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Studie: Eltern, die DAS tun, setzen ihren Kindern einem Depressionsrisiko aus

Eine Studie hat jetzt herausgefunden, dass ein Erziehungsstil zu Depressionen bei Kindern führt. Mehr dazu, erfährst du in diesem Artikel.

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Tabu-Thema Psyche: Warum wir mehr auf unsere Seele achten sollten

Sind wir körperlich krank, gehen wir zum Arzt. Ist jedoch unsere Psyche instabil, tun wir uns weitaus schwerer, uns von einem Fachmann helfen zu lassen. Irgendwie ist das Thema tabuisiert und kompliziert. Dabei sollte uns eine gesunde Psyche genauso wichtig sein wie ein gesunder Körper.

Wir alle wollen, dass es unseren Kindern gut geht und sie glücklich aufwachsen. Eine neue Studie liefert nun spannende Erkenntnisse darüber, was wir in der Erziehung besser nicht tun sollten, um eine Depression bei unseren Kindern zu vermeiden.

Depressionen bei Kindern: Warum Eltern einen Einfluss darauf haben

Egal, wie sehr wir uns bemühen, unsere Kinder bestmöglich zu erziehen, gibt es keine Garantie, dass sie später nicht einmal an Ängsten oder Depressionen leiden. So sind Kindern zahlreichen gesellschaftlichen Einflüssen ausgesetzt, die wir nicht immer kontrollieren können. Dennoch haben wir als Eltern einen Einfluss darauf, wie sich unsere Kinder in der Welt zurechtfinden und mit ihren Emotionen umgehen. Das geht auch aus einer Studie der US-amerikanischen Hochschule Bingham University hervor.

Kind traurig
Dieser Erziehungstil führt zu Depressionen bei Kindern. Foto: Aleksey – stock.adobe.com

So wollten sie herausfinden, welcher Erziehungsstil bei Kindern eine Depression fördere. Das Ergebnis: Kritik sollte nur mit äußerster Vorsicht eingesetzt werden. Die Forscher fanden heraus. Die Forscher fanden heraus, dass Kinder kritischer Eltern weniger empathisch auf ihre Umwelt reagieren. Ein Mangel an Empathie kann sich negativ auf die sozialen Beziehungen der Kinder auswirken und sogar ihre generelle Fähigkeit zur Beziehungsgestaltung beeinträchtigen. Soziale Isolation und das Gefühl der Nichtzugehörigkeit können zu Depressionen, Angststörungen und Unsicherheit führen.

Empathie als Schlüsselqualifikation: Das Experiment der Studie

In einem Experiment wurden Eltern auf ihre Kritikbereitschaft hin untersucht. Anschließend wurden Kindern im Alter von sieben bis elf Jahren Bilder von Menschen mit verschiedenen emotionalen Gesichtsausdrücken gezeigt, während die Hirnaktivität gemessen wurde. Die Ergebnisse zeigten, dass Kinder kritikbereiter Eltern weniger auf die Gefühle ihrer Mitmenschen eingingen und diesen weniger Aufmerksamkeit schenkten als Kinder aus weniger kritischen Familien.

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Warum meiden Kinder kritische Situationen?

Die Studienleiterin, Kiera James, erklärt: „Wir wissen aus früheren Untersuchungen, dass Menschen die Neigung haben, Dingen aus dem Weg zu gehen, die ihnen unbehaglich sind oder sie ängstlich oder traurig machen, weil diese Gefühle eine Aversion auslösen.“ Kinder von sehr kritischen Eltern könnten demnach dazu neigen, sozialen Situationen aus dem Weg zu gehen, um möglichen Druck oder Ansprüchen zu entkommen.

Ist Kritik in der Kindererziehung notwendig?

Natürlich möchten wir, dass unsere Kinder ihr Bestes geben und erfolgreich sind. Doch die Studie legt nahe, dass wir unsere eigenen Erwartungen öfter überdenken sollten. Statt ausschließlich auf Kritik zu setzen, ist es wichtig, den Kleinen zu vertrauen. Kinder sind von Natur aus bestrebt, ihr Bestes zu geben. Diese natürliche Neigung sollten wir fördern, indem wir Lob aussprechen, ermutigen und selbst vorleben, was wir von ihnen erwarten.

Das oberste Ziel der Erziehung sollte darin bestehen, dass sich unsere Kinder bedingungslos geliebt und wertgeschätzt fühlen, unabhängig von ihren Leistungen. Wenn wir ihnen helfen, einen stabilen Selbstwert zu entwickeln, werden sie selbstbewusst ihren Weg gehen – auch ohne übermäßige Kritik von uns.

Fazit: Auf Empathie und Vertrauen setzen

Die Studie verdeutlicht, dass ein zu kritischer Erziehungsstil negative Auswirkungen auf die emotionale Entwicklung von Kindern haben kann. Statt auf übermäßige Kritik zu setzen, sollten Eltern auf Empathie und Vertrauen in die Fähigkeiten ihrer Kinder bauen. Indem wir eine unterstützende und liebevolle Umgebung schaffen, können wir dazu beitragen, dass sich unsere Kinder zu selbstbewussten und einfühlsamen Menschen entwickeln.