Katzen sind unglaublich süß und sehen so unschuldig aus, wenn sie schlafen. Diesen Anblick können Katzenhalter:innen auch 12 bis 16 Stunden pro Tag genießen. Leider schlafen sie aber nicht immer dann, wann sie sollen. Gerade in der Nacht kommt es da häufiger zu Problemen. Mit diesen 13 Tipps passt du den Schlafrythmus deiner Katze an deinen eignen an.

Patricia Neumann
Patricia ist stolze Katzenmama. Foto: Patricia Neumann

Unsere Autorin Patricia ist passionierte Katzenmama und somit unsere Katzenexpertin. Alle Tipps, die du hier findest, wurden vorher von ihr und ihrem Kater Lio ausprobiert.

1. Spiele ausreichend mit deiner Katze

Egal, wie auch immer sich deine Katze verhält: Es ist immer wichtig, mit Katzen zu spielen. Die kleinen Stubentiger müssen immer wieder daran erinnert werden, dass sie kleine Jäger:innen sind. So kann deine Katze Energie ablassen und du gehst mit ihr artgerecht um.

Damit deine Katze für einen guten Schlaf gut ausgelastet ist, solltest du mindestens eine Stunde pro Tag spielen, wenn sie keine Freigänger:in ist. Katzen-Spielzeuge, mit denen sich deine Katze selbst beschäftigen kann, können zusätzlich eingesetzt werden. Versuche, mit kleinen Spielzeugen ein wenig die Jagd zu imitieren, das macht sie besonders glücklich.

Bonus Punkte gibt es, wenn du sie vor dem Schlafen gehen nochmal richtig auspowerst. Wenn du nicht dafür aufstehen möchtest, kannst du einen Laserpointer benutzen. Jedoch solltet ihr darauf achten, dass es zum Schluss ein Erfolgserlebnis gibt, um die Jagd zu imitieren, das geht auch am Kratzbaum.

Zur Beschäftigung lohnt sich ebenfalls Clickertraining. Ähnlich wie bei Hunden lernt deine Katze so verschiedene Kommandos. Das fördert das Selbstbewusstsein deiner Katze und die Bindung zu dir. Das kannst du ebenfalls vor dem Schlafen gehen machen.

2. Lass ein wenig Futter über Nacht stehen

Katzen essen in der freien Natur immer mehrere kleine Mahlzeiten und nicht wie wir mehrere große. Das liegt daran, dass sie in der freien Natur oft eher kleinere Tiere wie Mäuse fressen. Da können es schnell mal von 10 bis zu 20 Mahlzeiten werden. Lass daher ein wenig Fressen über Nacht stehen, damit deine Katze einen kleinen Mitternachts-Snack zu sich nehmen kann.

3. Stelle klare Regeln auf

Deine Katze kann nichts dafür, dass sie nachtaktiv ist. Schließlich geht sie in der Natur auch gerne Nachts auf die Jagd, um ihre Beute zu fangen. Trotzdem helfen deinem Stubentiger klare Regeln. Gewöhne deine Katze zum Beispiel an die geschlossene Schlafzimmertür und ignoriere das Miauen, zumindest in der Nacht. Gerade, wenn du weißt, dass alles in Ordnung ist.

4. Zeige Aufmerksamkeit

Manchmal kann der Grund auch sehr einfach sein, wie wenn deine Katze Aufmerksamkeit braucht. Da können ein paar Streicheleinheiten oder ein kurzes Spiel helfen. Sorge auf jeden Fall auch dafür, dass du deiner Katze am Tag genug Aufmerksamkeit schenkst. Wenn das alles nichts hilft, braucht deine Katze eventuell einen felligen Spielgefährten.

5. Sorge für selbstständige Aktivitäten

Deine Katze möchte nicht nur mit dir spielen und jagen. Gerade wenn deine Katze eine Hauskatze ist, musst du daher sie zum selbstständigen Spielen und Jagen animieren. Das kann zum Beispiel in Form einer Sitzmöglichkeit am Fenster sein, während deine Katze sich die Vögel anschaut. Stell am besten draußen noch ein Vogelhäuschen mit Futter hin, schon ist für Entertainment gesorgt.

6. Lass sie mit dir unter der Decke kuscheln

Wenn du über Nacht ein wenig frische Luft brauchst und die Heizung aus stellst, dann kann deiner Katze schnell kalt werden. In dem Fall kuscheln sich Katzen gerne unter die Decke. Lass sie also am besten unter die Decke.

Kleiner Hinweis: Egal wie heiß dir über Nacht ist, du solltest das Fenster nicht ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen offen lassen. Auch ein gekipptes Fenster kann für deine Katze sehr gefährlich werden und für schwerwiegende Verletzungen sorgen.

7. Habt eine klare Routine

Katzen mögen genauso wie wir eine Routine, an die sie sich gewöhnen können. Dazu gehören feste Futterzeiten, Spielzeiten und andere Angewohnheiten. Mit einer klaren, festen Routine gewöhnt sich deine Katze auch an feste Schlafenszeiten.

8. Einfach ignorieren

Wenn deine Katze immer wieder ohne Ende miaut und du alle Maßnahmen unternommen hast, geht nur noch eins: ignorieren! Wenn deine Katze immer wieder miaut und du ihn ignorierst, merkt er, dass es nichts bringt. Daher musst du als Besitzer:in manchmal einfach einen langen Atem haben.

9. Lege ein wenig (geräuschloses) Spielzeug parat

Für den Fall, dass deine Samtpfote sich doch ein bisschen in der Nacht beschäftigen möchte, ist ein wenig Spielzeug gut. Nimm dafür am besten eins, was keine Glöckchen hat und lege es weit entfernt von dem Bett hin.

10. Ordne die Nachtaktivität ein

In der Natur haben Katzen über den Tag verteilt immer wieder Wachphasen sowie in der Nacht. Wenn deine Katze also mal Nachts aufsteht um zu fressen, zu trinken oder aufs Klo zu gehen ist das normal. Wenn aber deine Katze plötzlich die ganze Nacht aktiv ist und sie das vorher nicht war, solltest du zum Tierarzt gehen.

Es ist vollkommen in Ordnung, wenn du deine Katze nicht im Schlafzimmer haben möchtest. Jedoch solltest du deine Katze eher nicht in einen Raum oder noch viel schlimmer in einen Käfig sperren. Das liegt nicht in der Natur der Katzen. Achte auf genug Platz und auf die Zugänge zum Futter, Wasser und der Katzentoilette.

11. Besorge dir eine zweite Katze

Oft reicht das Spielen mit den Menschen nicht aus, um eine Katze glücklich zu machen. Katzen brauchen nämlich, anders als die meisten denken, die Gesellschaft von anderen Katzen. Gerade wenn du dich nicht so viel mit deiner Katze beschäftigen kannst oder sie sehr aktiv ist, solltest du dir eine zweite Katze ins Haus holen.

12. Schlaflosigkeit durch Vitaminmangel

Es kann auch sein, dass du deine Katze nicht artgerecht ernährst. Schließlich ist es nicht so einfach, das beste Futter zu finden, gerade wenn du nicht allzu viel Budget hast oder deine Katze nicht alles isst. Dadurch kann ein zum Beispiel B12-Mangel entstehen. Falls du alle vorherigen Tipps ausprobiert hast und nichts passiert ist, solltest du zum Tierarzt, um einen Vitaminmangel oder Krankheiten auszuschließen.

13. Deine Katze ist nervös

Ümzüge, neue Möbel oder eine andere Person: All das kann dazu führen, dass deine Katze sich bei dir nicht mehr wohlfühlt. Daher kommt es nachts bei vielen Katzen dazu, dass sie nicht schlafen können. Gib ihr ein wenig Zeit und Liebe, dann wird das schon.

Wir wünschen dir und deiner Katze eine erholsame Nacht!

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