Einfach ein Bike aussuchen, bezahlen und mitnehmen – so ungefähr sah ein Fahrrad-Kauf noch vor nicht allzu langer Zeit bei vielen aus. Doch seit Corona müssen sich zukünftige Radler:innen auf Lieferengpässe einstellen. Welchen Einfluss die Pandemie auf die Branche hat und wie du trotzdem radeln kannst, erfährst du hier.

Fahrrad-Kauf wird zur Geduldsprobe

Da hat man sich nach langwieriger Recherche endlich für ein Model entschieden, und muss dann erfahren, dass das Wunsch-Fahrrad erst in einigen Monaten wieder lieferbar ist. So ergeht es gerade vielen Kund:innen, die statt den Öffentlichen oder dem Auto aufs Zweirad gesetzt haben. Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey sind fast 20 Prozent der deutschen buchstäblich umgesattelt.

Durch die Pandemie haben Fahrräder einen unvergleichlichen Boom erlebt, der noch immer anhält. Das führt dazu, dass manche Räder laut Hans-Peter Obermark vom Verband des Deutschen Zweiradhandels (VDZ) erst mit monatelanger Verspätung ausgeliefert werden. „Einige Händler warten bis heute noch auf bis zu 40 Prozent der Räder, die sie bereits im vergangenen Jahr bestellt haben“, erklärte er der Funke-Mediengruppe.

Es dauert nicht nur länger, sondern wird auch teurer

Damit nicht genug. Fahrrad-Käufer:innen müssen auch damit rechnen, tiefer in die Tasche zu greifen. Laut dem VDZ werden die Preise für Fahrräder um 10 bis 15 Prozent steigen. Die Transportkosten seien „sehr deutlich angezogen“.

Allerdings werden die Hersteller:innen sie nicht komplett an Endkunden weitergeben, so Burkhard Stork, Chef der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV). Laut ihm sei erst „Ende 2024 mit einer Normalisierung des Fahrradmarktes bei weiter steigender Nachfrage“ zu rechnen. Heißt: Die nächsten drei Jahre muss beim Fahrrad-Kauf mit langen Wartezeiten gerechnet werden.

Klimawandel stoppen
Fahrrad fahren tut nicht nur dem Körper gut sondern auch dem Klima Foto: shutterstock/ Jacob Lund / shutterstock/ Jacob Lund Credit: shutterstock/ Jacob Lund / shutterstock/ Jacob Lund

So klappt es trotzdem mit dem Fahrrad-Kauf

Doch was tun, wenn unbedingt jetzt ein Bike her muss? Glücklicherweise sind nicht alle Fahrräder vergriffen. Zwar sind alle Räderarten von Rennrädern über Mountainbikes bis zu City-Rädern betroffen, aber es gibt durchaus noch Modelle, die verfügbar sind. „Wer eine klare Vorstellung von seinem neuen Rad im Kopf hat, der muss lange warten“, so ZIV-Chef Stork. Es ist also durchaus möglich trotz Lieferengpässen beim Fahrrad-Kauf Glück zu haben, du solltest nur nicht zu wählerisch sein.

Wenn es aber tatsächlich ein ganz Bestimmtes sein muss und die Wartezeit nur überbrückt werden muss, kann das Leihen eines Fahrrads eine Option für dich sein. Darauf haben sich Anbieter:innen wie Call a bike oder Next Bike spezialisiert. Möchtest du längerfristig auf dem Rad unterwegs sein, kannst du es auch abonnieren. Das ist zum Beispiel mit Swapfiets möglich. Außerdem kannst du auch den Kauf eines Second-Hand-Bikes sin Betracht ziehen. Schließlich ist das wohl die nachhaltigste Variante des Fahrrad-Kaufs …

Zum Fahrradkauf gehört übrigens auch ein guter Helm

Gehörst du auch zu den Radfahrenden, die keinen Helm tragen? Dann bist du einer von gut 74 % der Deutschen. Wer einen Fahrradhelm trägt, gilt oft als uncool. Aber wie uncool ist es, mit einem gebrochenen Schädel auf der Intensivstation zu liegen? Eben.

Imtest hat einen großen Fahrradhelmtest aufgesetzt und nach Funktionalität, Komfort, Design und Preis bewertet. Schaut mal auf Imtest vorbei und schaut euch den Test genauer an.

Imtest.de

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