Heute ist der Start der Sommerzeit. Das bedeutet: Die Tage werden länger, es wird wärmer und die Pflanzen blühen. Automatisch steigt unsere Laune. Außerdem dienen solche Anfänge immer gut, um die Wohnung etwas zu entrümpeln. Denn nachweislich verbessert sich unsere mentale Gesundheit, wenn wir oft sauber machen und regelmäßig die Wohnung ausmisten

Wie die Wohnung auszumisten dabei helfen kann, deine mentale Gesundheit zu verbessern 

Eine Befragung des American Cleaning Institutes hat ergeben, dass Menschen den Frühjahrsputz oft als ein festgelegtes, wiederkehrendes Ereignis ansehen. Der Frühjahrsputz kann allerdings auf alle anderen Jahreszeiten übertragen werden, denn bei der Befragung stellte sich ebenfalls heraus, dass es viele Faktoren gibt, die die mentale Gesundheit positiv beeinflussen, sobald aufgeräumt wurde. 

Frau wäscht ab
Der Frühjahrsputz kann das ganze Jahr über stattfinden. Foto: Pexels / RODNAE Productions

1. Eine Last fällt weg  

Laut der klinischen Psychologin Dr. Holly Schiff nutzen die meisten Menschen einen Putztag, um sich von alten, ungebrauchten Gegenständen zu trennen. Sie erklärt außerdem, dass dieses Entrümpeln uns eine Last von den Schultern nimmt. Das führt dazu, dass du dich besser auf neue Projekte konzentrieren kannst und Prokrastination aufgrund von einem zu großen Mental Load vermeiden kannst. 

2. Weniger Nervosität und Angstgefühle  

Das Ausmisten kann außerdem unsere Angstgefühle verringern. Das funktioniert einerseits dadurch, dass unser Klamottenberg beispielsweise endlich vom Lieblingsstuhl entfernt wurde. Andererseits behalten wir oft Gegenstände, die wir gar nicht mehr benötigen, aus Angst- und Verlustgefühlen, so die psychiatrische Fachangestellt CodyAnn McGovern. Die Gegenstände wirken auf uns in diesem Moment wie eine Art Sicherheit. Wenn wir sie loswerden, fühlen wir uns laut McGovern jedoch freier. 

3. Die Kontrolle über das Leben zurückbekommen 

Wenn du deine Wohnung neu organisierst und selbst die Entscheidungsmacht darüber einnimmst, was du behältst und was nicht, behältst du ein Stück weit die Kontrolle über dein Leben und deine Lebensumstände. Dies kann deiner mentalen Gesundheit helfen, da Organisation, gerade nach unberechenbaren Pandemie-Zeiten, als ein repetitiver Rhythmus Einklang in unser Leben bringt. Außerdem ist dies ein Zeichen der Achtsamkeit und kann uns beruhigen. 

Frau putzt
Nimm dir ruhig Zeit, alles in Ruhe auszumisten. Foto: Pexels / RODNAE Productions

Die goldene Regel: Step by step zum Wohnung Ausmisten

Expert:innen empfehlen, dich nicht zu übernehmen. So kannst du einen alljährlichen Putz zwar zum kleinen Ritual ernennen, solltest dich dabei allerdings immer auf kleine Projekte beziehen. Dabei kann es helfen, sich beispielsweise beim Aufräumen jeden Tag einen Timer zu stellen und so kleine Aufräum-Einheiten in den Alltag zu integrieren. Außerdem kann es helfen, wenn du dir andere Menschen suchst, die dir dabei helfen, dein Zuhause etwas umzugestalten und zu entrümpeln. So stehst du nicht ganz allein vor der Aufgabe. 

Denk allerdings immer daran auch das Wetter auszunutzen und andere Dinge zu tun, die deiner mentalen Gesundheit helfen. So kannst du beispielsweise lange Spaziergänge einlegen, gerade in der Natur kann dies unglaublich gute Einflüsse auf deine mentale Gesundheit haben. Genauso wie das Freund:innen-Treffen bei Tageslicht. Eine gute Balance hilft uns, uns besser zu organisieren und unser mentalen Gesundheit auch mal die Möglichkeit zu geben, sich zu entspannen. 

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