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Hanföl für den Hund: Wirkungen & Nebenwirkungen des Trend-Öls

Hanföl ist total im Trend. Doch kann es auch deinem Vierbeiner helfen? Wir haben uns schlaugemacht, wie Hanföl für den Hund wirkt.

Hund bekommt Hanföl
Du willst wissen, ob dein Hund Hanföl verträgt? Wir haben alle Fakten. Foto: Photoboyko / getty images via canva

Wer sich ein wenig in medizinischen Kreisen bewegt, der kommt momentan nicht am Hanföl vorbei. Es kann gegen hohen Blutdruck und einen erhöhten Cholesterinspiegel helfen und auch die Beschwerden der Wechseljahre sowie Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen lindern. So weit, so gut. Doch kann Hanföl auch bei Vierbeinern sein Wunder wirken? Wir wissen, welche Wirkungen und Nebenwirkungen auf dich zukommen, wenn du deinem Hund Hanföl verabreichen möchtest.

Anika ist selbst Hundemama. Foto: Anika Jany

Unsere Autorin Anika ist mit ihrem Hund Sherlock das Dream-Team schlechthin. Alle Tipps und Tricks, die Anika in ihren Artikeln gibt, sind deshalb Hunde-approved und vorher gemeinsam mit Sherlock ausprobiert worden.

Wie wirkt Hanföl beim Hund?

Wie du schon in der Einleitung lesen konntest, kann Hanföl für uns Menschen regelrechte Wunder bewirken. Doch auch für deinen Vierbeiner kann das Trend-Öl ein regelrechter Game-Changer sein. Immerhin ist es ein hochwertiges und wichtiges Nahrungsergänzungsmittel für deinen Vierbeiner. Doch wie genau wirkt es eigentlich?

Im Grunde genommen hat das Hanföl nur Vorteile. Es wirkt sich positiv auf das Fell aus, ist entzündungshemmend und auch schmerzstillend. Dabei hat das Hanföl natürlich nichts mit Drogen gemeinsam. Das Öl an sich wird aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen. Es befindet sich also kein THC als Inhaltsstoff, was dazu führt, dass du das Hanföl vollkommen unbedenklich an deinen Vierbeiner verfüttern kannst.

Hanföl enthält einen hohen Anteil an wichtigen Fettsäuren. Außerdem findet sich in seinen Inhaltsstoffen auch das wertvolle Vitamin E, welches die Zellen vor oxidativem Stress schützt und auch die Fellbildung deines Vierbeiners unterstützen kann. Das enthaltene Magnesium kann die Müdigkeit verringern und die Knochen erhalten, während das Kalium den gesunden Blutdruck deines Hundes aufrechterhalten kann.

Hanföl für den Hund: Diese Anwendungsgebiete gibt es

Wie du siehst, kommt Hanföl fast komplett positiv daher. Mögliche Nebenwirkungen werden wir dir weiter unten noch präsentieren. Allerdings wollen wir nun erst einmal auf die verschiedenen Anwendungsgebiete des Trendprodukts eingehen.

1. Hanföl als Ergänzung zum Barfen

Du barfst mit deinem Hund? Dann kann das Hanföl dir schnell und einfach dabei helfen, die vielleicht vorhandenen Nährstoffmängel auszugleichen. Denn es liefert wertvolles Omega 3 und Omega 6, sowie wichtige Mineralien und Vitamine, die in der Ernährung nicht fehlen dürfen.

Hund wird gebarft
Das Hanföl für deinen Hund kann beim Barfen auch eine tolle Ergänzung sein. Foto: Gorkem Yorulmaz / getty images via canva

2. Hanföl für gesundes Fell

Durch das ausgeglichene Verhältnis der Omega 3-Fettsäuren und der Omega 6-Fettsäuren kann das Hanföl bei deinem Hund auch für besonders schönes Fell sorgen. Auch die Haut deines Vierbeiners kann durch die Zugabe von Hanföl von diesem Produkt profitieren! Übrigens hilft es auch bei juckender Haut, wofür die Vitamin E-Anteile verantwortlich sind. Schon nach ein paar Tagen sollte hier eine Besserung zu sehen sein.

3. Hanföl stärkt das Immunsystem

Durch die ungesättigten Fettsäuren profitiert nicht nur das Fell deines Hundes, sondern auch sein Immunsystem. Vor allem Welpen, welche altersbedingt noch kein ausgeprägtes Immunsystem haben, können dank des Hanföls stark und kräftig in ihr Leben starten!

Das ist die richtige Dosierung des Hanföls für Hunde & das solltest du bei dem Produkt beachten

Auch wenn Hanföl grundsätzlich gesund ist, solltest du es mit dem Öl nicht unbedingt übertreiben. Weniger ist mehr, vor allem zu Beginn. Deshalb solltest du auch erst mit einem Teelöffel pro Tag starten. Natürlich ist es hier wichtig, die Größe und das Gewicht deines Vierbeiners zu beachten.

Hanföl sollte für deinen Hund vorsichtig dosiert sein. Foto: Oleksii Boiko via canva

Wenn dein Hund diese Dosierung und das Hanföl an sich verträgt, kannst du die verabreichte Menge steigern. Mehr als ein Esslöffel pro Tag sollte es allerdings nicht werden. Am besten mischst du das Öl unter das Futter deines Tieres. Doch Achtung: Hanföl hat einen sehr nussigen Geschmack, welchen nicht alle Hunde mögen!

Wichtig ist außerdem, dass es sich bei den Hanföl-Produkten um THC-freie Präparate handelt. Der psychoaktive Stoff kann schon bei uns Menschen für Paranoia sorgen. Sicherlich kannst du dir dann vorstellen, welche Trips dein Hund erleiden muss – und das unter Umständen für mehrere Tage, da der Stoff vom Organismus deines Vierbeiners nur sehr langsam abgebaut wird.

Wenn du dir in diesem Punkt unsicher bist, greife zu Cannabidiolen, auch CBD-Öl genannt. Dieser Wirkstoff ist in weiblichen Hanfpflanzen enthalten und ist nahezu kaum psychoaktiv und damit sehr verträglich. Es stimuliert das Nervensystem und bewirkt nur eine Verstärkung der natürlichen und ohnehin schon vorhandenen Strategien des Körpers.

Trauriger Hund liegt auf dem boden
Wenn dein Hund antriebslos erscheint, kann ein bisschen Hanföl seinen Körper wieder ankurbeln. Foto: Lisa5201 / getty images via canva

Wann sollte man Hanföl für den Hund einsetzen?

Wir haben dir schon die Anwendungsgebiete des Hanföls für Hunde genannt. Allerdings gibt es auch noch weitere Situationen, in denen du das Trend-Produkt deinem Hund verabreichen kannst. Meistens geht es hierbei um die Linderung von chronischen Schmerzen und Entzündungen. In den folgenden Fällen solltest du das Hanföl einsetzen:

  • zur Linderung von chronischem Schmerz
  • bei Angst- und Panikzuständen
  • bei Appetitlosigkeit
  • bei Entzündungen (z.B. von Darm oder Gelenken)
  • bei Ataxie, auch bekannt als Störung in der Bewegungskoordination
  • bei Epilepsie
  • oder bei Fell- und Hautirritationen.

Gibt es Nebenwirkungen bei der Anwendung von Hanföl bei Hunden?

Prinzipiell kann diese Frage mit „Nein“ beantwortet werden. Denn Hanföl ist ein Naturprodukt, welches für unsere Vierbeiner im schonenden Kaltpress-Verfahren hergestellt wird. Die einzige Nebenwirkung kann allerdings durch eine hohe Überdosierung eintreten. Denn diese kann Durchfall, Erbrechen oder eine instabile Verdauung hervorrufen. Manche Tiere erleiden sogar apathische Reaktionen.

Hanföl für den Hund: Ein tolles Mittel, um das Leben deines Hundes noch schöner zu machen

Du siehst nun, dass Hanföl für Hunde eigentlich nur positive Eigenschaften vorzuweisen hat. Es kann dem Fellwachstum helfen, dem Immunsystem und auch chronische Schmerzen können dadurch beseitigt werden. Sei einfach ein wenig vorsichtig, wenn du beginnst, das Hanföl deinem Vierbeiner zu verabreichen. In den meisten Fällen kann dann nichts mehr schief gehen!

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