Veröffentlicht inHaustiere

Ex-Straftäter plaudert aus dem Nähkästchen: Schützen Hunde wirklich vor Einbrechern?

Ob ein Hund vor einem Einbrecher schützt? Ein ehemaliger Straftäter plaudert aus dem Nähkästchen und gibt wertvolle Tipps.

© Chalabala - stock.adobe.com

Fünf Gefahrenquellen im Haushalt für Haustiere

Keine gekippten Fenster oder Schokolade im Haus: Wer sicher gehen will, dass die Haustiere sicher Zuhause leben, sollte diese Gefahrenquellen beachten.

Der Hund ist nicht nur der beste Freund des Menschen, sondern auch ein potentieller Beschützer für Haus und Gut. Der tierischer Wächter soll auf Einbrecher eine abschreckende Wirkungen haben, sodass sie am besten gar nicht erst einbrechen oder zumindest beim ersten Bellen die Flucht ergreifen. Doch lassen sich Einbrecher wirklich von einem Hund einschüchtern?

Wie gut schützen Hunde vor Einbrechern?

Diese Frage kann nur jemand beantworten, der selbst schon einmal einen Einbruch begangen hat. RTL hat bei dem ehemaligen Straftäter nachgehakt. Hermann Wenning verrät in einem Interview exklusiv, inwiefern sich Einbrecher von Hunden abschrecken lassen. Der heutige Buchautor erzählt, dass er in seiner kriminellen Phase genau erkannt hat, wann ein Grundstück gut gesichert ist und wann nicht. Immerhin ist er in etwa 150 Häuser eingebrochen. Sein Fazit: Ist der Einbrecher auf schnelle und leichte Beute aus, können Hunde durchaus ein Ausschlusskriterium für ein Haus sein.

Ein Hund ist ein Grund

Die wenigsten Täter planen ihren Einbruch akribisch, weiß Hermann Wenning. Viele sind drogenabhängig und auf der Suche nach Bargeld, das sie schnell und einfach stibitzen können. „Es gibt ja meist 100 Häuser in einer Siedlung. Dann sucht man sich natürlich das Objekt aus, bei dem man genau weiß: Da ist niemand zuhause, da ist keine Alarmanlage, da ist kein Hund“, erklärt der Ex-Straftäter. Für ihn selbst waren beispielsweise eine Überwachungskamera oder eine Alarmanlage weitaus abschreckender als ein Hund. Dennoch gibt es Einbrecher, die Angst vor Hunden haben und ebensolche Haushalte meiden.

Einbrecher
Viele Einbrecher haben Angst, von einem Hund überrascht zu werden. Foto: luckybusiness – stock.adobe.com

Siedlungen mit Hunden deutlich sicherer

Wenn du jetzt frustriert bist, weil du selbst keinen Hund halten kannst – keine Sorge. Wie das Magazin Deine Tierwelt berichtet, musst du laut einer Studie nicht einmal selbst einen Hund haben. Es reicht, wenn in deiner Nachbarschaft viele Vierbeiner leben. Stadtteile und Siedlungen, in denen viele Hunde gemeldet sind, gelten als sicherer als andere.

Der Hund muss nicht einmal zähnefletschend im Garten liegen. Es reicht schon, ein Warnschild am Gartenzaun anzubringen, das potentiellen Kriminellen signalisiert: Hier wohnt ein Hund! Dass es der liebste Hund der Welt ist und er völlig harmlos ist, wissen die Einbrecher ja nicht.

Folge wmn.de auf Social-Media
Du magst unsere Themen? Dann folge wmn.de auch auf FacebookPinterest,Instagram, X (früher Twitter) und TikTok

Der beste Schutz vor einem Einbruch sei jedoch nicht materieller Natur. „Der beste Einbruchsschutz ist ein kostenloses Beratungsgespräch mit der Polizei. Die weiß meistens ganz genau, was momentan Sache ist. Und sie berät unabhängig und will keine Sicherheitssysteme verkaufen“, rät Hermann Wenning. Dazu kannst du einfach bei der örtlichen Polizei vorbei gehen.

Hund und Alarmanlage kombinieren

Ein Hund wirkt demnach tatsächlich abschreckend auf viele Einbrecher und kann dazu beitragen, dein Haus vor ungewünschten Besuchern zu schützen. Allerdings solltest du dich dabei nicht auf die vierbeinige Alarmanlage verlassen. Installiere zusätzlich eine Überwachungskamera (oder eine Attrappe) und lasse ein gutes und sicheres Schloss in deine Tür einbauen. Lagere auf keinen Fall einen Ersatzschlüssel draußen im Garten. Die typischen Verstecke sind den Kriminellen oft geläufig.

Wenn du deinen Fellliebling für den Umgang mit Einbrechern sensibilisieren möchtest, bieten Hundetrainer Schutz- oder Wachhundekurse an, bei denen dein Hund lernt, eine aktive Rolle einzunehmen und auf den Einbrecher aufmerksam zu machen. So lernt er auch, zwischen alltäglichen Geräuschen und potenziellen Bedrohungen zu differenzieren.