Jeden Wochentag stehen die Menschen vielerorts zu den Stoßzeiten dicht gedrängt an den Haltestellen von Bus und Bahn – obwohl die Corona-Fallzahlen noch immer sehr hoch sind.

Was also tun, wenn man zur Arbeit muss und sich nicht der Ansteckungsgefahr aussetzen möchte? Kanzleramtschef Helge Braun hat jetzt einen Vorschlag vorgebracht, der aber nur bei wenigen auf Zuspruch stößt. Ganz im Gegenteil: Auf Twitter sorgt er sogar für Empörung …

Helge Brauns Alternative zur überfüllten U-Bahn

Im Video-Interview Die richtigen Fragen auf Bild.de wurde der CDU-Politiker Helge Braun zu den überfüllten U-Bahnen befragt. Seine Antwort: 

„Wir können im öffentlichen Personennahverkehr nicht alles durch Regulierungen regeln. Jeder muss da selber ein wenig aufpassen. Wer zur Arbeit muss – das verstehe ich. Man muss drauf achten, dass man alternative Verkehrsmittel nutzt, wo es nur geht, individueller Art. Vielleicht auch Fahrrad fahren, oder was einem eben möglich ist.“

Das sagt das Netz zu Brauns Vorschlag

Ein Anti-Corona-Tipp, der freilich nicht für jeden umsetzbar ist. Die Netzgemeinde auf Twitter ist angesichts dieses Vorschlags jedenfalls gelinde gesagt verstört. Die meisten werfen dem Kanzleramtschef vor, realialitätsfern zu sein. Eine Kostprobe? „Genialer Einfall bei Minusgraden“, schreibt ein Nutzer. Ein anderer meint: „Für einen, der sich im Homeoffice schon schwer tut, sich was aus dem Kühlschrank zu holen. Der, wenn er in die Arbeit muss, mit dem Mercedes fährt, oder fahren lässt, ist es eine Frechheit von den Arbeitern zu verlangen, zu ihrem  8-12 Stunden-Tag dann noch mit dem Fahrrad zu fahren.“ 

Ein anderer User schreibt: „Sicher doch. 20 km bis zur Arbeit morgens und abends kann man locker anfahren. Besonders zu dieser Jahreszeit.“ Ein weiterer Twitterer versucht es mit Sarkasmus: „Aha, deswegen sehen Helge Braun und Peter Altmaier so athletisch aus!“

Erfahre im Video, wie du dich vor Corona schützen kannst.

Auch positives Feedback auf Anti-Corona-Tipp

Es gibt aber auch User, die Helge Braun beipflichten. So schreibt ein User: „Vergesst mal nicht, dass wir eine Pandemie durchleben! Es kann nicht alles so weitergehen wie bisher! Wer auf das Bahnfahren verzichten kann, der soll es auch tun.“

Sicher ist es nicht allen möglich, auf Bus und Bahn zu verzichten. Für wen das Fahrradfahren aber tatsächlich eine gute Alternative sein könnte, der kann zwischendurch auch mal „umsatteln“. Auch das Modell, früher aufzustehen, könnte die Pandemie bekämpfen. Lies hier mehr darüber.

Plus: Wann ist die Pandemie vorbei? Experte Kekulé macht Prognose! Und lies hier, wieso manche Experten raten, zuerst die Jüngeren zu impfen und warum es bei aller Freude über den Impfstoff auch diese Bedenken gibt.