Einmal am Tag für 15 Minuten im Fernsehen die Nachrichten moderieren – was sich die ARD das wohl kosten lässt? Darüber sprach der aktuelle Chefsprecher der Tagesschau jetzt im Interview.

Spoiler: Ein Tagesschau-Moderator macht mehr als kurz Nachrichten zu lesen 

Um es mal vorweg zu nehmen: Natürlich besteht der Job eines Tagesschau-Moderators nicht nur daraus eine viertel Stunde lang die Nachrichten vorzutragen.

Das betonte Jan Hofer auch gleich mal im Gespräch mit Lars Heider, dem Chefredakteur vom Hamburger Abendblatt. In dem Podcast Entscheider treffen Haider sagte er: „Ich werde ja nicht dafür bezahlt, dass ich um 20 Uhr 15 Minuten vor der Kamera stehe. Sondern ich werde dafür bezahlt, dass ich an 365 Tagen, 24 Stunden öffentlich auch für die ‚Tagesschau‘ da bin.“

In dem Job als Tagesschau-Sprecher gebe es nur wenig Freizeit. „Ich habe auch zum ersten Mal in diesem Jahr drei Wochen am Stück Urlaub gemacht, weil immer irgendwas dazwischengekommen ist“, verriet er.

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Das verdient ein Tagesschau-Moderator 

Und was bekommt man jetzt dafür? „Ich habe ja ’ne Planstelle. […] Wir haben alle eine Planstelle“, beginnt Jan Hofer in dem Podcast zu erklären. Doch die sei nicht sonderlich gut bezahlt. „Die ist so ein Backup, ein „sozialer Fallschirm, wenn man so will“, gibt der Journalist Auskunft. „Das reicht einfach nicht.“ 

Deswegen gebe es obendrein pro Sendung noch eine Entlohnung. Für eine Hauptausgabe der Tagesschau würde ein Moderator laut Hofer ungefähr 260 Euro bekommen. „Das ist das Höchstbezahlte.“

Davon würde man nicht reich, könne aber gut leben. Im Schnitt mache man etwa drei bis vier Sendungen am Tag. Deswegen will er sich „jetzt wirklich nicht beschweren. Ich habe ein Leben lang wirklich gut leben können davon.“ Sein Gehalt sei das eines „gut bezahlten Angestellten“.

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