Bei der neuesten Ausgabe des Magazins Öko-Test dreht sich uns der Magen um: In vielen bekannten Marken wurde Glyphosat gefunden. Das klingt nicht nur ungesund, das ist es auch. Glyphosat ist nämlich das bekannteste Unkrautvernichtungsmittel der Welt und wird normalerweise im Garten angewandt. Wir erklären, was es in der Küche zu suchen hat.

Öko-Test warnt vor Spaghetti mit Pestiziden

Insgesamt wurden 20 verschiedene Spaghetti-Marken im Labor getestet. Öko-Test nahm sich bekannte Discounter-Produkte vor, wie auch große, teurere Marken. Das Ergebnis überraschte: In mehr als der Hälfte der Spaghetti-Sorten befand sich das Pestizid.

Das Ergebnis:

  • Zwölf von 15 konventionellen Spaghetti-Produkten enthalten Glyphosat.
  • Die fünf getesteten Bio-Produkte sind frei von Pestiziden.

In den Bio-Produkten wurden auch sonst keine schädlichen Stoffe wie Schimmel oder Mineralöle gefunden und erhalten die Note „sehr gut“. Doch nicht nur Bio konnte auf ganzer Linie überzeugen: Folgende Spaghetti-Produkte sind laut Öko-Test empfehlenswert:

  • Alnatura Spaghetti No.3 (Bio)
  • Bioladen Spaghetti (Bio)
  • Dennree Spaghetti (Bio)
  • DmBio Spaghetti (Bio)
  • Rapunzel Spaghetti Semola No.5 (Bio)
  • D’antelli Spaghetti (Aldi Nord)
  • De Cecco Spaghetti (Markenprodukt)
  • Riesa Schlemmerliebling (Markenprodukt)

Unkrautvernichtungsmittel in den Spaghetti

Und wo hat Öko-Test nun die Pestizide gefunden? Leider sind hier sehr viele bekannte Namen unter den mit Unkrautvernichtungsmittel verunreinigten Spaghetti. Das bedeutet nicht, dass sie beim Test durchgefallen sind, sie haben lediglich keine Bestnoten erhalten können. Durchgefallen sind lediglich die Spaghetti No.5 von Gut&Günstig (Edeka) und die von Penny.

Empfehlenswert, obwohl, mit Pestiziden, verunreinigt, sind die Spaghetti von Barilla und die Hausmarken von Rewe, Kaufland und Aldi Süd.

Mehr über den Öko-Test und die Ergebnisse erfährst du hier.

Glyphosat: Warum ist es so schlimm?

Glyphosat, das Unkrautvernichtungsmittel Nummer eins auf der Welt, ist ein Totalherbizid. Das bedeutet, dass es alle Pflanzen tötet, die keine gentechnische Veränderung erfahren haben.

Heute wird Glyphosat bei beinahe 40 % der Ackerflächen in Deutschland eingesetzt. Allerdings wird heute an dem Vernichtungsmittel geforscht und die WHO kommt zu dem Schluss, dass Glyphosat „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ ist. Sicher ist zudem, dass das Pestizid die biologische Vielfalt der Äcker und Wälder zerstört.

Der Bund Friends of the Earth Germany ist sich somit sicher, dass Glyphosat verboten werden muss.

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