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Giftige Pflanzen für Hunde: Efeu, Lilie und Orchidee – keine gute Idee

Du liebst Orchideen, doch hast ein Haustier? Vorsicht: Die hübschen Blumen können zur tödlichen Gefahr für den Hund werden.

© Adobe Stock/Ali

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Hast du deinen grünen Daumen entdeckt und einen kleinen Urban-Dschungel in deinem Garten gezüchtet? So schön das satte Grün auch ist, so gefährlich kann es für unsere Felllieblinge sein. Knabbert der Welpe an einer Efeu oder schnuppert an einem Maiglöckchen, sollten bei dir die Alarmglocken klingeln. Welche giftigen Pflanzen für Hunde es gibt und welche sogar tödlich sein können, erfährst du hier.

Achtung: Giftige Pflanzen für Hunde lauern überall

Giftige Pflanzen für Hunde finden sich nicht nur in der Natur, wie die meisten denken, sondern auch in den heimischen Gefilden: egal ob Garten, Balkon oder eben das Wohnzimmer – die Gefahr ist überall groß. Vor allem Welpen haben den angeborenen Drang, sich durch das Anknabbern bestimmter Dinge mit diesen vertraut zu machen und sie zu erkunden. Doch im schlimmsten Fall kann schon ein einziges Blatt einen ausgewachsenen Hund tödlich vergiften.

Im Folgenden findest du eine Auswahl der giftigsten Pflanzen für Hunde, die im Haushalt und in der Natur vorkommen. Natürlich können wir hier nicht alle Pflanzen auflisten. Auf der Seite von hundeo.com findest du neben den hier erwähnten Pflanzen noch 70 weitere. Wenn du dir unsicher bist, merke dir die Faustregel: besonders schön = besonders giftig.

Hund mit Blume
Die Lilie sollte unter gar keinen Umständen so nahe an deinen Hund herankommen, denn sie ist hochgiftig! Foto: Pawzi / getty images via canva

1. Giftige Pflanzen für Hunde im Garten

Viele Hundebesitzer:innen haben einen Garten – was für den Hund natürlich ein Paradies ist. Allerdings kann dieses Paradies auch schnell zur Hölle werden, denn hier finden sich viele giftige Pflanzen für Hunde, die ihnen schaden können. Vor den folgenden solltest du deinen Hund unbedingt mit einem kleinen Teichzaun oder einer Begrenzung schützen:

  • Eibe
  • Agave
  • Alpenveilchen
  • Blauregen
  • Christusstern
  • Chrysantheme
  • Efeu
  • Geranie
  • Goldregen
  • Hortensie
  • Kirschlorbeer
  • Lilien
  • Maiglöckchen
  • Oleander
  • Osterglocken
  • Passionsblume
  • Rhododendron

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2. Giftige Pflanzen für Hunde in der Natur

Auch ein Waldspaziergang sollte mit einem freilaufenden Hund mit Vorsicht genossen werden. Als Hundehalter:innen haben wir natürlich keinen Einfluss darauf, welche Pflanzen in der Natur wachsen. Vor allem Kräuter können deinem Hund schaden und auch eine schöne Blumenwiese kann giftige Gefahren bergen. Denn in den Blüten ist oft Gift enthalten, was zu starkem Erbrechen und anderen Symptomen führen kann. Neben den Gartenpflanzen solltest du deinen Hund in der freien Natur auch vor diesen schützen:

  • Aronstab
  • Bilsenkraut
  • Gefleckter Schierling
  • Hyazinthen
  • Maiglöckchen
  • Osterglocken
  • Pfaffenhütchen
  • Rainfarn
  • Tollkirsche
  • Wiesen-Bärenklau
  • Krokusse
Hund schnüffelt an Pflanze
Auch bei den Zimmerpflanzen musst du mit deinem Vierbeiner vorsichtig sein. Foto: Sviatlana Barchan via canva

3. Giftige Zimmerpflanzen für Hunde

Wie schon zuvor erwähnt, solltest du als Pflanzenfan aufpassen, wo du deine Zimmerpflanzen platzierst. Immerhin kann dein Hund in den meisten Fällen frei in deiner Wohnung oder deinem Haus herumlaufen und hat deshalb alle Möglichkeiten, die Pflanzen anzuknabbern oder abgefallene Blätter aufzunehmen. Diese Pflanzen sind für Hunde giftig:

  • Agave
  • Amaryllis
  • Azalee
  • Clivie
  • Efeutute
  • Fensterblatt (Monstera)
  • Ficus (alle Arten)
  • Flamingoblume
  • Geranie
  • Hortensie
  • Lilien (alle Arten)
  • Orchideen (alle Arten)
  • Weihnachtsstern 
Bulldogge im Bett
Beobachte deinen Hund genau, um herauszufinden, ob er etwas giftiges gefressen hat. Foto: IMAGO Images / Addictive Stock via canva

Welche Vergiftungssymptome können auftreten?

Je nach Stärke und Art der Vergiftung können unterschiedliche Symptome auftreten. Wenn du dir unsicher bist, ob die Pflanze, die dein Hund genüsslich gegessen hat, giftig ist oder nicht, solltest du in jedem Fall tierärztliche Hilfe hinzuziehen. Typische Symptome einer Vergiftung beim Hund sind:

  • Starker Speichelfluss
  • Zittern
  • Atemlähmungen
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Krämpfe
  • Orientierungsverlust
  • Lähmungen
  • Kreislaufbeschwerden (beispielsweise Herzrhythmusstörungen)

Der Speichelfluss ist eine direkte Reaktion des Hundekörpers auf das Gift. Dadurch wird versucht, die Giftstoffe über den Speichel auszuspülen. Ähnlich verhält es sich, wenn dein Vierbeiner sich erbricht. Beim Verdacht einer Vergiftung solltest du dir deinen Hund schnappen und direkt zum Tierarzt oder zur Tierärztin deines Vertrauens fahren. Im Idealfall nimmst du ein Stück der Pflanze mit, mit welcher dein Hund sich vergiftet hat. Das hilft, die bestmögliche Behandlung für deinen Hund zu finden.

Erste-Hilfe-Tipp für Vergiftung bei deinem Hund

Wenn du weißt, dass dein Hund sich gerade vergiftet hat und der Tierarzt oder die Tierärztin nicht schnell zu erreichen ist, solltest du deinem Vierbeiner als Erste Hilfe-Maßnahme Kohletabletten verabreichen. Diese binden die Giftstoffe im Körper und verhindern, dass das Gift schnell in den Blutkreislauf gelangt. Je schneller die Kohletabletten verabreicht werden, desto größer die Wirkung! Dieses Erste Hilfe- Mittel ersetzt allerdings nicht den Besuch beim Tierarzt oder der Tierärztin!

Fazit: Wenn dein Hund bei Gassigängen allein laufen darf oder mit seinem Ball im Garten spielt, solltest du ihn nicht vollkommen unbeobachtet lassen und darauf achten, wenn er lange an einer Stelle schnüffelt. Leider lauern in der Natur viele Gefahren für deinen Vierbeiner, vor denen du ihn mit etwas Wissen beschützen kannst.