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Dein Hund hat im Wald Pilze gefressen? So musst du jetzt handeln

Dein Hund hat Pilze gefressen und du fragst dich jetzt, wie du handeln sollst? Wir haben für dich einen kleinen Guide zusammengestellt.

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Im Herbst sprießen die Pilze aus allen Ecken. Ob im eigenen Garten oder im Wald – man kann gar nicht so schnell gucken, wie sie sich herausbilden. Zum Problem werden Pilze allerdings, wenn dein Hund sich entscheidet, von diesen zu naschen. Denn viele Sorten sind nicht ungefährlich für deinen Vierbeiner. Wir haben uns deshalb angeschaut, wie du handeln solltest, wenn dein Hund Pilze gefressen hast und wie du dem Fressen vorbeugen kannst.

Anika ist selbst Hundemama.

Unsere Autorin Anika ist mit ihrem Hund Sherlock das Dream-Team schlechthin. Alle Tipps und Tricks, die Anika in ihren Artikeln gibt, sind deshalb Hunde-approved und vorher gemeinsam mit Sherlock ausprobiert worden.

Hunde & Pilze: Welche sind giftig?

Mein Hund ist wohl das neugierigste Tier auf dieser Erde. Kein Wunder also, dass er erst einmal die Pilze, die bei uns im Garten nur so wuchern, inspizieren musste. Das Problem: Oft bleibt es bei ihm nicht beim visuellen Inspizieren. Im Nullkommanichts mussten wir mit ansehen, wie er einen Pilz in den Mund nahm und fröhlich darauf herumkaute. Während viele Pilze für Hunde ungefährlich sind, gibt es auch solche, die giftig oder sogar tödlich sind – vor allem für kleine Hunde. Bei diesen reicht oft schon eine geringe Pilzmenge aus, um gefährliche Auswirkungen für die Gesundheit hervorzurufen.

Wir haben dir deshalb eine kleine Liste mit den giftigsten Pilzen in unseren Wäldern zusammengestellt:

  • roter Fliegenpilz (wächst zwischen August und November)
  • grüner Knollenblätterpilz (wäscht zwischen Juli und Oktober)
  • orangefuchsiger Hautkopf (wächst zwischen August und Oktober)
  • Nadelholz-Häubling (wächst zwischen September und November)
  • Frühjahrslorchel (wächst zwischen Ende März und Mai)
Hund Fliegenpilz
Fliegenpilze sind sowohl für Hunde als auch für Menschen schädlich. Foto: katamount – stock.adobe.com

Das sicherste für dich und deinen Vierbeiner ist es nun, sich Abbildungen von diesen Pilzarten anzuschauen, bevor du einen Spaziergang machst. So weißt du, von welchen Pilzen du deinen Hund fernhalten solltest.

Mein Tipp: Wenn du dir unsicher bist, ob der Pilz, den dein Hund gefressen hat, giftig oder ungiftig ist, lade dir eine Pflanzenerkennungs-App herunter und scanne ein Bild von dem Pilz ein. In den meisten Fällen sagen dir die Apps dann, ob es sich um einen giftigen oder harmlosen Pilz für Haustiere handelt.

Dein Hund hat einen Pilz gefressen? So reagierst du nun

Manchmal kann man gar nicht so schnell schauen, wie dein Vierbeiner einen Pilz frisst und herunterschluckt. Jetzt gilt es erst einmal, Ruhe zu bewahren und, wenn möglich, ein Exemplar des Pilzes für den/die Tierarzt/Tierärztin mitzunehmen. Denn in vielen Fällen kann deinem Hund noch geholfen werden. Alarm ist geboten, wenn du folgende Vergiftungssymptome bei deinem Vierbeiner feststellst:

  • Unwohlsein, Bauchweh, Erbrechen und Durchfall
  • Fieber, Schwächegefühl und Trägheit
  • Gelbfärbung der Haut, unkoordinierte Bewegungen und Herzrasen
  • blasses Zahnfleisch
  • Krampfanfälle und übermäßiges Sabbern
Hund hat Bauchschmerzen
Hat dein Hund Bauchschmerzen, könnte es sein, dass er Pilze gegessen hat. Foto: sonyachny – stock.adobe.com

Solltest du eines dieser Vergiftungssymptome feststellen, ist schnelles Handeln notwendig. Hat dein Hund erst vor kurzem den Pilz gegessen, ist das Gift meistens noch nicht in seiner Blutbahn und du kannst ihn beim Tierarzt erbrechen lassen, sodass sein Mageninhalt (und damit auch der giftige Pilze) aus seinem Körper kommen. Weitere Maßnahmen, die ein:e Tierarzt/Tierärztin ergreifen kann, sind die folgenden:

  • Magenspülung zur Entfernung der Speisereste aus dem Magen-Darm-Trakt
  • Gabe von Aktivkohle, um das Gift des Pilzes zu binden (dies sollte auch deine Erste-Hilfe-Maßnahme sein)
  • ggf. weitere intensivmedizinische Maßnahmen je nach Schweregrad der Vergiftung

So kannst du vorbeugen, dass dein Hund Pilze frisst

Die medizinischen Maßnahmen, die du ergreifen solltest, wenn dein Hund Pilze gefressen hat, sollten innerhalb der ersten vier Stunden nach Verzehr erfolgen. Damit es aber gar nicht erst so weit kommt, solltest du deinen Vierbeiner beim Herbstspaziergang nicht unbeaufsichtigt lassen und ihn lieber an der Leine führen.

Wenn dein Schatz ein kleiner Allesfresser ist (so wie meiner), hilft auch ein sogenannter Giftköderschutz, um deinen Vierbeiner vom Fressen abzuhalten. Diese sehen aus wie ein Maulkorb, sind aber nur aus einem dünnen, luftdurchlässigen Material, was ihn nur davon abhält, etwas aufzunehmen und herunterzuschlucken. Bellen, Trinken, Hecheln und auch Beißen sind mit diesem Giftköderschutz trotzdem noch möglich!

weißer Hund
Mein Hund Sherlock ist an seinen Giftköderschutz gewöhnt und kann dadurch keine Pilze fressen beim Spaziergang. Foto: Privat

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