An Weihnachten und Silvester freue ich mich nicht auf die Geschenke, sondern darauf, endlich den Raclette-Grill aus dem Keller holen zu dürfen. Für mich gibt es zur Weihnachtszeit nichts, was mich glücklicher macht. So tüftel ich das ganze Jahr über neue Rezepte aus und fülle mein Pfännchen auch gerne mit Teig aus. Welche Dinge beim Schweizer Raclette jedoch komplett verboten sind, erfährst du hier.

3 Fehler beim Schweizer Raclette, die du bestimmt schon gemacht hast


Das Raclette hat bereits eine sehr lange Geschichte, die bis ins Mittelalter reicht. Ursprünglich kommt das Gericht aus der Schweiz. Und dem Kanton Wallis hat es auch den Namen Raclette zu verdanken. Der Walliser Käse, der zum traditionellen Raclette verwendet wird, hatte zwischen dem 14. und 19. Jahrhundert sogar einen so hohen Wert, dass er sogar als Zahlungsmittel eingesetzt werden konnte.

Wie du siehst, ist Raclette gerade für die schweizerische Bevölkerung nicht einfach nur ein Gericht, welches man in der Weihnachtszeit auftischt. Sondern hat viel mehr mit Tradition zu tun, als man denkt. Was du in Gegenwart eines Schweizers daher nie mit einem Raclette machen darfst, zeigen wir dir jetzt.

1. Falsche Käseauswahl 

Du möchtest dieses Jahr ein traditionelles Schweizer Raclette auf die Beine stellen? Dann brauchst du unbedingt auch einen echten Schweizer Käse. Am besten ist hier natürlich der geschützte Walliser Käse, der jedoch auch etwas kostspieliger ist. Aber auch andere Käsesorten aus der Schweiz bieten sich für Raclette an. Du solltest beim Kauf darauf achten, dass der Käse bis zu sechs Monate gereift worden ist, denn nur dann entfaltet sich der klassische würzige Geschmack.

Käse
Nicht jeder Käse ist für das Schweizer Raclette geeignet. Foto: IMAGO/ Westend61

In den letzten Jahren habe ich beim Käse meist darauf geachtet, dass ich Scheiben Käse kaufe, der perfekt in die kleinen Pfännchen passt, jedoch hat auch das nichts mit einem Schweizer Raclette zu tun. In der Schweiz wird der Käse nämlich traditionell am Stück gekauft. 

2. Schmelzen im Ofen, nicht im Pfännchen 

Beim Schmelzen kann man nichts falsch machen? Wenn es nach dem Schweizer Raclette geht, geht das schon. Liebst du es genau wie ich, die Pfännchen nach einem ganzen Jahr endlich wieder auszupacken und liebevoll auf den Tisch zu platzieren? Dann musst du jetzt ganz stark sein, denn wenn du wirklich vor hast, dieses Jahr ein Schweizer Raclette zu planen, dann müssen die Pfännchen wieder zurück in den Keller.

Denn in der Schweiz wird das Raclette nicht in der Pfanne zubereitet, sondern entweder im Ofen oder direkt im Feuer. Dabei wird ein ganzes Stück Käse über ein offenes Holzfeuer geschmolzen und geräuchert oder im Ofen in einem Abstand von sechs Zentimetern so lange heiß gemacht, bis der Käse zerläuft und mit einem Messer runtergekratzt wird.

3. Fleisch, Fisch und Gemüse? Nicht in der Schweiz 

Das Beste am Raclette ist für mich das ich mich bei meinen Pfännchen komplett austoben kann. So landen oftmals Garnelen, Rindfleisch und Gemüse auf meiner Pfanne und als Highlight der Käse, den ich dann schön schmelzen lasse. Im letzten Jahr habe ich auf meinem Pfännchen sogar kleine Minipizzen gebacken. Wie ihr seht, lasse ich meiner Kreativität beim Raclette freien Lauf und erfreue mich dann meist an einer leckeren Geschmacksexplosion. 

Klimaschädliche Lebensmittel
Fleisch oder Fisch beim Schweizer Raclette? Auf keinen Fall! Foto: Dmitriev Mikhail/ Shutterstock / Dmitriev Mikhail/ Shutterstock

Beim Schweizer Raclette kann ich mich von all den Zutaten jedoch getrost verabschieden. Denn hier gibt es weder Fisch noch Fleisch und auch die Gemüseauswahl fällt eher dürftig aus. Dafür ist deine Einkaufsliste weniger voll und auch an der Kasse kannst du bares Geld sparen. Die einzigen Lebensmittel, die du nämlich für das Schweizer Raclette benötigst, sind Pellkartoffeln, Pfeffer sowie eingelegte Gurken und Zwiebeln.

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