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Haustiere: Verstehen Katzen Hundegebell?

Es ist erstaunlich, wie Katzen und Hunde miteinander kommunizieren, ohne die selbe Sprache zu sprechen. Wir haben ihr Geheimnis gelüftet.

Katze und Hund liegen auf einer Wiese
u00a9 Rita Kochmarjova - stock.adobe.com

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Keine gekippten Fenster oder Schokolade im Haus: Wer sicher gehen will, dass die Haustiere sicher Zuhause leben, sollte diese Gefahrenquellen beachten.

Katzen und Hunde kommunizieren auf ganz unterschiedlichen Wegen. Diese Interaktionen sind ein Zusammenspiel aus Körpersprache, Lautäußerungen und Geruchszeichen. Auch wenn es sich um unterschiedliche Spezies handelt, können sich die Vierbeiner ohne Worte verstehen. Ihr Geheimnis: Beobachten und Erfahrungen sammeln.

Anna Chiara ist selbst stolze Katzenmama.
Foto: privat

Unsere Autorin Anna Chiara lebt seit 14 Jahren mit ihrer Katze Anouk zusammen. Ihre Erfahrungen teilt sie in zahlreichen Ratgeber-Artikeln. Alle Tipps und Tricks, die du hier liest, haben die beiden für dich getestet.

Katzen und Hunde: Wie kommunizieren sie miteinander?

Die Fellnasen verständigen sich auf ganz verschiedene Art und Weise untereinander, obgleich sie nicht die gleiche Sprache sprechen, weiß das Magazin The Dog People. Wenn wir Menschen genug Zeit mit unseren Tieren verbringen, lernen wir irgendwann, ihre Mimik und Gestik zu verstehen. Genauso ist es auch, wenn Hunde und Katzen zusammen leben. Sie beobachten sich gegenseitig und lernen die unterschiedlichen Verhaltensweisen ihres Gegenübers kennen und wissen sie zu deuten.

Ist ein Hund nicht an Katzen gewohnt, könnte er die Körpersprache der Mieze missverstehen. Denn die Signale unterscheiden sich zwischen Hunden und Katzen manchmal sehr. Ein schnelles Schwanzwedeln zum Beispiel deutet bei Hunden darauf hin, dass sie fröhlich sind, während es bei der Katze Aggressivität und Ablehnung zeigt. Damit es nicht zu Missverständnissen kommt, haben die beiden ihre ganz persönliche „Sprache“ entwickelt.

Eigenschaften Katzen Hund Vergleich
Reiben sich Hund und Katze aneinander, wissen sie, dass sie sich gegenseitig vertrauen und schätzen. Foto: chendongshan / Getty Images via Canva

Die Körpersprache: Zwischen Missverständnissen und klaren Signalen

Beginnen wir mit der Katze: Wenn eine Katze einem Hund gegenübersteht, sendet sie durch ihre Körperhaltung ganz klare Signale aus. Ist ihre Rute erhoben, zeigt sie dem Hund, dass sie ihm furchtlos und selbstbewusst gegenüber tritt. Ein eingerollter oder zwischen die Beine geklemmter Schwanz signalisiert dem Hund Angst oder Unsicherheit. Wenn der Stubentiger auf dem Rücken liegt, bringt er dem Hund Vertrauen entgegen.

Der Hund hingegen kommuniziert mit der Katze meist durch sein Schwanzwedeln. Die Rute kann Freude, aber auch Aufregung, Unsicherheit oder sogar drohendes Verhalten zum Ausdruck bringen. Liegt der Schwanz des Hundes entspannt und seitlich, kommuniziert er der Katze, dass er zufrieden ist. Bei einem aufgestellten Schwanz, der schnell hin und her wedelt, nimmt die Katze sicher Reißaus, denn sie versteht es als eine Herausforderung oder eine Drohung.

Die Lautäußerungen: Miauen trifft Bellen

Katzen kommunizieren untereinander weniger über Laute, doch sie haben herausgefunden, dass das Miauen eine effektive Methode ist, um mit Hunden zu kommunizieren (und auch mit Menschen). Auch das Knurren und Fauchen wird vom Hund als eine ablehnende Geste verstanden, die er einzuordnen weiß. Wenn die Katze schnurrt, weiß der Hund, dass sie zufrieden und alles in Ordnung ist.

Sicher hast du schon einmal beobachtet, dass ein Hund eine vorbeilaufende Katze anbellt. Mit den Samtpfoten kommunizieren sie, indem sie Bellen, Knurren oder Jaulen, um ihre Gefühlslage zum Ausdruck zu bringen. Knurrt der Hund tief, weiß die Mieze, dass sie lieber auf Abstand gehen sollte, während ein aufgeregtes Bellen eine Einladung zum gemeinsamen Spiel ist.

Der Geruch: Die unsichtbare Handschrift

Katzen markieren ihr Territorium, indem sie ihren Kopf an Gegenständen reiben. So hinterlassen sie ihre Pheromone, die andere Katzen und auch Hunde wahrnehmen. Da die Fellnasen beim Gassi gehen schnüffeln, „erriechen“ sie quasi die Botschaft der Katzen und lernen sie kennen. Auch Hunde markieren ebenfalls ihr Revier und setzen ihre persönlichen Duftmarken, um von anderen Tieren erkannt zu werden. Diese einzigartige Art der Kommunikation ist den Vierbeinern vorbehalten. Wir Menschen können die Pheromone von Hunden und Katzen nicht riechen.

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Katzen und Hunde kommunizieren friedlich

Dass Hunde und Katzen verfeindet sind, ist noch immer in unseren Köpfen verankert. Dabei können die beiden Fellnasen harmonisch zusammenleben und friedlich koexistieren, weil sie sich gegenseitig verstehen. Wenn Katzen und Hunde miteinander kommunizieren, solltest auch die als Mensch die Signale erkennen und verstehen können, um im Notfall einzugreifen und Missverständnisse zu vermeiden.