Die Funktionen deiner Mikrowellen haben tatsächlich eine wichtige Bedeutung. Denn nicht jedes Essen sollte bei der gleichen Temperatur erwärmt werden.

Im Jahr 2020 besaßen 73,8 Prozent der privaten Haushalte eine Mikrowelle. Und das, obwohl die verschiedensten Mythen immer wieder für Verunsicherung sorgen.

Wir erklären dir, an welchen Mythen etwas dran ist und welche Mikrowellen-Funktionen du bedenkenlos nutzen kannst.

Mikrowellen-Funktionen: Ist an diesen Mikrowellen-Mythen etwas dran?

Vorab können wir dich schon mal beruhigen. Denn in den meisten Fällen bleiben Mythen genau das, was sie sind: nämlich Mythen – und damit Unwahrheiten.

Daher stellen die meisten Mikrowellen-Funktionen keine Gefahr für dich dar. Dennoch kann die Nutzung gefährlich werden, wenn du deine Mikrowelle vollkommen uninformiert nutzt.

1. Mythos: Nicht jedes Gericht darf in der Mikrowelle aufgewärmt werden

Die meisten Gerichte kannst du problemlos in der Mikrowelle aufwärmen und die unterschiedlichen Mikrowellen-Funktionen ermöglichen es dir, die passende Temperatur einzustellen.

Bei einigen ist jedoch Vorsicht geboten. Dazu gehören Spinat, Pilze und Poulet. Der Grund: Spinat enthält von Natur aus viel gesundes Nitrat.

Mikrowellen-Funktionen: Einige Gemüsesorten benötigen eine bestimmte Temperatur, um genießbar zu sein.

Bei Raumtemperaturen kann es sich in giftiges Nitrit umwandeln, daher solltest du den Spinat immer bei 70 Grad erhitzen. Die Mikrowelle schafft diese Temperatur jedoch erst nach einer gewissen Zeit.

Auch Poulet solltest du nicht in der Mikrowelle erhitzen, da die Gefahr besteht, dass nicht alle Salmonellen abgetötet werden. Grund dafür ist, dass die Mikrowelle die Lebensmittel ungleichmäßig erhitzt.

Pilze sind außerdem reich an Proteinen und Wasser, was sie zu einem idealen Nährboden für Mikroorganismen macht. Daher solltest du sie immer über 70 Grad erhitzen und kein zweites Mal erwärmen.

Damit dürfen diese Lebensmittel zwar in die Mikrowelle, aber du solltest unter den Mikrowellen-Funktionen die unterschiedlichen Temperatureinstellungen mal etwas genauer unter die Lupe nehmen.

Tipp der Redaktion: Du ernährst dich zu viel von Mikrowellen-Essen? So machen sich Symptome eines Vitaminmangels bemerkbar.

2. Mythos: Nicht jedes Geschirr darf in die Mikrowelle

Es gibt tatsächlich Geschirr, das nicht mikrowellengeeignet ist. Geschirr mit Metallanteil kann in der Mikrowelle durch die elektromagnetischen Strahlen Funken schlagen.

Das gilt zum Beispiel für Teller mit einem Goldrand, deren Rand durch die Erwärmung in der Mikrowelle zerstört werden kann. Auch auf Plastikgeschirr solltest du in der Mikrowelle weitgehend verzichten.

Nicht nur in der Mikrowelle, sondern auch in anderen Lebensbereichen ist es empfehlenswert, Plastik zu vermeiden, um die Umwelt zu schonen.

3. Mythos: Eine Mikrowelle kann explodieren

Der Mythos, dass eine Mikrowelle explodieren kann, ist tatsächlich richtig. Wenn Kartoffeln, Tomaten oder Würstchen in der Mikrowelle erhitzt werden, dann dehnt sich die Flüssigkeit aus und kann aufgrund der geschlossenen Hülle nicht entweichen.

Kochen
Wenn du Gerichte in die Mikrowelle stellst, dann solltest du darauf achten in welchem Behältnis sie sich befinden. Credit: IMAGO / Cavan Images

Das kann irgendwann zu einem lauten Knall führen. Ähnliches gilt für geschlossene Gefäße. Daher solltest du den Deckel immer öffnen und dein Essen nicht in einem luftdicht verschlossenen Gefäß in die Mikrowelle stellen.

Hier hilft es auch nicht, wenn du mittels der Funktionen deiner Mikrowelle die richtige Temperatur einstellst.

4. Mythos: Mikrowellen zerstören Vitamine

Vitamine werden grundsätzlich in der Mikrowelle nicht mehr zerstört als auf der Herdplatte oder im Ofen. Es gibt jedoch Vitamine, die durch die hohen Temperaturen zerstört werden können. Wie Vitamin C, B1, B6, B12, Folsäure oder Pantothensäure.

Andere Vitamine hingegen lieben es heiß. Und auch Spinat lässt sich in der Mikrowelle schonender erwärmen. Grundsätzlich gilt: Wer sein Essen nährstoffschonend zubereite möchte, sollte auf niedrigere Temperaturen setzen.

Denn Vitamine sind besonders wichtig, um deine Abwehrkräfte zu stärken. Und das ist in Zeiten wie diesen von enormer Bedeutung.

5. Mythos: Das Essen schmeckt wie aus dem Ofen oder der Pfanne

Im Hinblick auf die Optik unterscheiden sich Gerichte aus dem Ofen oder der Mikrowelle deutlich voneinander. Denn die Mikrowelle kann die Speisen lediglich erwärmen, sodass Röstaromen, die beim Backen, Grillieren oder Braten entstehenden, hier fehlen.

Neuere Mikrowellen haben deshalb eine neue Funktion dazu bekommen: Sie sind häufig mit einem Grill oder einer Heißluft-Funktion ausgestattet.

Grundsätzliche Tipps für eine gesündere Lebensweise findest du in diesem Video.

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Mikrowellen-Funktionen: Nicht alle Lebensmittel können in der Mikrowelle aufgewärmt werden

Die meisten Gerichte kannst du gut in der Mikrowelle erhitzen. Das gilt jedoch nicht unbedingt für die darin enthaltenen Vitamine. Wenn du auf Nummer sichergehen willst, dann solltest du die Gerichte in der Pfanne oder im Topf erwärmen. Sofern du jedoch den einen oder anderen Aspekt beachtest, dann ist die Mikrowelle nach wie vor eine gute Möglichkeit, um dein Essen schnell zu aufzuwärmen.

Bevor du das Essen aufwärmst kannst du bereits einige Fehler beim Einfrieren der Gerichte machen. Welche das sind und worauf du unbedingt achten solltest, erfährst du hier.