des Coronavirus gestartet.

In ihrer mittlerweile 54-jährigen Geschichte haben die ITB Berlin und die Messe Berlin noch keine vergleichbare Situation erlebt. – Aufsichtsratvorsitzender der Messe Berlin Wolf-Dieter Wolf über die Absage

Nun sprach sich das Bundesgesundheits- und das Bundeswirtschaftsministerium für die Absage der ITB aus. Gegenüber dem rbb bestätigte auch Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci die Absage der ITB wegen des Coronavirus. 

Twitter-Beitrag von Tourismuswirtschaft zur Absage der iTB Berlin
Auch der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft äußerte sich via Twitter bereits zu den Vorfällen.

Wie in Deutschland jetzt mit dem Coronavirus umgegangen wird

Mit der Absage wegen des Coronavirus befindet sich die ITB in guter Gesellschaft: Auch andere europäische Messen wurden bereits abgesagt, beispielsweise der Genfer Autosalon, die Messe Light + Building in Frankurt am Main, die Eisenwarenmesse in Köln und die Mobilfunkmesse Barcelona.

Aktuell tagt der Krisenstab der Bundesregierung über weitere Maßnahmen zur Vorbeugung gegen das Coronavirus. Dabei sollen Kriterien zum Umgang mit Großveranstaltungen wie Messen entwickelt werden. Diese sollen jedoch keine Empfehlungen sein, sondern lediglich Handlungsorientierungen darstellen, um den zuständigen Behörden beim Umgang mit solchen Situationen zu helfen. Diskutiert werden soll auch die Verfügbarkeit von Schutzausrüstung wie Atemmasken.

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