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Wohnung ausmisten: Diese 2 goldenen Regeln solltest du dabei einhalten

Du willst deine Wohnung ausmisten, aber es fällt dir schwer, dich von alten Dingen zu trennen? Wir zeigen dir, wie du vorgehen solltest.

Frau Wohnung
Eine aufgeräumte Wohnung sorgt auch für Ordnung und Gleichgewicht in deinem Kopf. Foto: Getty Images/ Westend61

Damit sich nicht zu viele Dinge anhäufen und um Ordnung zu schaffen, ist es sinnvoll, mindestens einmal im Jahr die Wohnung auszumisten. Doch das ist leichter gesagt als getan: Sich von altem Besitz zu trennen, fällt vielen schwer. Was ist, wenn ich das noch brauche? Doch das radikale Aufräumen kann sich lohnen. Es verbessert nachweislich sogar die mentale Gesundheit. Wir zeigen dir, was du beachten solltest, wenn du deine Wohnung ausmisten willst.

Warum es sich zu jeder Jahreszeit lohnt, die Wohnung auszumisten

Die Wohnung auszumisten ist ein Großprojekt, doch wenn wir es geschafft haben, fühlen wir uns selbstbewusst und erfolgreich. Wie eine Befragung des American Cleaning Institutes ergab, sehen Menschen den Frühjahrsputz oft als ein festgelegtes, wiederkehrendes Ereignis an. Dabei kann das Ausmisten der Wohnung auch zu allen anderen Jahreszeiten stattfinden.

Vor allem am Ende des Jahres hat es etwas Befreiendes, sich von Altlasten zu trennen, um leicht und aufgeräumt ins neue Jahr starten zu können.

Frau wäscht ab
Der Frühjahrsputz kann das ganze Jahr über stattfinden. Foto: Pexels / RODNAE Productions

So verbessert es deine mentale Gesundheit

Die Wohnung auszumisten, tut vor allem der mentalen Gesundheit gut, wie die Befragung des American Cleaning Institutes herausfand. Von diesen Vorteilen kannst du profitieren:

1. Eine Last fällt weg  

Laut der klinischen Psychologin Dr. Holly Schiff nutzen die meisten Menschen einen Putztag, um sich von alten, ungebrauchten Gegenständen zu trennen. Sie erklärt außerdem, dass dieses Entrümpeln uns eine Last von den Schultern nimmt. Das führt dazu, dass du dich besser auf neue Projekte konzentrieren kannst und Prokrastination aufgrund von einem zu großen Mental Load vermeiden kannst. 

2. Weniger Nervosität und Angstgefühle  

Das Ausmisten kann außerdem unsere Angstgefühle verringern. Das funktioniert einerseits dadurch, dass unser Klamottenberg beispielsweise endlich vom Lieblingsstuhl entfernt wurde. Andererseits behalten wir oft Gegenstände, die wir gar nicht mehr benötigen, aus Angst- und Verlustgefühlen, so die psychiatrische Fachangestellt CodyAnn McGovern. Die Gegenstände wirken auf uns in diesem Moment wie eine Art Sicherheit. Wenn wir sie loswerden, fühlen wir uns laut McGovern jedoch freier. 

Frau putzt
Nimm dir ruhig Zeit, alles in Ruhe auszumisten. Foto: Pexels / RODNAE Productions

3. Die Kontrolle über das Leben zurückbekommen 

Wenn du deine Wohnung neu organisierst und selbst die Entscheidungsmacht darüber einnimmst, was du behältst und was nicht, behältst du ein Stück weit die Kontrolle über dein Leben und deine Lebensumstände. Dies kann deiner mentalen Gesundheit helfen, da Organisation, gerade nach unberechenbaren Pandemie-Zeiten, als ein repetitiver Rhythmus Einklang in unser Leben bringt. Außerdem ist dies ein Zeichen der Achtsamkeit und kann uns beruhigen. 

Diese 2 goldenen Regeln solltest du beim Wohnung ausmisten beachten

Die Wohnung ausmisten kann befreiend sein, aber auch schnell für noch mehr Chaos sorgen, wenn man nicht strukturiert und zu übereifrig an die Sache herangeht. Deshalb solltest du unbedingt die 2 goldenen Regeln beachten:

Übernimm dich nicht
Expert:innen empfehlen, dich nicht zu übernehmen. So kannst du einen alljährlichen Putz zwar zum kleinen Ritual ernennen, solltest dich dabei allerdings immer auf kleine Projekte beziehen. Dabei kann es helfen, sich beispielsweise beim Aufräumen jeden Tag einen Timer zu stellen und so kleine Aufräum-Einheiten in den Alltag zu integrieren. Außerdem kann es helfen, wenn du dir andere Menschen suchst, die dir dabei helfen, dein Zuhause etwas umzugestalten und zu entrümpeln. So stehst du nicht ganz allein vor der Aufgabe.

Konzentriere dich nicht nur aufs Aufräumen
Denk allerdings immer daran auch das Wetter auszunutzen und andere Dinge zu tun, die deiner mentalen Gesundheit helfen. So kannst du beispielsweise lange Spaziergänge einlegen, gerade in der Natur kann dies unglaublich gute Einflüsse auf deine mentale Gesundheit haben. Genauso wie das Freund:innen-Treffen bei Tageslicht. Eine gute Balance hilft uns, uns besser zu organisieren und unserer mentalen Gesundheit auch mal die Möglichkeit zu geben, sich zu entspannen.