Das bundesweite 9-Euro-Ticket hat uns allen im Sommer 2022 einen günstigen Urlaub ermöglicht. Doch wie geht es jetzt weiter – einfach wieder back to normal? Nicht ganz. Denn die einzelnen Bundesländer denken schon über regionale Alternativen nach. Welche das sind, erfährst du hier! 

Regionale Alternativen zum 9-Euro Ticket 

Hast du Gebrauch vom 9-Euro-Ticket gemacht? Ich habe das Angebot häufig für Kurzurlaube innerhalb meines Bundeslandes genutzt. Und auch wenn es aktuell noch Diskussionen um eine Weiterführung eines ähnlichen Tickets gibt, soll es schon bald Alternativen für einige Bundesländer geben, so berichtet die Tagesschau. Bisher wurden diese vier Alternativen beschlosse 

Frau kommt aus U-Bahn
Günstiger fahren – zumindest regional soll das bald gehen. Foto: Pexels / John Diez

1. Das 365-Euro-Ticket im Landkreis Lüchow-Dannenberg  

Als allererster Landkreis hat der Landkreis Lüchow-Dannenberg in Niedersachsen ein 365-Euro-Ticket ab September im Angebot. Die Buslinien im Kreis können damit ein Jahr lang genutzt werden und erhält Förderungen vom Bund.  

Auch ein anderer Landkreis zieht nach: Kehl in Baden-Württemberg wird das 9-Euro-Ticket für zwei Monate bis Ende Oktober verlängern. Dieses gilt dann allerdings nur für den „On-Demand“-Angebot „KEXI“ mit dem der Personennahverkehr auf Abruf per Bus möglich ist. 

2. Regionales Ticket in Berlin  

In Berlin soll das 9-Euro-Ticket zumindest temporär durch eine regionale Variante für die Monate Oktober bis Dezember abgelöst werden. Ab November soll es so nun ein 29-Euro-Ticket geben. So kannst du innerhalb Berlins ab Dezember günstiger als normalerweise Fahren. 

3. Wochenendangebote in NRW  

Ein Wochenendtrip klingt nach einer guten Idee? In Nordrhein-Westfalen können nach dem Auslaufen des bundesweiten 9-Euro-Tickets die Kunden des Öffentlichen Nahverkehrs kostenlos ein landesweites Wochenend-Ticket im gesamten Bundesland nutzen, wenn sie ein Abo-Ticket eines der lokalen Verkehrsverbünde besitzen. Die Aktion ist allerdings zuerst bis Ende Oktober begrenzt. Jedoch kannst du so jede Stadt in NRW am Wochenende erkunden. 

An Wochenenden, Feiertagen und in den Herbstferien können die Abo-Besitzer:innen so mit jedem Nahverkehrsmittel fahren. Das Ticket gilt für zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder – oder für zwei Erwachsene und bis zu zwei Fahrräder. Außerdem gilt es ebenfalls für Züge auf einigen Strecken nach Osnabrück, Rheinland-Pfalz und in die Niederlande. Wie wäre es also mit einem Trip nach Roermond, ins bekannte Outlet-Shopping-Center? 

Frau an Bahnstation
Weitere Tickets sind noch im Gespräch. Foto: Pexels / Ekrulila

4. Kostenloses Flex-Abo in Hamburg 

In Hamburg will der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) Kunden unter anderem ein „Flex-Abo“ ins Leben rufen. Wer noch kein Abonnement hat und bis Mitte September eines abschließt, fährt dann bis Ende des Monats gratis. Der Abopreis wird dann ab dem ersten Oktober abgebucht. 

Außerdem können Abo-Bestandskunden im September an Wochenenden und werktags ab 11 Uhr das gesamte HVV-Gebiet nutzen, unabhängig Geltungsbereich ihrer Tickets. Dabei kannst du außerdem eine weitere Person und 3 Kinder zwischen 6 und 14 Jahren mitnehmen. 

Und noch eine Option hat Hamburg für uns parat: Neu eingeführt wird nämlich eine 5er-Tageskarte zum Preis von 29,50 Euro (für die Tarifzonen Hamburg AB). Dabei soll so 23 Prozent gegenüber Einzelkarten gespart werden. 

5. Die bundesweite Option

Die Ampel-Koalition will nun auch ein neues, bundesweit gültiges Nahverkehrsticket einführen. Ziel sei eine Preisspanne zwischen 49 und 69 Euro im Monat. Der Bund will sich mit 1,5 Milliarden Euro im Jahr an einem Nachfolger-Ticket für das 9-Euro-Ticket beteiligen. Die einzelnen Länder müssen dem noch zustimmen.

9-Euro-Ticket: Regionale Optionen 

Welche Optionen weiter bestehen sollen, steht aktuell noch in den Sternen. Diskussionen gibt es allerdings schon. Fest steht, dass dein nächster Trip vor allem in die Großstädte Hamburg und Berlin etwas lohnenswerter wird. Auch ein paar Städtetrips innerhalb NRW sind empfehlenswert sowie ein Ausflug in die Niederlande. Weitere Ticket-Formen sind noch im Gespräch. Und eventuell geht bald auch eine bundesweite Alternative an den Start.