Die Deutschen lieben Mallorca. Nicht nur ist die Insel eines der beliebtesten Urlaubsziele, auch machen die Deutschen den größten Anteil Zugewanderter auf der Insel aus. Wenn du deshalb denkst, bereits alles auf Mallorca zu kennen, täuschst du dich allerdings. Denn es gibt noch so viele Geheimtipps auf Mallorca, die auch den eingefleischtesten Tourist:innen bis jetzt verborgen blieben. Wir stellen dir fünf davon vor.

Mallorca: Eine Insel lebt vom Tourismus

Mallorca ist wirklich das Paradebeispiel für eine Region, die zum größten Teil vom Tourismus lebt. Mit einem Anteil von 75 % ist der Tourismus der wichtigste Wirtschaftsfaktor. Rund 23 % der Urlauber:innen kommen aus Deutschland und machen somit den größten Teil aus. Nicht umsonst wird oftmals süffisant vom 17. Bundesland gesprochen…

Auch wenn jedes Jahr Millionen Tourist:innen auf die Insel kommen, gibt es nach wie vor Geheimtipps auf Mallorca, die größtenteils unentdeckt blieben. Wir stellen sie dir vor.

1. Caló des Moro

Bei der Caló des Moro handelt es sich um eine kleine Bucht im Süden der Insel. Die Bucht mit dem dazugehörigen Strand ist so klein, dass bereits zehn Badegäste den Strand vollständig füllen. Damit die Bucht weiterhin ein Geheimtipp bleibt, haben Einheimische sämtliche Wegweiser und Hinweisschilder abmontiert. Wenn du dich allerdings in der Gegend umhörst und nett und unaufdringlich fragst, erzählen sie dir bestimmt, wo du Caló des Moro findest. Dort angekommen hast du einen traumhaften Blick auf die Nachbarinsel Menorca und vor allem in den Morgenstunden deine Ruhe.

Caló des Moros
Die kleine Bucht ist ein Geheimtipp unter Einheimischen. Foto: IMAGO Images / imagebroker

2. Cap de Formentor

Wenn du einen einmaligen Ausblick über die Insel sowie über das Mittelmeer haben möchtest, solltest du unbedingt das Cap de Formentor besuchen. Das Cap ist der nördlichste Punkt der Insel und etwa eineinhalb Autostunden von Palma de Mallorca entfernt. Dort angekommen erwarten dich Wanderwege zum höchsten Punkt, ein historischer Leuchtturm und schließlich ein atemberaubender Ausblick. Rund um das Cap gibt es noch weitere Aussichtspunkte und Strände, an denen du deinen Tag verbringen kannst.

Geheimtipps auf Mallorca
Von diesem Aussichtspunkt hast du den besten Blick über Insel und Meer. Foto: IMAGO Images/ imagebroker

3. Manacor

Manacor ist die drittgrößte Gemeinde Mallorcas und kann daher nicht wirklich ein Geheimtipp sein. Jedoch wird sie oft von Tourist:innen unterschlagen, da sich der Großteil des touristischen Lebens in Palma abspielt. Manacor gilt als industrielles Herz der Insel, denn dort werden vor allem Möbel und Perlen hergestellt. Diese werden anschließend auf der ganzen Insel verkauft. Der historische Stadtkern ist geschmückt mit Patrizierhäusern und verbreitet mehr mallorquinischen Flair als die Hauptstadt Palma de Mallorca.

Wenn dir also nach Bummeln, lecker essen gehen und Gesellschaft ist, solltest du Manacor unbedingt einen Besuch abstatten.

Manacor Kloster
Der typisch mallorquinische Baustil ist in Manacor noch oft zu finden. Foto: Neme Jimenez von Getty Images via Canva

4. Fornalutx

Der kleine Ort Fornalutx ist einer der ursprünglichsten und traditionellsten Dörfer Mallorcas. Das Dorf liegt im berühmten Tal von Sóller, bleibt von Tourist:innen aber meist unentdeckt. Wie das gesamte Tal ist auch Fornalutx umgeben von Orangenbäumen, für die die Region bekannt ist. Der Ort wird von den rund 600 Einwohner:innen gepflegt und hat somit aus gutem Grund den Titel „Zweitschönstes Dorf Spaniens“ erhalten.

Wenn du nach Fornalutx kommst, solltest du nicht touristisches erwarten. Es gibt weder eine gute Infrastruktur noch WLAN. Du kommst lediglich als Besucher:in dorthin und darfst unauffällig ein kleiner Teil des Dorflebens sein.

Fornalutx Mallorca
Die rund 600 Einwohner:innen sind stolz auf ihr kleines Dorf. Foto: IMAGO Images / Panthermedia

5. Son Moragues

Unser letzter Geheimtipp auf Mallorca ist das Landgut Son Moragues. Besonders im Herbst stellt es das perfekte Ausflugsziel dar, denn auf dem Landgut werden Oliven geerntet, verarbeitet und zur Verkostung bereitgestellt. Das Gut ist ganz in der Nähe der malerische Stadt Valldemossa. Die Geschichte des Landguts reicht unglaubliche 700 Jahre zurück. Schon damals begann die Familie Moragues Oliven anzubauen, zu ernten und anschließend zu Öl und anderen Köstlichkeiten zu verarbeiten.

Der gesamte Betrieb ist nachhaltig und ökologisch und bietet einem so die bestmögliche Qualität. Du kannst auf der Website des Landgut verschiedene Aktivitäten das ganze Jahr über buchen. Sei es eine Wanderung zum „Ses Puntes“ Aussichtspunkt, hautnah bei der Olivenernte dabei zu sein oder ein typisches mallorquinisches Picknick – du wirst sicher nicht enttäuscht.

Son Moragues
Das Landgut ist bereits über 700 Jahre alt. Foto: IMAGO Images / agefotostock

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