Chris Noth spielt in der Erfolgsserie „Sex and the City“ und in der Fortsetzung „And Just Like That” den Ehemann von Carrie, Mr. Big. Berichten zufolge wird er nun aus dem Finale der Fortsetzung gestrichen, in welcher er als Fantasie-Sequenz zu sehen sein sollte. Einige Wochen zuvor beschuldigten mehrere Frauen den Schauspieler, sie sexuell belästigt zu haben.

Chris Noth aus dem Finale von „And Just Like That” gestrichen?

Am 3. Februar zeigt HBO Max das Finale der „Sex and the City“-Fortsetzung. Einem Bericht von TV Line folgend sollte es in der zehnten Folge von „And Just Like That“ ursprünglich eine Szene geben, in der Carrie Bradshaw (gespielt von Sarah Jessica Parker) nach Paris fliegt, um Mr. Bigs Asche zu verstreuen. Zum Beginn der Serie verstirbt dieser an einem Herzinfarkt, nach seinem Training auf dem Peloton-Bike.

Ursprünglich wollte man diese Szene mit Erinnerungen an Mr. Big bestücken, die in Carries Fantasie erscheinen. Diese Szenen drehte man extra mit Chris Noth in Paris ab. Nun sollen diese Aufnahmen angeblich entfernt worden sein und nicht länger im Finale zu sehen sein.

Das Magazin Tyla berichtet, dass Quellen zufolge das Kreativteam der Serie der Meinung war, dass dieses geringe Filmmaterial mit Chris Noth kein erzählerisch wichtiger Bestandteil für die Szene wäre, in der Carrie Abschied nimmt.

Laut einem Insider war das Finale zum Zeitpunkt, als die ersten Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs auf Noth hineinbrachen, noch nicht fertiggestellt. Weitere Informationen, inwieweit die Anschuldigungen gegen den Schauspieler sexuelle Übergriffe begangen zu haben und das Streichen der Szenen im Zusammenhang stehen, gibt es bisher keine.

Vorwürfe sexueller Übergriffe – Noth streitet alles ab

Vor wenigen Wochen erhoben zunächst zwei Frauen massive Vorwürfe gegen den Schauspieler Chris Noth. Gegenüber dem Magazin „The Hollywood Reporter“ gaben sie an, dass es in den Jahren 2004 und 2015 zu sexuellen Übergriffen kam.

Eine der Frauen beschuldigte Noth unter anderem, sie damals in Los Angelos vergewaltigt zu haben. Eine andere Frau wirft Noth ebenfalls vor, dass sie zu sexuellen Handlungen gedrängt wurde, nach denen sie sich „absolut misshandelt“ gefühlt habe. Die Frauen kannten sich nicht und meldeten sich unabhängig bei dem Magazin. Laut eigenen Aussagen fühlten sie sich durch die Serienfortsetzung von „Sex and The City“ erneut an die Vorfälle erinnert.

Chris Noth weist diese Anschuldigungen entschieden von sich. Er sagt, dass die Vorwürfe „kategorisch falsch“ seien. Grenzen hätte er keine überschritten, diese Treffen seien einvernehmlich gewesen. Noth beteuert: „Ich habe diese Frauen nicht missbraucht.“

Auch die Schauspielerinnen der Serie Cynthia Nixon, Kristin Davis und Sarah Jessica Parker meldeten sich zu den Anschuldigungen zu Wort. Sie solidarisierten sich mit den Frauen und verfassten ein gemeinsames Statement: „Wir unterstützen die Frauen, die sich gemeldet und ihre schmerzhaften Erfahrungen geteilt haben. Wir wissen, dass das eine sehr schwierige Sache sein muss, und wir zollen ihnen dafür unsere Anerkennung.“

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