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Was ist Transgender? Das solltest du zu dem Begriff wissen

Transgeschlechtliche Menschen haben es im Alltag oft nicht leicht. Das solltest du über sie wissen, um sie zu unterstützen.

Transgender
Trans*-Personen haben mit viel Diskriminierung zu kämpfen. Foto: Guillem de Balanzo / Getty Images

In der Politik, in Serien oder in Filmen: Überall bekommen transgeschlechtliche Menschen mehr Sichtbarkeit. Das sorgt vielleicht bei einigen Menschen für Fragen, besonders für die, die sich mit dem Geschlecht identifizieren können, was ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. Hier findest du Antworten auf deine Fragen und erfährst, wie du Menschen unterstützen kannst, die Transgender sind.

Transgender: Das bedeutet der Oberbegriff

Der Begriff trans* beschreibt alle Menschen, die sich mit dem Geschlecht, was ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde, nicht identifizieren. Das besagt die Erklärung der Antidiskriminierungsstelle.

Das heißt, dass Trans-Frauen, sich nicht mit dem männlichen Geschlecht, was ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde, identifizieren können. Trans-Männer wiederum können sich mit dem weiblichen Geschlecht, was ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde, ebenfalls nicht identifizieren.

Zu dem Oberbegriff gehören aber auch alle Menschen, die sich nicht mit dem binären Geschlechtersystem identifizieren. Dazu gehören zum Beispiel nicht-binäre Personen. Die können sich weder mit dem männlichen, noch mit dem weiblichen Geschlecht identifizieren.

Trans Rechte
Transgeschlechtliche Personen kämpfen schon seit Jahrzehnten überall auf der Welt auf Pride-Paraden für ihre Rechte. Foto: inkdrop via Canva

Trans*-Personen: Die größten Mythen aufgeklärt

Personen, die trans* sind, haben mit einer Menge Vorurteilen zu kämpfen. Schließlich gab es bis vor Kurzem kaum mediale Repräsentation. Das sind die größten Vorurteile, die in unserer Gesellschaft existieren.

Trans*-Personen werden als transsexuell bezeichnet

Bis vor ein paar Jahren wurden transgeschlechtliche Personen als transsexuell bezeichnet. Jedoch sieht ein großer Teil der Community den Begriff als veraltet an. Der Begriff stammt laut der Antidiskriminierungsstelle des Bundes aus der Medizin. Bis 2022 wurde laut des ICD (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme) trans* als Störung der Geschlechtsidentität angesehen. Zudem handelt es sich nicht um eine Sexualität, sondern eine Geschlechtsidentität. Einige Trans*-Personen sehen aber den Begriff nicht als negativ an und bevorzugen transsexuell als Begriff.

Personen, die trans* sind, wollen alle eine Geschlechtsangleichung

Viele Menschen, die trans sind, fühlen sich in den meisten Fällen seit ihrer Geburt im falschen Körper. Trotzdem wollen nicht alle Menschen eine Geschlechtsangleichung. Das hat verschiedene Gründe. Zum einen wollen einige Personen keine Geschlechtsangleichung, da sie sich weder komplett als männlich, noch komplett als weiblich identifizieren.

Ein anderer Grund: Das Verfahren der Geschlechtsangleichung ist gerade in Deutschland noch sehr kompliziert und kostspielig. Um eine Geschlechtsangleichung in Form von Hormonen und OPs zu vollziehen, benötigen die Betroffenen mehrere Gutachten von Ärzt:innen und Therapeut:innen. Trans*-Personen, die ihren Namen und das Geschlecht ändern wollen, brauchen ebenfalls Gutachten und eine Menge Geduld, da der Prozess Jahre dauern kann. Daher entscheiden sich einige transgeschlechtliche Personen gegen die Prozesse.

Trans Personen
Eine Trans* Personen fühlen sich keinem Geschlecht zugehörig. Foto: Crystal Sing / Crystal Sing Collection via Canva

Diskriminierung von Trans*-Personen existiert nicht

Leider werden Trans*-Personen überall auf der Welt diskriminiert, auch in Deutschland. Laut einer Datenerhebung aus dem Jahr 2019 der EU-Grundrechteagentur gaben 58 Prozent der befragten Trans*-Personen an, in den letzten zwölf Monaten zuvor diskriminiert oder belästigt worden zu sein. Die Diskriminierung gibt es in verschiedenen Lebensbereichen: im Gesundheitswesen, auf der Arbeit oder im Privatleben.

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