Du möchtest auf raffinierten Industriezucker verzichten und stattdessen zu einem alternativen Süßungsmittel greifen? Dann bieten sich natürliche Süßungsmittel wie zum Beispiel Honig oder Agavendicksaft geradezu an. Doch was ist gesünder, Honig oder Agavendicksaft? In diesem Artikel findest du die Antwort auf diese Frage.

Wie gesund ist Honig?

Keine Frage, Honig hat einen nahezu tadellosen Ruf. Zwar enthält Honig einige für den menschlichen Körper wichtige bioaktive Stoffe und Antioxidantien, als gesund kann man ihn jedoch noch lange nicht bezeichnen.

Honig besteht zu etwa 80 Prozent aus den beiden Einfachzuckern Glucose und Fructose. Die anderen 20 Prozent sind Wasser. Somit hat Honig nicht nur einen sehr hohen Zuckergehalt, sondern auch eine hohe Energiedichte von etwa 320 Kilokalorien auf 100 Gramm.

Frau Agavendicksaft
Agavendicksaft wird aus der Agave gewonnen. Foto: imago images / Westend61

Wie gesund ist Agavendicksaft?

Ähnlich sieht es auch bei Agavendicksaft aus. Auch dieses alternative Süßungsmittel besteht zu etwa 80 Prozent aus den Einfachzuckern Fructose und Glucose. Aufgrund seines hohen Zuckeranteils ist auch er nicht sonderlich gesund.

Im Vergleich zu Honig und anderen Süßungsmitteln hat Agavendicksaft allerdings eine deutlich höhere Süßkraft. Man benötigt also viele weniger davon, um die gleiche Süße zu erzielen. Im Endeffekt spart man sich so eine ganze Menge unnötigen Zucker.

Ähnlich wie bei Honig weist auch der Agavendicksaft einen geringen Gehalt an Spurenelementen und Mineralstoffen auf. Damit man allerdings die Mindestmenge dieser Stoffe erreicht, müsste man schon mehrere Liter Agavendicksaft zu sich nehmen.

Wie wirkt der Zucker in Honig und Agavendicksaft?

Sowohl Honig als auch Agavendicksaft enthalten also verhältnismäßig große Mengen Zucker. Doch wie genau wirkt sich der darin enthaltende Zucker eigentlich auf den menschlichen Körper aus?

Wie normaler Industriezucker besteht auch der Zucker aus Honig und Agavendicksaft und aus einfachen Kohlenhydraten, die über die Darmschleimhaut in das Blut gelangen. Als Folge steigt der Blutzuckerspiegel stark an.

Um den gestiegenen Blutzuckerspiegel wieder zu stabilisieren, schüttet der Körper jetzt das Hormon Insulin aus, welches wiederum dafür sorgt, dass der Zucker (beziehungsweise die Glucose) vom Blut in die Zellen gelangt.

Honig für Tee
Weder Honig noch Agavendicksaft sind super gesund. In kleinen Mengen im Tee kannst du sie jedoch unbedenklich genießen. Foto: Getty Images via Canva.com

Warum ist Zucker in Honig und Agavendicksaft so gefährlich?

Das klingt erstmal gar nicht so schlimm und in einem gewissen Maß ist Zucker auch ein wichtiger Energielieferant für den Körper. Isst du jedoch zu viel Zucker, befindet sich auch deutlich mehr Zucker in deinem Blut.

Überschüssiger Zucker im Blut kann anschließend nicht nur schneller in Fett umgewandelt werden, sondern erhöht auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie zum Beispiel Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Diabetes Typ 2 oder erhöhte Blutfette.

Fazit: Was ist gesünder, Honig oder Agavendicksaft?

Welches der beiden alternativen Süßungsmittel jetzt also das gesündere von beiden ist, lässt sich so pauschal nicht sagen. Zwar beinhalten beide Lebensmittel eine geringe Menge an Antioxidantien und Mineralstoffe, sowohl Honig als auch Agavendicksaft enthalten jedoch ebenfalls eine sehr große Menge Zucker.

Wirklich gesund ist also keines der beiden Süßungsmittel. In geringen Mengen kannst du aber sowohl Honig als auch Agavendicksaft völlig ohne schlechtes Gewissen verzehren – ob auf dem Brot, im Tee oder im Kaffee.

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