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Briefe zu verschicken kann 2023 absurd teuer werden

Wer Briefe verschickt, wird sicher bereits bemerkt haben, wie teuer es geworden ist. Hier erfährst du, warum dich ab 2023 absurde Preise erwarten werden.

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Wie viel wird es kosten, einen Brief in 2023 zu verschicken? Foto: Gettyimages / Oleg Breslavtsev

Heute ist es beinahe unvorstellbar, dass Briefmarken noch im Jahr 1949 nur 20 Pfennig gekostet haben. Im Jahr 2023 einen Brief zu verschicken, kostet ein Vielfaches dieser Summe. Doch wie viel kostet es heute eine Sendung zu verschicken und warum wird es ab diesem Jahr nochmal teurer? Diese Frage lässt sich beantworten, wenn wir und das neue Geschäftsmodell von DHL anschauen. In diesem Artikel erfährst du, warum das Verschicken einer Sendung so unverschämt teuer geworden ist. Du wirst überrascht sein, wie viel es mittlerweile kostet, einen Brief zu verschicken.

Was ist das Problem bei der Post?

Schon länger verzeichnet die Post einen starken Anstieg von Beschwerdemails, die bei ihnen eingehen. Der Grund: Die Briefe sind verspätet oder kommen teilweise gar nicht an. Ein großes Ärgernis für die Kund:innen der Post. Diese scheint überfordert mit den vielen Zustellungen zu sein und zu wenig Personal zu haben, um die Briefe pünktlich auszuliefern. Die Post wehrt sich nun gegen die Beschwerden mit einem neuen Geschäftskonzept: Wer die Post schneller zugestellt haben möchte, soll in Zukunft einen Zuschlag zahlen.

Die Post probiert neue Serviceformen aus und verlangt für eine schnellere Zustellung zusätzliche Gebühren.

Neues Geschäftsmodell der Post

DHL, ein weltweit tätiges Logistikunternehmen, das für seine effizienten Zustelldienste bekannt ist, hat vor kurzem angekündigt, dass es künftig für die „schnellere Zustellung“ von Briefen zusätzliche Gebühren erheben wird. Diese Entscheidung hat unter den Kunden eine Kontroverse ausgelöst. Einige argumentieren, dass dies ein notwendiger Schritt ist, um die hohen Servicestandards des Unternehmens aufrechtzuerhalten, andere halten es für eine unfaire und unnötige Gebühr.

Einen Brief schneller verschicken, für Geld

Auf der einen Seite ist es verständlich, warum DHL diese Politik umsetzen möchte. Das Unternehmen hat sich seinen Ruf durch die schnelle und effiziente Zustellung von Paketen und Briefen erworben, wofür erhebliche Ressourcen erforderlich sind. Indem DHL einen Aufpreis für die schnellere Zustellung erhebt, kann es einen Teil der mit diesem Service verbundenen Kosten wieder hereinholen und sicherstellen, dass es die Anforderungen seiner Kunden weiterhin erfüllen kann.

Außerdem hat das Unternehmen argumentiert, dass diese Gebühr nur für eine ausgewählte Gruppe von Kunden gilt, die bereit sind, einen Aufpreis für eine schnellere Zustellung zu zahlen, und dass die große Mehrheit der Kunden davon nicht betroffen sein wird.

Briefkasten Oktoberfest
Schneller Briefe verschicken gegen Geld? Foto: Getty Images/ RossHelen

Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen

Andererseits gibt es jedoch berechtigte Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen dieser Politik auf die Verbraucher:innen. Für einige Kund:innen, insbesondere für diejenigen, die sich bei regelmäßigen Lieferungen auf DHL verlassen, könnte die zusätzliche Gebühr eine Belastung darstellen, die sie sich nicht leisten können. Dies könnte dazu führen, dass sie die Dienste von DHL weniger in Anspruch nehmen, da sie sich nach günstigeren Alternativen umsehen.

Außerdem stellt sich die Frage der Fairness. Viele Kunden könnten das Gefühl haben, dass sie bereits einen Aufpreis für die Dienstleistungen von DHL zahlen, und die zusätzliche Gebühr für eine schnellere Zustellung als unnötige Zusatzkosten empfinden.

Wie teuer wird es einen Brief zu verschicken?
Einige Kund:innen haben Bedenken, dass durch die schnellere Zustellung der Service leiden könnte. Foto: GettyImages Luis Alvarez

Aufpreise beim Briefe verschicken -Abstriche im Kundenservice?

Es gibt auch Bedenken, dass diese Politik missbraucht werden könnte. Angesichts des zusätzlichen Drucks, Pakete und Briefe schnell auszuliefern, ist es möglich, dass DHL-Mitarbeiter Abstriche machen, um die Anforderungen der Kunden zu erfüllen, die bereit sind, für eine schnellere Zustellung zu zahlen. Dies könnte zu Fehlern oder sogar zur Beschädigung von Paketen führen, was für die Kunden frustrierend wäre und letztlich dem Ruf von DHL schaden könnte.

Wo ist die Lösung?

Was ist also die Lösung? Eine Möglichkeit wäre, dass DHL eine Reihe von Zustelloptionen mit unterschiedlichen Preisen und Lieferzeiten anbietet. Auf diese Weise könnten die Kunden die Option wählen, die am besten zu ihren Bedürfnissen und ihrem Budget passt, und DHL hätte gleichzeitig die Möglichkeit, einen Teil der mit der schnelleren Zustellung verbundenen Kosten wieder hereinzuholen.

Alternativ könnte das Unternehmen die Einführung eines Zuschlags für alle Zustellungen in Erwägung ziehen, wobei ein Teil der Gebühr in schnellere Zustelloptionen fließen würde. Auf diese Weise könnte DHL seine hohen Servicestandards beibehalten und gleichzeitig sicherstellen, dass alle Kunden einen Beitrag zu den Kosten leisten.

Höhere Kosten, um schneller Briefe zu verschicken

Letztlich ist die Entscheidung, einen Zuschlag für schnellere Zustellungen zu erheben, eine komplexe Angelegenheit, für die es auf beiden Seiten stichhaltige Argumente gibt. DHL hat zwar das Recht, für seine Dienstleistungen Gebühren zu erheben und seine hohen Standards aufrechtzuerhalten, aber es ist wichtig, dass das Unternehmen auch die Bedürfnisse und Anliegen seiner Kund:innen berücksichtigt. Durch die Suche nach einer Lösung, die den Bedürfnissen beider Seiten gerecht wird, kann DHL weiterhin eine führende Rolle in der Branche spielen.